DFB verschiebt Partie um 24 Stunden

Wegen Querdenker-Demos: Spiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München findet erst Sonntag statt

Am Sonntag treffen Dynamo Dresden und Türkgücü München im Rudolf-Harbig-Stadion aufeinander. Wegen mehrerer Querdenker-Demos ist das ursprünglich für Samstag angesetzte Spiel nun verschoben worden.
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Am Sonntag treffen Dynamo Dresden und Türkgücü München im Rudolf-Harbig-Stadion aufeinander. Wegen mehrerer Querdenker-Demos ist das ursprünglich für Samstag angesetzte Spiel nun verschoben worden.

Das Spiel von Türkgücü München gegen Dynamo Dresden ist aufgrund von Querdenker-Demos von Samstag auf Sonntag verlegt worden. Damit verschiebt sich auch eine potenzielle Aufstiegsfeier der SGD.

München - Das ursprünglich für Samstag, 15. Mai, um 14 Uhr angesetzte Heimspiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München des 37. Spieltags der 3. Liga ist kurzfristig wegen mehrerer geplanter Corona-Demos verschoben worden. Diese Entscheidung des DFB verkündete die SGD am heutigen Mittwoch. „Hintergrund der Entscheidung sind die bestehende Veranstaltungslage in Dresden und die damit einhergehenden Einsatzmaßnahmen der Sicherheitskräfte vor Ort“, so der Verein. Die Partie findet nun am Sonntag, 16. Mai, um 14 Uhr statt. Auch die Münchner bestätigten die Verlegung in einer Pressemitteilung auf ihrer Homepage.

Bereits gestern hatte die örtliche Polizei Bedenken bezüglich der Sicherheit und der erhöhten Infektionsgefahr geäußert. Sollte Dresden das Spiel gewinnen, wäre der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Fans könnten daher in den sozialen Netzwerken dazu aufrufen, ihre Mannschaft mit Abstand und Masken vor dem Rudolf-Harbig-Stadion zu unterstützen. Die Polizei rechnet mit mehreren tausend Anhängern.

Da die Einsatzkräfte gleichzeitig auch das Demonstrationsverbot aufgrund angekündigter Querdenker-Demos durchsetzen müssen, wäre die Lage nur schwer kontrollierbar. Zwar wurden bereits drei der angemeldeten Veranstaltungen mit jeweils 1000 Teilnehmern „zum Schutz vor Infektionsgefahren“ abgesagt. In der Vergangenheit ist es trotzdem immer wieder zu Versammlungen gekommen.

Das Duell zwischen Dresden und Türkgücü ist zudem das Wiedersehen von SGD-Trainer Alexander Schmidt mit seinem Ex-Verein aus München. Dort war er Anfang Februar nach fünf sieglosen Spielen entlassen worden. Nun könnte Schmidt mit einem Sieg über seinen ehemaligen Arbeitgeber den Dresdner Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen. Das Hinspiel gewann Türkgücü im Münchner Olympiastadion mit 1:0.

von Benedikt Strobach

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