Deutliche Pleite in Geretsried

Eching kommt unter die Räder

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Der Einzige in Normalform: Alessandro Kestler hielt den TSV Eching lange im Spiel.

TSV Eching – Es bleibt dabei, dass der TSV Eching die Mannschaft der zwei Gesichter in der Landesliga ist. Am Samstag beim TuS Geretsried setzte es eine 0:4 (0:1)-Niederlage, bei der die Zebras wieder einmal meilenweit von Landesliga-Niveau entfernt waren.

Nach dem unerwarteten 0:0 gegen Landshut war die Marschroute von Trainer Willi Kalichman klar: Er stellte nur geringfügig um und blieb bei der 90 Minuten lang bewährten Taktik, mit der Formation 5-4-1 Beton anzurühren. Allerdings stand eine Defensive auf dem Platz, die Geretsried nach Belieben ausspielen konnte.

Die heimstarken Gastgeber, die vor Eching 24 von 31 Punkten auf eigenem Platz holten, legten auch gleich los wie die Feuerwehr. Hätte es nach zehn Minuten 2:0 gestanden, kein Echinger hätte sich beschweren können. Die Hausherren erspielten sich eine Chance nach der anderen und mussten sich nur vorwerfen lassen, den TSV lange im Spiel gehalten zu haben. Bei Eching war Torwart Ali Kestler mit einigen Großtaten der Retter, was zur Pause noch alle Optionen auf einen Punkterfolg des Abstiegskandidaten offen ließ. Genau genommen schrie die Chancenverwertung von Geretsried nach einem strafenden Punktverlust. 120 Sekunden nach dem 1:0 in der 24. Minute setzte man auch noch einen Foulelfmeter an den Pfosten. Da war der diesmal völlig überforderte Fared Adhil Maliq mit der Auswechslung bereits erlöst.

Der TSV bot sich diesmal so demütig als Punktelieferant an, dass nach der Halbzeit die überfälligen Tore fielen. Symptomatisch für den Auftritt war der dritte Geretsrieder Treffer. Ali Kestler parierte einen Schuss aus kürzester Distanz mit einer Riesenparade, aber von seinen Vorderleuten war niemand für den Abpraller zur Stelle. Ganz allein gelassen kann kein Torwart der Welt für seine Mannschaft Spiele gewinnen.

Trainer Willi Kalichman war schockiert ob dieses völlig unerwarteten Rückfalls. Es war nach dem starken Landshut-Auftritt alles wieder wie bei dem ebenso katastrophalen Match in Freilassing. Kalichman war ein gutes Stück weit ratlos: „In einem Spiel haben wir Landesliga-Niveau und im nächsten reicht die Leistung dann nicht einmal für die Bezirksliga.“ Mit Ausfällen oder auch dem aus der Not geborenen Startelf-Comeback des noch nicht fitten Co-Trainers Florian Bittner war dieser Auftritt nicht zu entschuldigen.

So bleibt nach einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen als gute Nachricht der Blick auf die Tabelle. Dort ist der erste Nichtabstiegsplatz mit vier Punkten Rückstand noch immer in Reichweite. Vor dem Heimspiel-Doppelpack gegen Karlsfeld und Traunstein fehlen nur die sportlichen Argumente, wie die Echinger sich das nervenaufreibende Nachsitzen nach der Landesliga-Punktrunde ersparen wollen. 

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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