Fußball - Bezirksliga

Eching-Coach Gerhard Lösch: „Ich bin mir sicher, dass die Runde gelöscht wird“

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Echings Trainer Gerhard Lösch versteht die Maßnahmen aufgrund der rasanten Verbreitung des Virus.

Der Bayerische Fußball-Verband hat den Spielbetrieb bis 23. März komplett ausgesetzt. Das sagen die Trainer der SpVgg Kammerberg und des TSV Eching.

Landkreis – Kammerbergs Coach Matthias Koston saß in der Arbeit, als der Bayerische Fußball-Verband (BFV) bekanntgab, dass der Spielbetrieb bis 23. März komplett ausgesetzt wird. Eine Lösung hatte Koston auf die Schnelle nicht parat: „Ich muss überlegen.“

Seit Anfang Februar hatten sich die SpVgg Kammerberg, der TSV Eching und der SVA Palzing auf den Bezirksliga-Wiederauftakt vorbereitet – doch der fällt nun aus. „Es ist eine schwierige Situation. Bleibt es bei den zwei Wochen? Geht es mit Englischen Wochen weiter? Wir wissen es nicht“, sagt Koston.

Diese Probleme bringt die Corona-Pause mit sich

Für die Fußball-Trainer bringt die Corona-Lage viele Probleme mit sich. „Wenn wir länger als zwei Wochen pausieren, brauchen wir eigentlich noch einmal eine Vorbereitung. Wir können uns zwar mit Läufen fit halten, bei einer längeren Pause würde das allerdings nicht ausreichen. Man kann nicht von Null auf 100 starten“, erklärt der SpVgg-Coach. Und weiter: „Doch das wäre zeitlich nicht möglich – man müsste ja ohnehin schon vier, fünf Englische Wochen spielen, um die Saison durchzubringen.“

„Die Entscheidung, die Saison zu unterbrechen, war logisch. Vielleicht kam sie sogar zu spät“, sagt Matthias Koston, Trainer der SpVgg Kammerberg.

Gerhard Lösch und Dennis Magro, die Trainer des Tabellenführers TSV Eching, waren mit ihrer Mannschaft vor eineinhalb Wochen noch im Trainingslager in Naturns. Die kleine Gemeinde in Südtirol, nahe Meran, wurde einen Tag nach der Ankunft der Zebras als Corona-Risikogebiet eingestuft. Nachdem die Echinger vorzeitig abgereist waren, mussten sie sich testen lassen. „Die Tests waren negativ, trotzdem startete für uns eine 14-tägige Quarantäne“, berichtet Lösch. „Der Verein bat uns darum, das Trainingsgelände nicht mehr zu betreten. Die Alternative wären Läufe gewesen, doch auch das sollten wir lassen“, so der TSV-Trainer weiter.

Ist die Tabellenführung des TSV Eching nun wertlos?

Lösch versteht die Maßnahmen aufgrund der rasanten Verbreitung des Virus. Der 31-Jährige und sein Kollege Magro wollten sich im Sommer mit dem Aufstieg aus Eching verabschieden. Nun denkt Lösch, dass die Tabellenführung seiner Mannschaft nach 20 von 30 Spieltagen wertlos gewesen sein wird. „Ich glaube nicht, dass in dieser Saison noch einmal gespielt wird. Ich bin mir sicher, dass die Runde gelöscht wird“, sagt der TSV-Coach.

Während die Echinger im Falle eines Abbruchs nicht aufsteigen würden, könnte der SVA Palzing davon profitieren. Der Aufsteiger überwinterte auf einem direkten Abstiegsplatz. Um auf dem sportlichen Weg die Klasse zu halten, bereiteten sich die Palzinger in den vergangenen Tagen intensiv in Kroatien auf das letzte Saisondrittel vor. Trainer Sepp Summerer und seine Kollegen erreichte die Nachricht über die Entscheidung des BFV, die Saison zu unterbrechen, also aus der Ferne.

Dass diese Pause alternativlos ist, unterstreicht Kammerbergs Coach Koston: „Bei einer Sportart wie dem Fußball gibt es Berührungen. Die Entscheidung, die Saison zu unterbrechen, war logisch. Vielleicht kam sie sogar zu spät.“

Lesen Sie auch: Echinger Fußballer in Quarantäne – Neuer Trainer für die kommende Saison ist fix

Quelle: Merkur.de

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