A-Klasse Zugspitze: Kompakt

„Das Ding ist durch“: Farchant rechnet vor Huglfing-Duell nicht mehr mit Klassenerhalt

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Hoffnungslos: Farchants Trainer Sascha Handke rechnet mit dem Abstieg.

Hochspannung im Saisonendspurt der A-Klasse. Vor allem das Derby am Kainzenbad zwischen dem VTA Garmisch-Partenkirchen und dem SC Eibsee Grainau birgt Brisanz.

Für die Gastgeber ist ein Heimsieg überlebenswichtig, die Gäste dürfen mit dem nächsten Dreier weiter von der Aufstiegsrelegation träumen. Kontrastprogramm dagegen etwas nördlich im Landkreis. Während Eschenlohe auf ein Glanzlicht gegen Spitzenreiter Bichl hofft, steht der TSV Farchant schon jetzt knapp vor dem Abstieg in die B-Klasse. Eine weitere Niederlage in Huglfing würde wohl auch die letzten Hoffnungen auf den Klassenerhalt zerstören. In Uffing setzt das Reserve-Team derweil auf Unterstützung der Kreisliga-Aufsteiger, um die Hürde Eberfing zu meistern.

SV Uffing II – SV Eberfing

Wegweisende Partien stehen dem SV Uffing II bevor. Zunächst steigt an diesem Sonntag (17 Uhr) das Heimspiel gegen Eberfing, ehe es kommende Woche beim VTA Garmisch-Partenkirchen um das große Ganze geht. „Wenn’s gut läuft, haben wir den Klassenerhalt dann sicher“, betont Florian Neuner. Der Trainer hofft auf eine Trendwende, möchte heraus aus der Uffinger Ergebniskrise. Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht. Erstmals seit Wochen kann Neuner auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen. So kehren etwa Dominik Maier, Franz Matschl und Simon Gerg zurück. „Die helfen uns wirklich weiter“, versichert der Coach. Zudem lässt ihn die „überragende Mannschaftsleistung“ aus der zweiten Halbzeit zuletzt in Grainau positiv nach vorne blicken. Dass es gegen Aufstiegsaspirant Eberfing nicht einfach wird, ficht Neuner nicht an. Allerdings helfe es nichts, zu jammern. „Wir müssen einfach liefern.“ Eine anspruchsvolle Aufgabe wird Philip Jerosch zuteil. Der Uffinger Youngster soll sich um SVE-Torjäger Martin Plonner kümmern.

SC Huglfing – TSV Farchant

Sascha Handke hisst die weiße Fahne. Er sagt: „Das Ding ist im Grunde genommen durch.“ Soll heißen: Farchant sieht den Wettstreit um den Ligaverbleib als verloren an. Von Ambitionen auf ein weiteres Jahr in der A-Klasse – nichts mehr zu hören. Man wolle Huglfing am Sonntag ärgern und sich auch im weiteren Saisonverlauf ordentlich präsentieren. Das Ziel für die abschließenden vier Partien: sich so gut wie möglich zu wehren, sich nicht abschießen zu lassen. „Das gebietet der Respekt gegenüber den anderen Teams“, unterstreicht Handke. Verzichten muss der TSV vorerst auf Stefan Fessenmayer. Der Kapitän fehlt in Huglfing aufgrund einer Verletzung.

VTA Garmisch-P. – SC Eibsee Grainau

Erlangt der Farchanter Einspruch über die Spielwertung des Duells gegen den VTA Garmisch-Partenkirchen überhaupt noch Relevanz? Gewiss nur für den Fall, dass die Werdenfelser ihre zuletzt gestartete Erfolgsserie fortsetzen. Ansonsten dürfte der Abstieg in die B-Klasse sowieso nicht mehr zu vermeiden sein – ganz egal, zu welcher Entscheidung das Sportgericht am 25. Mai kommt. Doch solange der Klassenerhalt möglich ist, will der VTA weiterhin alles versuchen, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze im Saisonendspurt doch noch herzustellen. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg an diesem Sonntag (14 Uhr) gegen den SC Eibsee Grainau. Kein einfaches Unterfangen. Das weiß auch Erdal Kücük. „Grainau hat noch alle Chancen nach oben, ist sicher top-motiviert“, sagt der Teamsprecher des VTA. Er sieht seine Mannschaft trotz des jüngsten Aufwärtstrends in der Rolle des Außenseiters. „Sicher nehmen wir den Schwung der letzten Wochen mit – aber im Endeffekt ist es ein völlig neues Spiel.“

Auf Grainauer Seite setzt Andreas Zinn auf „kühlen Kopf und cleveres Spiel“. Der Spielertrainer und seine Mannen wollen in die Aufstiegsrelegation. Daraus macht niemand mehr einen Hehl. Vor dem Duell mit dem VTA hat der SCG aber durchaus Respekt. „Die Mannschaft hat einen kleinen Lauf und zappelt in der Tabelle noch an der Leine“, sagt Zinn, der eine klare Marschroute an sein Team ausgibt: Grainau müsse zeigen, wer auf dem vierten und wer auf dem vorletzten Platz steht. Gelingt dem SCG der nächste Dreier, ist Zinn zuversichtlich, dass eine gute Chance auf das Erreichen der Relegation besteht. Er stellt klar: „Wenn wir noch zwölf Punkte holen, verschiebt sich da oben mit Sicherheit noch etwas.“

FC Oberau – 1. FC Penzberg II

Einen Sieg brauchen sie noch beim FC Oberau, um auf der sicheren Seite zu stehen. Sebastian Schmölzl möchte den Deckel auf den Klassenerhalt am liebsten „so schnell wie möglich“ drauf machen, verweist dabei auf die gefährliche Konstellation im Tabellenkeller. „Der VTA hat bis auf das Duell gegen uns nur noch Heimspiele, und Uffing wird seine zweite Mannschaft kaum absteigen lassen“, betont der Trainer. Mit Gegenwehr der Konkurrenz ist also zu rechnen. Die erste Gelegenheit für klare Verhältnisse zu sorgen, bietet sich dem FCO an diesem Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Penzberg II. Eine spielerisch starke Mannschaft, hat Schmölzl herausgefunden. „Sie wird stets für ihren Fußball gelobt, auch wenn die Ergebnisse nicht immer passen.“ Doch unabhängig davon, wie das Duell gegen die Bezirksliga-Reserve endet: Schmölzl wird wohl auch in der kommenden Spielzeit am Gießenbach die Kommandos geben. Der frühere Torhüter hat dem Verein signalisiert, ein zweites Jahr als Coach anzuhängen. „Es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären“, versichert er. Nicht mehr dabei sein wird dann sein diesjähriger Co-Trainer. Heini Korthals hat mitgeteilt, am Saisonende aufzuhören.

SV Eschenlohe – SF Bichl

Thomas Hesse hat Gefallen gefunden am Trainerjob. Mit hoher Wahrscheinlichkeit coacht er auch in der kommenden Spielzeit den SV Eschenlohe. „Mir macht die Arbeit Spaß, und untereinander haben wir ein gutes Verhältnis“, betont der 33-Jährige. Um seine Autorität zu schärfen und zugleich die Mannschaft für den Saisonendspurt einzustellen, hat Hesse die Zügel im Training zuletzt noch einmal angezogen, Wert auf Ausdauer und Kraft gelegt. Mit dem Abstiegskampf wollen sie beim SVE schnellstmöglich nichts mehr zu tun haben. Da könnte eine Überraschung nicht schaden. Spitzenreiter Bichl bietet sich für einen weiteren Coup nach dem überraschenden Heimerfolg zuletzt über Huglfing förmlich an. „In der Rückrunde gewiss keine Übermannschaft“, sagt Hesse über die Gäste. Personell sieht es gut aus. Mit Ausnahme von Andreas Wohlketzetter und Hesse selbst, sind keine Ausfälle zu beklagen. Michael Straub hat seine Rot-Sperre abgesessen, und sogar Martin Keiditsch nimmt nach längerer Pause wieder auf der Ersatzbank Platz. „Das ist kein Bonusspiel für uns“, unterstreicht Hesse. „Unser klares Ziel ist, etwas mitzunehmen.“ OLIVER RABUSER

Quelle: Merkur.de

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