Eching will gegen Aufsteiger Velden nachlegen

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Der nächste Angriff auf einen Dreier: Kevin Stoiber (l.) und Marko Juric.

TSV Eching - Eching entdeckt beim Auswärts-Remis in Manching neu gewonnene Eigenschaften und will gegen Aufsteiger Velden punktemäßig nachlegen.

Die einsetzende Dunkelheit verschluckte am Mittwochabend allmählich die Gesichter der Echinger Akteure. Vor dem Umkleidetrakt in Manching wurde noch beraten, ob das 2:2 beim Aufsteiger nun einen Punktgewinn oder womöglich eher zwei verlorene Zähler darstellte. Letztlich überwog die Zufriedenheit. Doppeltorschütze Fabijan Hrgota gab zu bedenken, dass man in der Vorsaison nach den beiden Gegentreffern binnen 100 Sekunden (77./79.) gewiss eingebrochen wäre. Dieses Mal hingegen schlug der TSV über seine momentan starke rechte Seite zurück. Nicht nur der Ausgleich gelang, obendrein bot sich Marc Gundel 120 Sekunden vor Schluss sogar noch die Chance zum Auswärtssieg.

Bereits am Samstagnachmittag können die Zebras wieder auf Punktejagd gehen, wenn der TSV Velden im Willi-Widhopf-Stadion gastiert. Der souveräne Vorjahresmeister in der Bezirksliga West – immerhin betrug der Vorsprung auf den Tabellenzweiten beachtliche 19 Punkte – unterlag am Mittwoch vor mehr als 600 Zuschauern im Derby gegen die SpVgg Landshut. „Wie ich hörte, hat Velden teilweise große Probleme bei Standards“, zeigt sich Echings Coach Alfred Ostertag informiert und sieht in der Verwertung von ruhenden Bällen einen möglichen Schlüssel zum Erfolg. Denn nach den englischen Wochen bemerkte der Trainer schwindende Kräfte bei seiner Mannschaft. „Bei den Temperaturen ist es daher wichtig, nicht in Rückstand zu geraten“, warnt Ostertag, der lediglich neun Kicker im Donnerstagtraining begrüßen konnte. „Vielleicht hat sich der ein oder andere Spieler gedacht, dass wir einen Tag nach dem Manching-Match nicht viel im Training machen würden“, so die Einschätzung von Ostertag ob der mauen Beteiligung. „Aber wenigstens hat sich keiner verletzt“, atmete der Coach auf.

Entwarnung gab es auch bei Mustafa Kantar: Echings Kapitän musste nach etwas mehr als 70 absolvierten Minuten in Manching mit Wadenproblemen ausgetauscht werden, gab aber grünes Licht für seinen Einsatz am heutigen Nachmittag. Auch Hrgota, eigentlich schon längst in Kroatien weilend, verschob seine Abfahrt in den Urlaub auf den späten Samstagabend und steht dem TSV somit gegen Velden überraschend zur Verfügung. Damit es klappt mit dem dritten Heimsieg in Serie, plant Ostertag eine Mischung aus „Abwarten und Pressing“. Es gälte Druck zu machen, ohne dabei ins offene Messer zu laufen. „Wir dürfen nicht den Fehler begehen, auf die Tabelle zu schauen und den Gast zu unterschätzen“, richtet Ostertag mahnende Worte an sein Team, zumal Gästetrainer Max Klaffl sich Einiges ausrechnet und Eching „als Gegner auf Augenhöhe“ betrachtet. Um nicht frühzeitig fest im Abstiegskampf verwurzelt zu sein, bestünde der Anspruch, an der Dietersheimer Straße zu punkten. Große Moral bewies der aktuell Drittletzte vor einer Woche, als ein 0:3-Rückstand beim ASV Dachau innerhalb von nur 14 Minuten egalisiert wurde. Brachte letztlich aber nichts, da der ASV noch zum 4:3-Sieg traf. Ob die Klaffl-Elf nach der bitteren Derbyniederlage am Mittwoch erneut ausreichend Reserven mobilisieren kann, um dem TSV Eching Paroli zu bieten? Die Antwort gibt es ab 15 Uhr im Willi-Widhopf-Stadion!  

Aufstellung

Hornof - Stegmeier, Gebhard, Kantar, Stoiber – Schuler, Bittner, Doms (Hahner), Fölting – Hrgota, Gundel.

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Quelle: fussball-vorort.de

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