Vom kleinen Bruder ausgewechselt

Dominik Schmitt nach Auswechslung: "Musste mit Mama reden"

Wieder von Beginn an Bord: Kapitän Dominik Schmitt (vorne) wurde in Neumarkt zur Halbzeit ausgewechselt. Foto: Gerald Förtsch

Beim 2:2 in Neumarkt am vergangenen Samstag ist Dominik Schmitt zur Pause ausgewechselt worden. Und im Fall des Mittelfeldspielers vom Bayernligisten SV Heimstetten heißt das: Sein eigener Bruder, Trainer Christoph Schmitt, hat ihn, den Kapitän, vorzeitig vom Feld geholt. 

„Da musste ich hinterher mit unserer Mama reden“, scherzt Dominik Schmitt. „Doch im Ernst: Ich selbst hätte mich auch zur Halbzeit runtergenommen.“

Das klingt nun gar nicht nach Geschwisterzank oder dergleichen. Und auch sonst hat der 35-Jährige nur lobende Worte für seinen drei Jahre jüngeren Bruder sowie dessen Co-Trainer Memis Ünver und Lennart Hasenbeck übrig. „Die drei machen ihre Sache richtig gut“, sagt der Kapitän, dessen SVH an diesem Samstag um 14 Uhr den TSV Schwabmünchen empfängt. „Im Training ist ein ganz anderer Zug drin als letzte Saison. Und auch die Stimmung in der Mannschaft ist zurzeit sehr gut.“

Letzteres liegt sicher auch an den jüngsten Ergebnissen: Durch drei Siege und ein Remis hat sich Heimstetten auf Tabellenplatz vier geschoben und ist nun auf Tuchfühlung mit dem Spitzenduo Pullach und Rain. „Das Kuriose ist, dass wir aus meiner Sicht in den letzten Wochen nicht mehr so gut Fußball gespielt haben wie noch zu Saisonbeginn – und trotzdem haben die Ergebnisse gepasst“, sagt Dominik Schmitt. Von einer neu entdeckten Konstanz – sie ging dem SVH in den Vorjahren stets ab – will er aber nicht sprechen: „Dafür ist es noch zu früh“, sagt der Kapitän. Wobei er auch betont: „Natürlich wollen wir diese Saison oben mitspielen.“

Zunächst wartet auf seine Elf aber das Heimspiel gegen den kriselnden TSV Schwabmünchen, der seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen hat. „Allerdings darf man sich davon nicht täuschen lassen“, sagt Schmitt. „Die haben eine richtig starke Mannschaft und sind nicht umsonst im letzten Jahr weit vorne gelandet.“ Personell sind bei Heimstetten bis auf die verletzten Paul Thomik und Jan Steffe alle Spieler an Bord – und auch Dominik Schmitt wird wohl wieder in der Startelf stehen. Dass sein Bruder ihn zuletzt in Neumarkt ausgewechselt hat, sei am Familientisch kein Thema gewesen, sagt der Kapitän. „Da geht’s eher um andere Themen, zum Beispiel um den FC Bayern.“ Oder um die einjährige Tochter des SVH-Trainers, auf die nicht nur die Großeltern arg stolz sind, sondern auch Dominik Schmitt – der Patenonkel.

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Beierkuhnlein, Wellmann, Hintermaier, Mömkes, D. Schmitt, Regal, Steimel, Riglewski, Nappo, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Knorpelschaden im Knie: Bob-Anschieber Marc Rademacher fällt für die gesamte Saison aus
Knorpelschaden im Knie: Bob-Anschieber Marc Rademacher fällt für die gesamte Saison aus
Schromm fordert vom DFB mehr Geld für Einsatz von Talenten
Schromm fordert vom DFB mehr Geld für Einsatz von Talenten
Kreissportgericht verhandelt Skandalspiel
Kreissportgericht verhandelt Skandalspiel

Kommentare