Drama pur: „Unglaublich bitter“

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Manni Schwabl.

Für die SpVgg Unterhaching geht es weiter abwärts. Im Kellerduell bei Borussia Dortmund II verlor das Team von Claus Schromm 0:1 und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz der 3. Liga ab. Es lief – wieder einmal – so ziemlich alles gegen die Hachinger.

Im Prinzip mag man es wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass eine 38 Spieltage lange Saison auf der Zielgeraden Fahrt aufnimmt. Bei der SpVgg wünscht man sich dagegen ein paar ruhige Momente herbei. Denn es herrscht beinahe im Tagesrhythmus Dramatik pur, so auch gestern im Stadion Rote Erde. Nach Trainerwechsel, Sturz auf einen Abstiegsplatz, Pokal-Dusel und Punktabzug nimmt Haching weiter Fahrt Richtung Regionalliga auf.

Das 0:1 in Dortmund war die fünfte Niederlage in Folge, für die Gastgeber ein Lebenszeichen nach zuletzt zehn Pleiten. Die Kontrahenten tauschten in der Abstiegszone die Plätze, auch wenn der Rückstand zum rettenden Ufer für die SpVgg bei drei Punkten blieb. In der letzten Viertelstunde der Partie gestern spielte sich das Drama ab, dessen Ausgang die Hachinger noch tiefer in den Schlamassel stürzte. Als Stürmer Pascal Köpke von BVB-Keeper Alomerovic im Strafraum gelegt wurde, gab es Rot für den Keeper und Elfmeter für Haching. Doch Köpke scheiterte mit dem Strafstoß am eingewechselten Ersatztorhüter Bonmann. Im Gegenzug erzielten die dezimierten Gastgeber das 1:0.

Für ein Aufbäumen war es da schon zu spät, erst recht, als Kapitän Mario Erb auch noch die Gelb-rot sah. Wieder eine Sperre im Abstiegskampf. Einmal mehr musste sich die SpVgg den Vorwurf gefallen lassen, mit den Chancen zu fahrlässig umgegangen zu sein. Denn längst hätten die Gäste führen können, als sich im Schlussakkord die Tragödie anbahnte. Köpke war schon in der ersten Halbzeit alleine auf Alomerovic zugestürmt, hatte aber den Führungstreffer verpasst. Kurz vor der Pause zielte Dominik Widemann nur knapp am Tor vorbei, in der 56. Minute verpassten Köpke und Widemann im Doppelpack das 0:1. Die Dortmunder hatten nur in ihrer starken ersten halben Stunde eine richtig gute Chance, Torhüter Felix Ruml parierte gegen Gorenc-Stankovic (11.).

Unterm Strich Szenen ohne Wert. „Unglaublich bitter“, zeigte sich Mittelfeldspieler Kenny Redondo tief enttäuscht. Trainer Claus Schromm: „Rückblickend betrachtet ist es natürlich extrem bitter und ärgerlich, wir hatten in der 80. Minute die Riesenchance, durch den Elfmeter in Führung zu gehen, und bekommen dann im direkten Gegenzug den Nackenschlag.“ Doch aufgeben gilt nicht: „Wir müssen unseren Weg weitergehen und uns in den nächsten Wochen belohnen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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