Transfer

Wittek wechselt nach Holland

Im Auswärtstrikot: Maxi Wittek bei seiner Vorstellung in Arnheim, das Heimtrikot ist übrigens gelb-schwarz.

Maxi Wittek macht einen weiteren Schritt in seiner Profi-Karriere. Der gebürtige Freisinger wechselt in die holländische Top-Liga. 

Eching– Der allergrößte Teil des Umzugs steht noch an, doch ein paar Trainingseinheiten in der neuen sportlichen Heimat hat er schon hinter sich. Der Echinger Maximilian Wittek hat nach seinem Abschied von der Spielvereinigung Greuther Fürth einen neuen Verein gefunden. Der Linksverteidiger, der zuletzt drei Jahre lang das Trikot des Fußball-Zweitligisten getragen hatte, wechselt zu Vitesse Arnheim in die niederländische Eredivisie, wo er einen Dreijahresvertrag bekommt.

Für ein paar Tage war der frühere Löwe arbeitslos. Auf den gängigen Portalen wurde er zuletzt als vereinsloser Fußballprofi gelistet, nachdem er und der Verein sich darauf verständigt hatten, seinen Vertrag beim Kleeblatt nicht zu verlängern.

Dass dieser Zustand nicht lange anhalten würde, war allerdings klar. Für den linken Verteidiger gab es während seiner drei Jahre im Fürther Trikot immer wieder Interessenten, nun wollte der 24-jährige Echinger etwas Neues sehen. „In der vergangenen Saison ist in mir der Entschluss gereift, dass ich einen weiteren Schritt gehen möchte, also musste ich raus aus der 2. Liga“, betont Wittek, der die letzten Tage zwischen Holland und Würzburg, wo er mit seiner Freundin wohnt, im Auto hin- und herpendelte.. Was Neues erleben, und am besten natürlich in einer Ersten Liga – das hat er schon getan, wenn man seinen Worten auf der Homepage des niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim glaubt. „Die ersten Eindrücke, die ich vom Klub, dem Stadion, den Einrichtungen und der Stadt gewonnen habe, sind sehr vielversprechend“, sagte Wittek im Rahmen eines ersten Interviews in der vergangenen Woche. Da stellte ihn der Klub aus der Eredivisie als ersten Neuzugang für die Saison 20/21 vor. Wittek hat beim Erstligisten, der in der Saison 19/20 Siebter wurde, einen Dreijahresvertrag unterschrieben. „Ich freue mich darauf, in den Niederlanden auf höchstem Niveau zu spielen“, so Wittek. „Abgesehen davon finde ich, dass der Spielstil von Vitesse gut zu mir passt.“ In einem Video stellte er sich den Fans in Arnheim schon einmal vor – und bezeichnete sich selbst als schnellen Spieler. Das trifft sich ganz gut bei einem Verein, der das Wort Schnelligkeit im Namen trägt. Wichtig für ihn: „Das Gesamtpaket hat gepasst.“ Also gibt es jetzt erst einmal Hering statt Bratwurst.

Doch wie kam es zum Wechsel nach Holland? Da scheint nicht unbedeutend, dass in Arnheim die sportliche Leitung fast ausschließlich in deutscher Hand liegt. Neuer Chefcoach ist Thomas Letsch, Der 51 Jahre alte Ex-Coach von Austria Wien und Red Bull Salzburg wird Nachfolger des Interimstrainers Edward Sturing. Letsch war bei Arnheims neuem deutschen Sportdirektor Johannes Spors Kandidat Nummer eins, betreute 2017 für drei Spiele den Zweitligisten Erzgebirge Aue und hat für zwei Jahre unterschrieben.

Spors und Letsch kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Red Bull Salzburg. In der Mozartstadt war Letsch auch Assistent des neuen Trainers von PSV Eindhoven, Roger Schmidt. Der dritte deutsche Trainer in der Eredivisie ist im übrigen Franz Wormuth bei Heracles Almelo. Arnheim hat mit Jan Fießer als einen von zwei Co-Trainern noch einen weiteren deutschen Mitarbeiter, im Vorstand Marcel Klos, ein früherer HSVler. Gesprochen wird im internationalen Kader übrigens – wie Wittek schon hautnah erfahren hat – Englisch. Wittek wurde für die linke Außenbahn geholt, seiner Lieblingsposition, die er auch bei den Löwen und in Fürth bekleidete. Und so könnte es gut sein, dass er, wenn es in der neuen Saison gegen den FC Groningen geht, direkt auf Arjen Robben trifft. Festgenagelt ist diese Position für Wittek allerdings nicht. „Wenn der Trainer glaubt, mich woanders hinstellen zu müssen, dann mache ich das“.

Sein Resümee aus den drei Jahren in Fürth nach dem Wechsel von den Löwen ist äußerst positiv. „Es war eine gute Zeit. Ich hab mich weiter entwickeln können, sportlich wie privat, und mit meinen Leistungen war ich auch zufrieden, auch wenn wir heuer den Anschluss nach oben verpasst haben.“

Das mit dem Umzug nach Arnheim muss er jetzt noch mit dem Vater regeln. Die Freundin wird erst Mal in Würzburg bleiben, und dann geht es in dieser Woche auch schon los mit dem offiziellen Trainingsstart in Holland. In drei Wochen will Wittek dann „voll im Saft sein“ und durchstarten. Das nächste große Ziel wäre dann die europäische Bühne. Die hat Vitesse Arnheim heuer unglücklich wegen des Saisonabbruchs mit Platz sieben knapp verpasst. Aber die Ambitionen bei den Holländern sind da – wie bei ihrem Neuzugang Maxi Wittek.

Quelle: Merkur.de

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