Pullach bangt nur kurz in der Nachspielzeit

Dotzler und Dinkelbach stellen Weichen auf Sieg

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Titelverteidiger SVP führt weiterhin die Tabelle der Bayernliga an. F: Leifer

Der SV Pullach feiert insgesamt einen verdienter 2:1-Sieg in Traunstein. Einziges Manko ist die nicht optimale Chancenverwertung der Schmöller-Elf. 

Mit einem 2:1 (1:0)-Sieg beim Aufsteiger SB Chiemsee Traunstein, der nur in der Nachspielzeit kurz in Gefahr geriet, untermauerte Titelverteidiger SV Pullach die Tabellenführung in der Fußball-Bayernliga Süd. „Unterm Strich ist der Sieg verdient. Wir waren spielerisch besser, einziges Manko war die Chancenverwertung“, bilanzierte SVP-Manager Theo Liedl.

Die Raben, bei denen Daniel Leugner nach überstandener Gehirnerschütterung und einem Kurzeinsatz zuletzt beim 5:3 gegen Wolfratshausen sein Comeback in der Startelf gab, waren von Beginn an hellwach. Lohn für die dominante Anfangsphase war die frühe Führung durch einen Strafstoß, den Lukas Dotzler sicher verwandelte (8.). Andreas Roth war gefoult worden. Roth war es auch, der kurz nach dem 0:1 zwei Riesenmöglichkeiten hatte, den Vorsprung auszubauen: Einmal köpfte er knapp vorbei, einmal schoss er an die Latte. „Eigentlich hätten wir das zweite oder sogar das dritte Tor machen müssen“, trauerte diesen Chancen hinterher.

Die Traunsteiner hielten mit Kampf dagegen, doch allzu viele Sorgenfalten trieben sie Liedl im ersten Durchgang nicht auf die Stirn: „Aus dem Spiel heraus hatte der Gegner keine Chance, nur bei zwei Standards waren wir ein bisschen unsortiert.“ Eine dieser Situationen führte zu Traunsteins bester Gelegenheit überhaupt: Im Anschluss an eine Ecke zog Maximilian Probst ab, Marijan Krasnic im SVP-Gehäuse parierte aber gekonnt (15.).

„Das Ergebnis ist bisher gerechtfertigt, wir haben mehr Ballbesitz“, zeigte sich Liedl zur Halbzeit zufrieden, mahnte aber zugleich: „Die Traunsteiner sind sehr zweikampfstark, aggressiv und körperbetont.“

Wie körperbetont, bekam Max Zander zu spüren, der nach ein paar Kopftreffern kurz vor Ende des ersten Durchgangs seinen Platz für Yanis Marseiler frei machen musste (39.). Trotz dieses Ausfalle durfte sich Liedl bald nach dem Wechsel schon relativ entspannt zurücklehnen: Christoph Dinkelbach schob in der 52. Minute zum 0:2 ein. Marseiler, der Torwart Patrick Legat schon ausgetanzt hatte, erzielte fast das 0:3, doch Traunsteins Max Bauer rettete auf der Linie (76.). Und anders, als in manchen Partien der jüngeren Vergangenheit, bauten die Raben ihren Gegner diesmal nicht durch Nachlässigkeiten auf. Das galt zumindest bis zur 90. Minute, als Probst einen Freistoß in die Maschen jagte. „Das kann immer passieren, aber wir hätten schon 4:0 führen müssen, dann wäre Ruhe gewesen“, so Liedl nach dem Abpfiff. 

SB Chiemgau Traunstein – SV Pullach 1:2 SB Chiemgau Traunstein: Legat, Zeric, Köberich, Bauer, Daniel (86. Maurer), Frisch, Mayer, Eyrainer, Shabani, Schön, Probst - Trainer: ReilSV Pullach: Krasnic, Benede, Jobst, Hutterer, Zander (38. Marseiler), Roth, Dinkelbach, Leugner, Penic, Dotzler (86. Schuster), Nsimba - Trainer: SchmöllerSchiedsrichter: Kilger (Mauth) - Zuschauer: 620Tore: 0:1 Dotzler (9. Foulelfmeter), 0:2 Dinkelbach (52.), 1:2 Probst (90.)Gelb-Rot: Schön (90./SB Chiemgau Traunstein/wiederholtes Foulspiel)

Quelle: fussball-vorort.de

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