Das Duell der Geschundenen

Teambuilding-Maßnahme: Gemeinsam statteten die BCF-Fußballer um den Sportlichen Leiter Klaus Brand (li.), Trainer Reiner Leitl (6. v. li.) und Abteilungsleiter Dr. Manfred Fleischer (re., stehend) dem McDonalds-Restaurant in Wolfratshausen einen Besuch ab, um die bei der Sportlergala gewonnenen Gutscheine einzulösen. Restaurant-Leiter Daniel Albici (re., unten) freute sich über die Gäste. foto: hans lippert

Wolfratshausen - Zum Abschluss der Herbstrunde gastiert der BCF Wolfratshausen am heutigen Samstag beim TSV 1865 Dachau (14 Uhr). Der Aufsteiger hat sich namhaft verstärkt, wurde hoch gehandelt, ist inzwischen aber tief in den Tabellenkeller gefallen.

Wolfratshausen - Ein letztes Mal in kurzen Hosen, zwei Wochen später noch einmal schick angezogen zur Weihnachtsfeier - dann haben es die Kicker des BCF geschafft. Dann gibt es zwei volle Monate ohne Fußball - kein Training, kein Farchet, kein Spiel. Das ist es, wonach sich die Farcheter seit Wochen sehnen: eine lange Pause. „Die Köpfe sind leer, dass macht die Füße nicht leichter“, gibt Reiner Leitl vor dem finalen Pflichtspiel des Jahres Aufschluss über die Verfassung seiner Belegschaft. Das Montagstraining hatte der BCF-Trainer gleich ganz gestrichen, in den beiden übrigen Übungseinheiten wurde nur locker gekickt. „Was sollen wir sonst machen“, fragt Leitl rhetorisch. Seine Mannschaft versuche ja alles. Einschränkung: „mit allen Mitteln, die wir derzeit zur Verfügung haben.“

Die freilich sind überschaubar. Leitl spricht von „lapidarer Zweikampfführung“ oder Konzentrationsmängeln bei Standards. Er kündigt aber auch an, dass es auf diesem physischen Level nach der Winterpause nicht weitergehen werde. In diesem Bereich sieht der 54-Jährige Steigerungsbedarf: „Mit Halbgas geht es in der Bayernliga auch mit 31 Punkten nicht.“ Noch liegt die bisherige Ausbeute im akzeptablen Bereich. Doch schon jetzt hat der Ballclub einmal mehr verloren als gewonnen. Leitl reuen die Versäumnisse der vergangenen Wochen. Mit mehr Konsequenz hätte man sich „noch mehr hinten raushauen“ können. So aber rückt der Tabellenkeller immer näher.

Dort sitzt auch der TSV Dachau fest, fristet mit 20 Zählern ein Schattendasein. Einzig das schwache Auftreten der SpVgg Unterhaching II hat dem TSV bislang die rote Laterne erspart. Ein Zustand, der Rätsel aufgibt. Hat der Neuling doch seinen Kader mit guten Leuten wie Torjäger Christian Doll (vormals BC Aichach, FC Ingolstadt II und FC Bayern II) aufgerüstet. Anfangs lief es für den Aufsteiger auch sehr ordentlich. Jetzt aber sind die 65er seit vielen Wochen ohne Dreier und damit ähnlich oder gar noch stärker angeschlagen als die Flößerstädter. Es wird also ein Duell der Geschundenen. Freunde von fußballerischen Leckerbissen dürften da vermutlich zu Hause bleiben.

Tritt der BCF die Heimreise letztlich mit einem Punkt im Gepäck an, wird Leitl einen Haken unter diese Halbserie setzen. Wichtig sei, mit einem „positiven Ergebnis“ in die Winterpause zu kommen. Dummerweise ohne Basti Pummer (Urlaub) und Marco Höferth. Leitl gönnt seinem Antreiber Schonung bis zum kommenden März. „Marcos Einsatz letzte Woche kam zu früh“, erläutert der Trainer. Weil es bei Dominik Putzke ebenfalls noch nicht reicht, stellt sich BCF-Mannschaft einmal mehr von alleine auf. Leitl schwankt nur noch zwischen Patrick Motzkau und Christian Duswald, was die Besetzung der rechten Defensivposition angeht.(or)

Quelle: fussball-vorort.de

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