Eching nach temperamentvollem Spiel nur mit Remis

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Intensive Partie: Eching (gestreiftes Trikot) und Türkgücü trennten sich 3:3, nachdem die Hausherren schon 3:1 geführt hatten.

TSV Eching - Blitz, Donner und sechs Volltreffer: Der TSV Eching und Türkgücü-Ataspor trennen sich torreich und temperamentvoll mit 3:3 (2:1) vor 150 Zuschauern.

Nach anfänglicher Zurückhaltung übernahmen die Gäste das Kommando und erarbeiteten sich erste Torabschlüsse. Bei den Versuchen von Ali Basanci und Fahrettin Izci zeigte sich Torwart Mustafa Heß auf dem Posten (10./16.). Der TSV hingegen suchte zunächst nach Stabilität, wollte einen frühen Rückstand wie zuletzt in Erlbach und Deisenhofen unbedingt vermeiden. Aus dem Spiel heraus gelang nach vorne zunächst nicht viel. Fast folgerichtig sorgte ein Standard erstmals für Gefahr: Gäste-Schlussmann Muhammet Balci sicherte einen Freistoß von Christian Mühlberger erst im Nachfassen (18.). Acht Minuten später zielte Mühlberger genauer, vollendete eine Kombination über Mustafa Kantar und Pascal Preller zum 1:0. Die Freude über die Führung währte allerdings nur wenige Sekunden. Izci setzte sich auf der linken Seite in Szene und verwandelte einen Flachschuss unhaltbar zum Ausgleich (28.). Kurz darauf ließ Heß einen Flankenball aus den nassen Handschuhen gleiten, konnte die Kugel im Nachsetzen erst außerhalb des Strafraums kontrollieren. Der fällige Freistoß von Yakub Dora segelte nur um Zentimeter am Zebra-Gehäuse vorbei. Noch vor der Pause schlugen die Echinger abermals zu. Ein Mühlberger-Pass fand die Lücke in der Gäste-Abwehr. Zelimir Tosic, nicht im Abseits, startete durch und bezwang Balci zum umjubelten 2:1 (39.).

Co-Trainer Willi Kalichman lobte die Mannschaft für den Auftritt in Durchgang eins. Denn tatsächlich überzeugte der TSV mit erstaunlicher Effektivität, nutzte beide Torchancen eiskalt aus und ließ hinten relativ wenig zu. Daran änderte sich auch nach Wiederanpfiff vorerst nichts. Auf Seiten der Gäste brachte der eingewechselte Taner Yürükgeldi frischen Wind in die Offensivaktionen, erwies sich als ständiger Unruheherd. Die Gangart wurde härter; Schiedsrichter Michael Ost hatte manch’ knifflige Entscheidung zu fällen. Zum nahezu perfekten Zeitpunkt, mitten in die aufkommende Hektik hinein, erhöhten die Zebras mit dem schönsten Angriff der Partie auf 3:1. Ein langer Diagonalball erreichte Preller auf der linken Seite, dessen präzise Flanke mustergültig von Mühlberger eingeköpft wurde (63.). Die Vorentscheidung? Keinefalls!

Der SV Türkgücü-Ataspor gab nicht auf, erzwang insbesondere durch Yürükgeldi immer wieder Standards in aussichtsreichen Positionen. In der 67. Minute rauschte ein abgefälschter Freistoß nur um Zentimeter am TSV-Tor vorbei, bevor keine 120 Sekunden später Besanci auf 3:2 verkürzte. Natürlich setzten die Gäste nun alles auf eine Karte, während es der jungen, unerfahrenen Echinger Elf nicht gelang, die mittlerweile hitzige Partie zu beruhigen. Der einzige Konter, über Kapitän Kantar, Preller und Mühlberger hervorragend inszeniert, endete in einer Abseitsstellung des eingewechselten Alexander Ott. Auf der anderen Seite fehlte den Schüssen von Izci und Besanci die Genauigkeit. Der Ausgleich lag nicht nur in der Luft, er fiel auch. Eine Freistoßflanke von Dora stellte Heß vor erstaunliche Probleme. Ferdi Bolat staubte dankend aus vier Metern zum 3:3 ab (84.). Letztlich ein leistungsgerechtes Unentschieden, das sich für den TSV nach dem 3:1-Zwischenstand wie eine Niederlage anfühlte.

Quelle: fussball-vorort.de

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