Kabinenansprache wirkt Wunder

Eching dreht Partie in der Schlussphase

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Obenauf waren Mustafa Kantar (M.) und sein TSV Eching am Ende auch mit dem Ergebnis: Die Zebras gewannen 3:2 gegen den TuS Holzkirchen.

TSV Eching - Die Zebras feierten ihren vierten Saisonerfolg dank einer Leistungssteigerung nach der Pause. Die „Joker“ Fabijan Hrgota und Philipp Schuler trumpften beim späten 3:2-Siegtreffer auf.

Die erste Chance der Partie gehörte den Gästen. Nach einem Ballverlust der Echinger schaltete der TuS Holzkirchen blitzschnell um. Sean Erten setzte sich im Laufduell gegen Kevin Stoiber durch, konnte aber in höchster Not vom aufmerksamen David Tomasevic gestoppt werden.

Die Hausherren offenbarten Schwierigkeiten im Spielaufbau und leisteten sich zahlreiche Ballverluste. Das wäre in der elften Minute um ein Haar schief gegangen: Tolgahan Kilic verlor das Leder auf der linken Seite gegen Florian Voit, dessen Querpass wiederum Erten ungenutzt ließ.

Die Gäste blieben am Drücker. Erten drang in den Strafraum ein und soll von Kapitän Mustafa Kantar elfmeterreif gefoult worden sein. Möglicherweise wertete Schiedsrichterin Alessa Plass auch das erste Einsteigen von Tomasevic Sekunden zuvor. Benedict Gulielmo war es wurscht – 0:1 (23.).

Stadionsprecher Hans Wieser lehnte sich in seiner folgenden Ansage sehr weit aus dem Fenster und bezeichnete die Aktion über die Lautsprecher als „unberechtigten Elfmeter“. Unglücklich, denn ein Stadionsprecher sollte sich Bewertungen von Spielszenen sparen. Die Verwunderung im weiten Rund des Willi-Widhopf-Stadions über die unprofessionelle Moderation Wiesers war kaum erloschen, da zeigte Plass erneut auf den Punkt. Marc Gundel steckte auf Marko Juric durch, der im Duell mit Lars Doppler zu Fall kam. Diese Gelegenheit ließ sich Michael Ott nicht nehmen und schickte Torwart Benedikt Zeisel in die falsche Ecke zum Ausgleich (26.).

Der TSV rettete das Remis in die Halbzeitpause, und die Kabinenrede von Trainer Fredi Ostertag wirkte Wunder, denn nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TSV deutlich zielstrebiger und löste die Handbremse im Spiel nach vorne. Der Lohn folgte umgehend: Marco Doms presste unermüdlich gegen Gulielmo und zwang den Elfmeterschützen zum Ballverlust am eigenen Strafraum. Bei der folgenden Flanke von Doms schraubte sich Gundel hoch und köpfte gegen die Laufrichtung von Zeisel zum 2:1 in die Maschen (49.).

120 Sekunden später bot sich Gundel gar die Chance zum 3:1. Erneut von Doms in Szene gesetzt, blieb Zeisel diesmal Sieger und klärte zur Ecke. Kurz darauf unterlief Kantar einen langen Abschlag von Zeisel, so dass Erten alleine auf Franz Hornof im Zebra-Gehäuse zusteuerte, doch um Zentimeter am langen Pfosten vorbeizielte (56.). Hornof klärte anschließend einen Schuss an die Latte (63.) – zweimal Glück für die Gastgeber.

Aus dem Spiel heraus gelang dem TSV wenig, einzig Kantar per Freistoß (69.) und ein Versuch des eingewechselten Ludwig Stegmeier aus 16 Metern sorgten für Gefahr. Holzkirchen fiel in der Phase auch nicht viel ein, doch als der TSV bei einem Eckball komplett im Zuschauermodus verweilte, traf Alexander Pilik zum 2:2 (84.).

Die Ostertag-Elf präsentierte sich von diesem Nackenschlag komplett unbeeindruckt und antwortete prompt. Florian Bittner tankte sich über rechts durch und bediente „Oldie“ Hrgota. Der Goalgetter schirmte den Ball prima ab und legte uneigennützig für den freistehenden Schuler auf – 3:2 (85.). Natürlich mobilisierte der TuS nochmal alles. Der quirlige Erten kam ein letztes Mal zum Abschluss, von Hornof prächtig pariert (90.+2).

Schiedsrichterin Plass beendete kurz darauf das im zweiten Durchgang unterhaltsame und zum Schluss fast dramatische Match. Der Echinger Sieg mag etwas schmeichelhaft sein, die drei Punkte sind aber nicht minder wertvoll vor dem Derby beim VfB Hallbergmoos.

Quelle: fussball-vorort.de

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