TSV Eching: Teamwork als Schüssel zum Erfolg

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Den Verbleib in der Landesliga sichern, das ist das vorrangige Ziel des TSV Eching nach dem gewaltigen Umbruch.

TSV Eching - Obwohl es für den TSV Eching bereits das fünfte Landesliga-Jahr in Folge ist , starten die Zebras als gefühlter Aufsteiger in die neue Saison.

Obendrein gilt es, den vielleicht größten Umbruch der Vereinsgeschichte zu verkraften. „Zwar wollten wir einen Cut machen“, bestätigte Vereinschef Bernd Hill, „aber in der Größenordnung dann doch nicht“. 15 Abgängen stehen 20 neue Gesichter im TSV-Kader gegenüber, von denen ein Großteil bislang nur in unteren Spielklassen aktiv gewesen ist.

„Mit unserer jungen Mannschaft müssen wir Rückschläge einkalkulieren. Vielleicht geht es uns ja ähnlich wie dem VfB Hallbergmoos nach dem Aufstieg in der Vorsaison“, sagt Alfred Ostertag, Nachfolger von Janis Hoffmann auf dem Trainerposten. Ostertag sieht den TSV daher in der Rolle eines Aufsteigers, der sich schnellstmöglich etablieren will. „Deshalb lautet das Saisonziel auch ganz klar Klassenerhalt“, bekräftigte der Coach, dem mit Willi Kalichman (Linie) und Fabijan Hrgota (Platz) zwei Co-Trainer zur Seite stehen.

„Oldie“ Hrgota, sechsfacher Torschütze in der abgelaufenen Spielzeit, korrigiert den Altersschnitt der mit durchschnittlich 22,5 Jahren sehr jungen Zebraherde leicht nach oben. Klar, dass der Mannschaft Zeit gegeben werden muss, um die nötige Erfahrung zu sammeln. Der Schlüssel zu ersten Erfolgen: Teamwork. „Aus den vielen Gesprächen erkenne ich, wie sich ein Mannschaftsgeist entwickelt“, freut sich Fredi Ostertag.

Auch auf dem Platz konnte es sich durchaus sehen lassen, wie die neu formierte TSV-Truppe während der Saisonvorbereitung auftrat. Dem Torfestival beim 5:5 gegen den Neu-Regionalligisten VfR Garching folgte die einzige Niederlage: Eching unterlag 0:1 in Jetzendorf. „Da fehlte die körperliche Frische aufgrund der harten Trainingsarbeit zuvor“, lieferte Ostertag den Grund.

Während das 1:1 gegen den BCF Wolfratshausen mit dem ehemaligen TSV-Trainer Reiner Leitl in Ordnung ging, hätte Ostertag seinen Mannen im abschließenden Test den von Sepp Summerer trainierten ETSV Landshut 09 einen Sieg gewünscht. „Damit hätten wir unser Selbstvertrauen zusätzlich stärken können. Teilweise agierten wir zu bequem, sind die Wege nicht gegangen“, sagt er.

Freilich gäbe es noch einiges zu verbessern, doch verstecken müsse man sich nicht, sondern könne vielmehr befreit aufspielen. „Wenn wir weiter so hart arbeiten, werden wir bald viel Freude an der Mannschaft haben“, verdeutlichte Ostertag. „Bislang bin ich zufrieden und habe viel Spaß an meiner neuen Tätigkeit!“

Damit ihm selbiger zum heutigen Punktspielstart beim SV Erlbach nicht vergeht, legt der Coach den Fokus auf eine stabile Defensive. „Über unsere schnellen Außen wollen wir versuchen, mit Kontern für Gefahr zu sorgen“, verriet Ostertag. Dafür gelte es, sich im Zweikampfverhalten und Umschaltspiel zu verbessern.

Was vorab ein wenig nach Schadensbegrenzung klingt, erweist sich beim näheren Hinschauen als berechtigt. Der SV Erlbach überzeugte in der Vorbereitung unter anderem mit Erfolgen über Wacker Burghausen (2:0) und 1860 Rosenheim (4:1), zählt nicht nur deshalb für viele Fachleute zu den heißen Titelfavoriten. Auch Ostertag wähnt den Auftaktgegner im nächsten Sommer weit vorne. „Erlbach hat ein sehr kampfstarkes Team, das durch die Verpflichtung von Harald Bonimeier an spielerischer Qualität gewonnen hat.“

Der TSV, Letzter der Vorjahresauswärtstabelle, auf des Gegners Platz wieder nur ein Punktelieferant? Erwartet Kapitän Mustafa Kantar nicht: „Ich bin gespannt und guter Dinge. Wenn wir ähnlich spielen wie phasenweise gegen Garching und Wolfratshausen, dann können wir auch Erlbach Probleme bereiten.“

Vielleicht werden die völlig neu zusammengewürfelten Echinger ja auch etwas unterschätzt. Als gut vorbereitet empfindet Kantar die Zebras allemal: „Die Vorbereitung war sehr anstrengend, hat aber durch tolle Trainingseinheiten allen viel Spaß gemacht“, lobte der Innenverteidiger.

Aufstellung: Hess (Kessler) – Palermo (Clausen), Bittner, Kantar, Sauer – Mühlberger, Bircan – Fölting (Preuhs), Ott (Kilic), Preller – Hrgota.

Quelle: fussball-vorort.de

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