Trotz Hrgota-Treffer: So droht Eching der Abstiegskampf

Echings Trainer Reiner Leitl sah einen enttäuschenden Auftritt seiner Elf.

TSV Eching - Der Stotter-Start in die Landesliga Südost weitet sich für den TSV Eching zu einer kleinen Saisoneröffnungskrise aus. Das 1:3 in Deisenhofen gab für die nächsten Wochen wenig Anlass zur Hoffnung.

Von Nico Bauer#

Die Echinger erwischten in dem südlichen Münchner Vorort einen perfekten Start und gingen bereits nach sieben Minuten in Führung – mit einem echten „Hrgota“. Der Torjäger drehte sich in seinem einzigartigen Stil um den Gegenspieler, beobachtete dabei noch den zu weit vor seinem Kasten stehenden Torwart und haute ihm die Kugel unter die Latte. Danach hatten die Echinger noch so manche Konterchance, wobei nicht mehr als ein aberkanntes Abseitstor heraussprang. Ein 2:0 wäre aber auch nicht verdient gewesen, weil Deisenhofen viel Druck machte und sich selbst gute Möglichkeiten herausarbeitete.

Die Gastgeber haben eine sehr starke Mannschaft – und die war den Echingern schon alleine läuferisch überlegen. Eine Standardsituation brachte mit Glück den Ausgleich (32.), als der Ball durch den ganzen Strafraum zu dem am langen Pfosten lauernden Vollstrecker hoppelte. „Das 1:1 zur Halbzeit war trotzdem glücklich für uns“, gab später auch der Echinger Fußball-Chef Marcus Heiss offen zu. Den Echingern fehlte wie schon in den letzten Spielen Tempo und Laufbereitschaft in einem besorgniserregenden Maß.

In dieser Form wird es die Truppe von Trainer Reiner Leitl in der Landesliga sehr schwer haben. Der Coach setzte diesmal auch ein erstes Zeichen – mit der Verbannung des nicht austrainierten Eren Bircan auf die Bank. Deisenhofen zeigte aber noch einmal ganz deutlich, dass offenbar der Großteil der Echinger Spieler erhebliche konditionelle Rückstände hat. Dazu kommt noch das weiterhin dramatische Problem mit zu vielen Fehlpässen und Unzulänglichkeiten im Spielaufbau.

In der zweiten Halbzeit wurde die Überlegenheit der Deisenhofener noch klarer. Dennoch hätte sich das Heimteam über einen erneuten Rückstand nach einer Stunde nicht beschweren können. Bei einem aussichtsreichen Konter lief Peter Enckell aus spitzem Winkel alleine aufs Tor zu und gab den Ball zu Fabi Hrgota, der sich ganz alleine fühlte, zu viel Zeit ließ und von einem Verteidiger gerade noch abgegrätscht wurde. Fast im Gegenzug fiel dann das 2:1 durch einen Foulelfmeter. Janis Hoffmann langte im Strafraum hin – und der Angreifer nahm dieses Angebot dankbar an, um sich einzufädeln. Ein Strafstoß ohne Wenn und Aber.

Später folgte noch der Konter zum dritten FCD-Treffer. Heiss sprach am Ende von einem Gegner, der „läuferisch williger war“. Seine Echinger hätten einen schlechten Auftritt hingelegt. Viel Hoffnung gibt es noch nicht, dass das Team nach der verkorksten Vorbereitung in Tritt kommt. In der aktuellen Verfassung deutet einiges darauf hin, dass die Zebras in den Abstiegskampf rutschen könnten. Vom Ziel, unter den ersten Fünf mitzuspielen, ist man momentan jedenfalls meilenweit entfernt.

Quelle: fussball-vorort.de

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