Punkteteilung nach lauem Sommerkick

Eching und Freising trennen sich 1:1-Unentschieden

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Das Derby bot wenig Erbauliches: Unser Bild zeigt (von links) die Freisinger Thomas Greckl und Ilker Yildiz mit dem Echinger Florian Bittner.

TSV Eching – Vor der enttäuschenden Kulisse von gerade mal 200 Zuschauern gedachte der TSV dem Tod seines ehemaligen Torjägers und Trainers Christian „Crico“ Radlmaier mit einer Schweigeminute. Dann gab Schiedsrichter Andreas Weichert die Partie frei.

Wer ein rassiges Derby erwartet hatte, wurde durch die Bank weg enttäuscht. Vielmehr entwickelte sich ein lauer Sommerkick, dem es lange Zeit an Torchancen mangelte. Der optisch zunächst überlegene SE Freising wusste mit den anfänglichen Vorteilen wenig anzufangen, rannte obendrein ständig ins Abseits. Die Gastgeber stellten spätestens 25 Meter vor dem Gästetor ihre Angriffsbemühungen komplett ein.

Aus dem berühmten Nichts klingelte es nach 16 Minuten dennoch im Zebragehäuse. Ilker Yildiz zog aus knapp 30 Metern einfach mal ab – und der Ball senkte sich „Marke Sonntagsschuss“ rechts oben in den Torwinkel. „Vorher wurde Marc Gundel im Mittelfeld klar gefoult. Und Torwart Franz Hornof stand zu weit vor seinem Tor“, ärgerte sich TSV-Abteilungsleiter Michael Widhopf. Auch die mitgereisten SEF-Schlachtenbummler diskutierten den Treffer ausgiebig. Letztlich brachte es Einer auf den Punkt: „Da hätte nicht mal eine Zeitung zwischen Ball und Pfosten gepasst“.

Die Führung nützte den Gästen aus der Domstadt gar nichts, denn weitere Aktionen in Richtung Hornof, der zur Pause verletzt raus musste, blieben Stückwerk. Für Eching hingegen entpuppte sich das Gegentor als Startsignal, fortan am Spiel aktiver teilzunehmen. Bei einem ersten Versuch von David Tomasevic ging Dominik Schlerf im SEF-Kasten auf Nummer sicher und klärte zu Ecke. Es folgten einige Standards für den TSV, insbesondere aus manch zweifelhaftem Freistoß. „Der gefährlichste Mann des Gegners ist der Schiedsrichter“, so lautete die Wertung der Freisinger Fans. Falsch – denn da hatten sie wohl Fabijan Hrgota vergessen. Der Goalgetter probierte es mit einem Freistoß aus 25 Metern. Schlerf rutschte bei seinem Rettungsversuch unglücklich weg und blieb dadurch dann ohne Abwehrchance – 1:1 (37.). Sieben Minuten später drohte dem jungen Keeper erneut Ungemach, als er einen harmlosen Rückpass nicht kontrollieren konnte. Der Ball rollte bedrohlich in Richtung 2:1, doch Schlerf erwischte das Spielgerät Zentimeter vor der Linie.

Der zweite Durchgang war keine drei Minuten alt, da durfte Schlerf sein Können unter Beweis stellen. Phillip Schuler legte für Florian Bittner auf, dessen Schuss der SEF-Schlussmann großartig parierte. „Wie und womit ich den gehalten habe, weiß ich auch nicht“, staunte Schlerf über die Rettungstat.

Genau eine Stunde Spielzeit zeigte die Stoppuhr an, als der SEF mal wieder einen Ball in der Vorwärtsbewegung leichtfertig verlor. Die Zebras schalteten blitzschnell um. Gundel bediente Bittner, aber der Ball landete statt im lediglich auf dem Netz. Die Echinger Abschlussschwäche zeigte sich elf Minuten später erneut. Ein Hrgota-Freistoß wurde gleich zweimal abgeblockt, bevor Schuler freistehend die Flanke zu hoch ansetzte.

Die Offensivbemühungen des SEF reduzierten sich auf exakt eine Möglichkeit. Yildiz dribbelte sich durch den TSV-Strafraum, zielte aus spitzem Winkel aber zu ungenau. Bezeichnend für das niveauarme Derby dann die 82. Minute. Freising konterte in Überzahl, doch anstelle einen sauberen Pass mit der Innenseite zu spielen, „zauberte“ Alpay Özgül den Ball mit dem Außenrist in Richtung Tribüne – Endstand leistungsgerecht 1:1.

Quelle: fussball-vorort.de

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