Echinger Zebras mit emotionaler Achterbahnfahrt

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Viel Diskussionsstoff lieferte der Unparteiische Reinhard Fuchshuber aus Österreich: Den Echingern zeigte er sieben Mal Gelb, zweimal Gelb-Rot und einmal Rot. Hier beschwert sich Kapitän Mustafa Kantar nach seinem Ausschluss.

TSV Eching - Sechs Tore, zwölf Karten, drei Platzverweise und zahlreiche fragwürdige Entscheidungen erlebte der TSV Eching beim 3:3 in Dachau.

Zunächst schien der TSV an den ordentlichen Auftritt gegen den FC Ismaning anknüpfen zu wollen und durfte folgerichtig nach einer Viertelstunde jubeln. Christian Mühlberger platzierte einen Freistoß geschickt über die Mauer hinweg zum 0:1. Parallel dazu begannen die Dachauer Kartenfestspiele, inszeniert vom österreichischen Schiedsrichter Reinhard Fuchshuber. Der 47-jährige ist bekannt für seine farbenfrohe Spielleitung, verteilte beispielsweise im April in der Bayernliga-Partie zwischen Rosenheim und Raisting acht gelbe Karten und sorgt mit seinen Entscheidungen auch in der Heimat immer wieder für Diskussionsstoff. Am Samstagnachmittag standen letztlich neun Verwarnungen (sieben davon gegen Eching), zwei gelb-rote Karten (Danijel Samardzic und Kapitän Mustafa Kantar) sowie Glatt-Rot für Christian Mühlberger zu Buche.

Bei allem Unverständnis für manchen Pfiff nahm TSV-Trainer Alfred Ostertag sein Team eindeutig in die Pflicht: „Da fehlt uns einfach die Erfahrung. Wir haben Nerven gezeigt und uns zu viel mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigt“, bedauerte er.

Sportlich gab es im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wenig zu bemängeln, und als Fabijan Hrgota einen Ballverlust der Gastgeber fast von der Mittellinie zum 0:2 verwertete, rückte der zweite Auswärtssieg der Saison näher. Torhüter Marco Weimar konnte dem Ball nur chancenlos nach schauen. „Kein Vorwurf an den Keeper. Das hat Hrgota richtig gut gemacht“, lobte ASV-Coach Frank Peuker. Kurz vor dem Seitenwechsel erforderte ein Zusammenprall zweier Akteure, bei dem sich Dachaus Peter Zeussel eine Schulterverletzung zuzog, eine längere Unterbrechung. Schiedsrichter Fuchshuber addierte die daraus resultierende Nachspielzeit nicht zur ersten Hälfte, sondern auf Halbzeit zwei – daraus resultierte dann die üppige „Zugabe“ in den Schlussminuten. Zuvor versäumten es die Zebras, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Gegenteil: Gleich nach Wiederanpfiff gelang Matthias Koston der Anschlusstreffer, bei dem TSV-Torwart Ali Kestler nicht gut aussah (50.). Zwar reparierte Mühlberger dieses Missgeschick umgehend und stellte nach einem verlängerten Einwurf den alten Abstand wieder her (56.). Anschließend ruhte sich der TSV aber zu sehr auf dem vermeintlich sicheren Vorsprung aus: Stefan Vötter vollendete einen schnellen Angriff über links zum 2:3 (68.). Kurz darauf ließ Dachau die Großchance zum Ausgleich liegen, als Koston mit einem schwach geschossenen Strafstoß an Kestler scheiterte. Dem TSV hingegen verwährte Fuchshuber einen Elfmeter, nachdem Zelimir Tosic zu Fall gebracht wurde. „Da haben wir etwas Glück gehabt“, atmete Peuker auf, dessen Team unermüdlich auf den Ausgleich drängte. Der fiel spät und etwas kurios. Jens Fölting erzwang einen Ballverlust seines Gegenspielers, vom Assistenten mit Einwurf für den TSV angezeigt. Fuchshuber allerdings erkannte ein Foulspiel, und aus dem langen Ball köpfte Dominik Betz zum finalen 3:3 ein (90.+ 5).

Trotz aller Umstände bewerteten beide Trainer die Punkteteilung als leistungsgerecht.

Quelle: fussball-vorort.de

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