TSV Eching: Nachwuchskräfte in der Warteschleife

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Vorbild für alle Nachwuchsspieler der zweiten Reihe: Marco Doms (r.) klopft nach beharrlicher Trainingsleistung an die Tür der Landesliga-Elf.

TSV Eching – TSV-Stürmer Fabijan Hrgota wusste unmittelbar nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen den SV Türkgücü-Ataspor (1:0), wem die Zebras die drei Punkte hauptsächlich zu verdanken hatten.

„Torwart Franz Hornof verdient ein Riesenlob“ gab Hrgota zu Protokoll, „aber auch die Abwehr stand wieder besser.“ Der TSV blieb im vierten Spiel der noch jungen Landesligasaison immerhin zum zweiten Mal ohne Gegentreffer – bemerkenswert vor allem, weil die Null hinten in der Vorsaison letztmalig Anfang November beim 2:0-Heimerfolg über den FC Deisenhofen stand. Neben Hornof gebührt aber auch den weiteren vom VfB Hallbergmoos gewechselten Akteuren ein großer Anteil daran, wie Trainer Fredi Ostertag findet. „Alle vier haben ihre Sache gut gemacht“, verteilte der Coach ein Extra-Lob an Phillip Schuler, Tim Gebhard, Marc Gundel und eben Keeper Hornof.

Vielleicht handelt es sich zusätzlich um einen taktisch geschickten Schachzug des Trainers, denn im Umfeld scheinen nicht alle beim TSV mit der Verpflichtung von doch wieder zahlreichen Neuzugängen einverstanden zu sein. Speziell einige Väter der ehemaligen A-Jugendlichen aus der Spielzeit 2013/14 und manch „alteingesessener Echinger“ sähen lieber die Eigengewächse in der Landesliga-Startelf. Wie vielerorts auch, bietet die Personalpolitik Diskussionsstoff an Stammtischen und Spielfeldrand. Zu bedenken gilt jedoch, dass der Zebra-Reserve erst „im Nachsitzen“ über zwei Relegationsspiele der Kreisklassenerhalt gelang. Da könnte der direkte Sprung in die Landesliga-Startelf momentan (noch) mehr als eine Nummer zu groß ausfallen. Wie sich ein Saisonstart mit jungen, unerfahrenen Akteuren gestalten kann, bekam der TSV im letzten Sommer schmerzhaft zu spüren. 15 Gegentore und nur ein magerer Zähler lautete die bescheidene Ausbeute der ersten fünf Punktspiele. Selbst beim später abgeschlagenen Schlusslicht FC Ergolding unterlag Eching in dieser Phase.

Doch die Nachwuchskräfte dürfen sich allmählich Hoffnung auf Einsatzminuten machen. Eren Bircan und Michael Ott stehen vorerst verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, während sich Fabio Palermo, Marko Juric und Tolga Kilic in den Urlaub verabschiedeten. Hrgota bricht unmittelbar nach dem heutigen Match in Manching ebenfalls gen Kroatien auf. Ostertag zeigt Verständnis für den Wunsch, die eigenen Nachwuchskicker in der ersten Mannschaft zu sehen: „Dafür müssen die Jungs aber Konstanz beweisen. Dreimal Training, dann bei uns auch mal nur auf der Bank sitzen und am Sonntag in der Zweiten spielen – und das über Wochen.“ Mit nur gelegentlichen Trainingsbesuchen wäre es nicht getan, verwies die Coach auf die teilweise klaffende Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Am Beispiel von Marco Doms verdeutlichte Ostertag, wie Beharrlichkeit sich bezahlt mache. Doms könnte heute Abend von Beginn an auf der „Sechserposition“ auflaufen. Auch über die Beförderung von Daniel Hahner in die Startformation denkt der Trainer nach. „Manching ist eine sehr heimstarke Mannschaft, die robust zu Werke geht“ analysierte Ostertag den Aufsteiger. „Wir müssen genau so auftreten wie am letzten Samstag und großen Einsatz zeigen“ forderte der Coach und stellt das System auf „4-4-2“ mit Gundel als zweiter Spitze um.

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Quelle: fussball-vorort.de

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