Mit drei Punkten zum Mexikaner

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Zittersieg: Christian Mühlberger (l.) und Marko Juric bearbeiten einen Dachauer Gegenspieler.

TSV Eching – Zitternde Zebras: Wie schon im Hinspiel brachte ein lange Zeit ungefährdeter Vorsprung nicht die nötige Sicherheit. Letztlich reicht es aber zum wichtigen 3:2 (2:0)-Heimsieg über den ASV Dachau.

Der TSV sah sich früh zum ersten Wechsel gezwungen. Mustafa Heß, anstelle des verletzten Alessandro Kestler in der Startelf, wurde bei einem Klärungsversuch am Kopf getroffen, blieb bewusstlos liegen und musste mit dem Sanka ins Krankenhaus transportiert werden. Diagnose: leichte Gehirnerschütterung. Seinen Platz im Tor nahm Altherrenkeeper Björn Bornemann ein und verbrachte eine relativ entspannte erste Halbzeit. Denn die Zebras kamen gut in die Zweikämpfe, ließen wenig zu und setzten ihrerseits erste Akzente. Die Belohnung ließ nicht lange aus sich warten. Eine schöne Kombination über die linke Seite vollendete Maximilian Preuhs, am langen Pfosten freistehend, zur 1:0-Führung (27.). Wenige Augenblicke später segelte ein Lupfer von Fabijan Hrgota nur knapp über das Tor. Dass Eching noch vor Pause erneut jubeln durfte, lag an einer bärenstarken Vorlage von Christian Mühlberger. Durch die Viererkette gelangte der Ball zu Zelimir Tosic, der alleine auf Dachaus Schlussmann Marco Weimer zusteuerte und zum 2:0 vollendete (38.). „Zu dem Zeitpunkt war die Führung auch absolut verdient“, unterstrich TSV-Trainer Alfred Ostertag.

In der Kabine warnte der Coach eindringlich, Standards durch unnötige Fouls zu vermeiden, gelten ruhende Bälle doch als Spezialität des Aufsteigers. Als dann Florian Bittner nach einem Pressschlag beherzt nachsetzte und per feiner Einzelleistung gar auf 3:0 erhöhte (54.), schien aus Echinger Sicht alles perfekt nach Plan zu verlaufen.

„Aber schon im Hinspiel haben wir zu spüren bekommen, dass Dachau nie aufgibt“, erinnerte sich Ostertag, und womöglich schwante ihm in der 62. Minute bereits Böses. Alexander Sauer verursachte einen Freistoß, aus dem das 3:1 resultierte. Ein Kopfball des gerade eingewechselten Matthias Koston fand den Weg ins Netz. Unverständlicherweise verlor der TSV anschließend komplett den Zugriff auf die Partie. „Wir waren zu sehr mit uns selbst beschäftigt“, analysierte Ostertag. „Wenn man glaubt, zwei oder drei Schritte weniger machen zu können, dann reicht das nicht“. Die Verunsicherung steigerte sich noch, als Bornemann eine Flanke unterlief und wiederum Koston zur Stelle war und zum 3:2-Anschluss traf (73.). Pech für Dachau, denn gleich danach verhinderte nur die Latte den durchaus möglichen Ausgleich. Ostertag reagierte, brachte Pascal Preller und Eren Bircan für Hrgota und den angeschlagenen Sauer. Die erhoffte Entlastung blieb aus, obwohl der ASV die Deckung entblößte und auf das 3:3 drängte. Ein paar schöne Kontersituationen kamen über Ansätze nicht hinaus, zu überhastet agierten die Echinger in der Phase. Aber immerhin kehrte in der Defensive die vermisste Stabilität zurück.

Mit dem Schlusspfiff des sehr guten Schiedsrichters Patrick Krettek atmete ein Großteil der 125 Zuschauer erleichtert auf. Sechs Punkte Vorsprung auf die Relegationsränge bei vier zu spielenden Begegnungen sind zwar keine Lebensversicherung, aber ein stattliches Polster allemal. Bestens gelaunt verabschiedeten sich die Akteure zum Mannschaftsabend beim Mexikaner.

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Quelle: fussball-vorort.de

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