Das Duhnke-Duell im Abstiegskracher

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Manuel Duhnke trifft mit dem SV Heimstetten auf seinen Bruder Marius, der bei Wacker Burghausen spielt.

SV Heimstetten - Jetzt gilt’s für den SV Heimstetten: Nach der erwarteten Niederlage gegen Würzburg empfängt der Regionalligist am Samstag den SV Wacker Burghausen. Der Abstiegskracher ist zugleich das Duell zweier Brüder.

Gefühlt ist Weihnachten erst zwei Wochen her. Glühwein und Plätzchen, Geschenkestress und Familienzwist – daran mag derzeit noch niemand denken. Außer Manuel Duhnke. Denn wenn der Fußballer am Samstag mit dem SV Heimstetten um 14 Uhr den SV Wacker Burghausen empfängt, könnte der Ausgang dieses Regionalligaspiels bereits entscheidend für die Stimmungslage beim kommenden Weihnachtsfest im Hause Duhnke sein.

Dazu muss man wissen: Bei Burghausen spielt Marius Duhnke, der jüngere Bruder des Neu-Heimstettners. „Und wer im direkten Duell verliert, der muss sich an Weihnachten einiges anhören“, mutmaßt Manuel Duhnke. „Das ist eigentlich immer ein Thema.“

Wobei die Familie auch abseits des direkten Duells reichlich Gesprächsstoff haben dürfte. Schließlich haben beide Brüder im Winter den Verein gewechselt – wobei die Motivation dahinter unterschiedlicher kaum sein könnte. Während Manuel Duhnke mit seinem Abschied von den Würzburger Kickers in Richtung Heimstetten zugleich den Traum vom Profi-Fußball an den Nagel gehängt hat, will sein jüngerer Bruder ebendies noch schaffen. Deshalb ist der 21-Jährige im Januar von der SpVgg Unterhaching, wo er kaum mehr zum Zug gekommen ist, an Wacker Burghausen ausgeliehen worden. Dort soll Marius Duhnke Spielpraxis sammeln und sich für höhere Aufgaben empfehlen.

Der sechs Jahre ältere Manuel Duhnke hingegen hat in Heimstetten angeheuert, weil er sich künftig verstärkt auf sein BWL-Studium in München konzentrieren will. Für den früheren Sechziger und Kapitän des FC Bayern?II wiegt die berufliche Perspektive inzwischen schwerer als die Verlockung, mit den Würzburger Kickers in die 3. Liga aufzusteigen: „Klar hätte das Spaß gemacht, aber die Arbeit hat bei mir mittlerweile Priorität.“

Ebenso unterschiedlich wie die Ziele der beiden Duhnkes sind auch ihre Premieren gewesen. Während der Ältere mit dem SVH erwartungsgemäß mit 1:4 beim Ligaprimus Würzburg verlor, konnte der Jüngere bei seinem Debüt für Burghausen ein eminent wichtiges 1:0 in Schweinfurt holen. Dadurch haben sich die Wacker-Kicker etwas Luft im Abstiegskampf verschafft; aktuell liegt der Klub drei Punkte vor Heimstetten, das auf einem Relegationsplatz rangiert.

Dessen ungeachtet glaubt SVH-Trainer Vitomir Moskovic nicht, dass Burghausen in Abstiegsnöte geraten wird. „Das ist eine richtig gute Mannschaft, die sich im Winter noch mal verstärkt hat.“ Dennoch gibt sich der Coach zuversichtlich, dass seine Elf am Samstag die ersten Punkte holen wird. Hoffnung macht Moskovic zum einen der „sehr ordentliche“ Auftritt in Würzburg. Zum anderen hat sich die Personallage entspannt. Lediglich der verletzte Daniel Steimel sowie der rotgesperrte Sebastian Paul fallen noch aus; ansonsten sind alle Spieler fit. „Der Konkurrenzkampf ist da“, verkündet Moskovic, der sich bei der Frage nach der taktischen Ausrichtung gewohnt bedeckt hält. Nur so viel: „Wir werden sicher mehr offensive Akzente setzen als in Würzburg.“

Dafür verantwortlich sein soll in erster Linie auch Manuel Duhnke, der sich an das letzte Bruder-Duell vor rund zwei Jahren nur äußerst ungern erinnert. Damals kassierte er mit Würzburg eine 1:6-Abreibung gegen den FC Bayern München II. Dreifacher Torschütze für den FCB: ein 19-Jähriger namens Marius Duhnke. Nun will der ältere Bruder ein Déjà-vu unbedingt vermeiden – allein des Weihnachtsfriedens willen.

Aufstellung: Krasnic, Ehret, De La Motte, Kubina, Toy, C. Schmitt, D. Schmitt, Seferings, Duhnke, Majdancevic, Neumeyer.

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Quelle: fussball-vorort.de

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