Eching verpasst Veredelung des tollen Auftakts

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Pechvogel: Alessandro Kestler unterlief vor dem Führungstor für Kirchheim ein Fehler.

TSV Eching – Durch einen 3:0-Erfolg beim TSV Eching verlässt Kirchheim die Relegationsränge, während die Zebras wieder intensiver nach unten blicken müssen. Dabei sprach vorab Vieles für die Gastgeber.

Die Siege in Gerolfing und – überzeugend – gegen Holzkirchen sollten veredelt werden. Der TSV, wieder mit Chefcoach Alfred Ostertag an der Seitenlinie, schickte die zuletzt erfolgreiche Startformation ins Rennen. Wer von den immerhin 160 Zuschauern zu den Zebras hielt, hatte nach sechs Minuten den Torschrei auf den Lippen. Kirchheims Lennart Dobravsky klärte einen Kopfball von Christian Mühlberger genau auf der Linie.

Die Gäste antworteten mit einem Konter. Über vier Stationen gelangte das Leder zu Kevin Staudigl, dessen Abschluss Keeper Alessandro Kestler sicher vereitelte. Damit hatten beide Mannschaften vorerst ihr Pulver verschossen. Das Spielgeschehen verlagerte sich mehr und mehr ins Mittelfeld, Torraumszenen blieben über weite Strecken Mangelware. Einzig Standardsituationen sorgten für Gefahr. In der 27. Minute entschärfte Gästetorwart Sebastian Schreiber einen Freistoß von Fabijan Hrgota per Flugparade. Es sollte die einzig nennenswerte Aktion des Goalgetters sein, der nach einer Stunde vorzeitig ausgewechselt wurde. Zehn Minuten platzierte Florian Bittner eine Freistoßflanke von Michael Ott mit dem Kopf nur ans Außennetz. Aufregung dann in der 40. Minute: Schiedsrichter Florian Keppeler wertete ein Foulspiel von Mustafa Kantar an Staudigl als verletzungsgefährdend und verwies den Kapitän mit glattrot des Feldes. Pikant: wenige Zeigerumdrehungen zuvor beließ es der Unparteiische bei gelb, als Staudigl gegen Kantar zu hart einstieg. Von einem Revanchefoul aber keine Spur, so dass Eching auf eine nicht allzu harte Bestrafung durch das Sportgericht hoffen darf.

Torlos ging es in die Kabinen, und es drängte sich die Frage auf, ob und wie überhaupt ein Tor in Halbzeit zwei fallen könnte. Denn vermutlich hätte die Null noch lange gestanden, doch ein kapitaler Schnitzer von Torwart Kestler bescherte den Gästen aus dem Nichts die Führung. Einen harmlosen Rückpass von Ott versuchte Kestler überhastet aus seinem Strafraum zu schlagen. Dabei erwischte er den Ball nicht richtig, der Fabian Löns direkt vor die Füße fiel – 0:1 (58.). TSV-Pressesprecher Hans Wieser nannte es hinterher „den Knackpunkt des Spiels“.

Fortan war den Echingern das Bemühen, schnell auszugleichen, keinesfalls abzusprechen. Bis zum gegnerischen Sechzehner sah es ganz ordentlich aus, allerdings mangelte es an Abschlüssen oder dem letzten präzisen Pass in die Spitze. Selbst aus ruhenden Bällen sprang rein gar nichts Zählbares heraus. Die Gäste hingegen beschränkten sich in Überzahl und mit der Führung im Rücken auf gelegentliche Konter. So auch in Minute 74, als Staudigl freistehend am langen Pfosten zum 0:2 traf. Gleich danach stellte Florian Rädler nach einem schönen Solo aus spitzem Winkel den 0:3-Endstand her. Unterm Strich erarbeitete sich der TSV aus dem Spiel heraus nur eine echte Chance.

Das Comeback für Trainer Ostertag misslang; dennoch wäre es ein gutes Gefühl gewesen, wieder an der Linie zu stehen, wie der Coach versicherte.

Die für Mittwoch vorgesehene Partie in Hebertsfelden wurde abgesagt.

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Quelle: fussball-vorort.de

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