Eching ohne Clausen gegen Türkgücü

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Die Echinger müssen lange ohne ihren Neuzugang auskommen.

TSV Eching - Trümmerbruch im Wadenbein, Syndesmoseriss und kaputte Innenbänder, diese Erinnerungen bleiben Thies Clausen an sein kurzes Startelf-Debüt im Trikot des TSV Eching.

Ein Zusammenprall mit Torwart Mustafa Heß nach ungefähr 100 Sekunden Spielzeit in Deisenhofen ist gleichbedeutend mit dem Hinrunden-Aus für den 19jährigen Neuzugang aus Norddeutschland. „Zunächst wusste ich gar nicht, wie ich damit umgehen soll“, blickte Clausen auf die letzten Tage zurück. Etwas länger als 60 Minuten war die Partie am vergangenen Wochenende unterbrochen, bevor der Defensivakteur vom Spielfeld ins Harlachinger Krankenhaus transportiert werden konnte und noch am gleichen Abend in mehr als drei Stunden operiert wurde. Mittlerweile ist Clausen wieder daheim.

„Meine Eltern sind noch am Samstag aus dem Norden angereist, jetzt auch meine Schwester aus Berlin“, freute sich Clausen über die große Hilfsbereitschaft seiner Familie. „Aber auch meine Kommilitonen und die Echinger haben sofort Unterstützung angeboten.“ Bei seiner Mathematik- Klausur am gestrigen Freitag war er in der Uni natürlich auf sich alleine gestellt: „Da habe ich mein Bestes probiert, aber lernen und vorbereiten konnte ich mich diese Woche beim besten Willen nicht“, bedauerte Clausen, den Blick aller Umstände zum Trotz nach vorne richtend.

„Die ersten Tage waren schwierig. Schon jetzt nerven mich natürlich die Krücken. Aber ich werde nicht in Selbstmitleid zerfließen“, gab sich der aus Braunschweig gewechselte Verteidiger kämpferisch. Mit dem Fußball will er ob der aktuellen Verletzung keinesfalls aufhören. „Mein ganzes Leben spiele ich Fußball und hoffe, zur Rückrunde wieder dabei sein zu können.“ Bis es soweit ist, stehen zahlreiche Reha-Maßnahmen auf dem Programm. Das Physio- Team in Garching hat bereits mit der Lymphdrainage und Eisbehandlung begonnen.

Am kommenden Montag werden eventuell schon die Fäden gezogen. In circa sechs Wochen, mitten in den Semesterferien und dem angedachten Urlaub auf der Nordseeinsel Föhr, soll dann die eingesetzte Schraube entfernt werden. Den zweiten Heimauftritt seiner Zebras lässt sich Clausen nicht entgehen und wird vom Spielfeldrand beide Daumen drücken. „Vielleicht gelingt es der Mannschaft, gestärkt aus der Situation heraus zu kommen. Wir brauchen jetzt endlich unsere ersten Punkte“, ließ Clausen keinen Zweifel an dem aus sportlicher Sicht extrem wichtigen Vergleich mit dem SV Türkgücü-Ataspor aufkommen.

Darüber ist sich auch Trainer Alfred Ostertag im Klaren: „Die wachsende Verunsicherung innerhalb der Mannschaft haben wir versucht, mit langen Gesprächen zu bekämpfen. Denn der Druck wird größer, wenn du als einziges Team mit null Punkten Letzter bist“, weiß Ostertag aus seiner langjährigen Erfahrung. Heute um 17 Uhr erwartet der Coach einen spielstarken Gegner, keine leichte Aufgabe für die Zebras. Gut zu stehen und die individuellen Fehler abzustellen, darin sieht Ostertag den Schlüssel zum angepeilten ersten Saisonsieg. Urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stehen Eren Bircan, Fabijan Hrgota und Tolgahan Kilic. Maxi Preuhs fehlt weiterhin gesperrt, während hinter dem Einsatz von Jens Fölting (krank) noch ein Fragezeichen steht.

Quelle: fussball-vorort.de

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