Von der F2 zur Landesliga-Stammkraft

Echings Marco Doms: "Man darf als junger Spieler auch Fehler machen"

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Marco Doms (r.) hat sich zur unverzichtbaren Kraft beim Landesligisten TSV Eching entwickelt.

TSV Eching - Es war in der Historie des TSV Eching nicht immer selbstverständlich, dass Eigengewächse und Identifikationsfiguren in der ersten Mannschaft kicken. Diese Saison muss der Landesligist auf eigene Leute setzen, und diese Chance nutzte Marco Doms (21).

Und entwickelte sich zur unverzichtbaren Stammkraft. So ganz genau kann sich Doms nicht mehr daran erinnern, wann er erstmals ein schwarzweißes Trikot in Kindergröße anziehen durfte. „Angefangen habe ich in der F2“, sagt der Echinger, der auch zu Fuß zum Training gehen kann. In den Spielzeiten 14/15 (14 Landesligaspiele, ein Tor, 331 Minuten) und 15/16 (20 Spiele, ein Tor, 868 Minuten) hat Doms bereits in die erste Mannschaft hineinschnuppern dürfen.

Diese Saison gelang aber der nächste Schritt vom Teilzeitarbeiter zur Stammkraft. Zur Winterpause stehen 18 Spiele und zwei Tore zu Buche. Die 1275 Landesligaminuten auf dem Platz sind mehr als in den letzten beiden Jahren zusammen. „Ich gehe davon aus, dass diese Saison noch etwas kommt“, sagt Doms, der fünf Saisontore für möglich hält.

Selbstverständlich habe er etwas Zeit gebraucht, um nach der A-Jugend im Männerbereich Fuß zu fassen. Doms ist seinen bisherigen Trainern dankbar, „weil man als junger Spieler auch Fehler machen darf“. Vom aktuellen Coach Willi Kalichman zeigt er sich regelrecht begeistert: „Er arbeitet sehr gerne mit jungen Spielern und taktisch habe ich in den letzten Monaten sehr viel gelernt.“

"Das war einer dieser Tage, die Du nie wieder erleben willst"

Derzeit stellt sich nur noch die Frage nach der idealen Position für Doms. Die Nummer 20 des TSV Eching wurde in der Jugend als zentraler Mittelfeldspieler ausgebildet und kickt nun vornehmlich als Außenverteidiger oder wie diese Saison auf der offensiven Außenbahn. Auch wenn Marco Doms mit einer Rückkehr in die Mittelfeldzentrale liebäugelt, ist er nicht der Typ, der die großen Ansprüche stellt. Der vielseitig verwendbare Youngster möchte in erster Linie der Mannschaft helfen.

Der vorletzte Platz in der Winterpausen-Tabelle ist für Marco Doms nicht schlimm. Der erste direkte Nichtabstiegsplatz sei bei fünf Punkten Differenz nicht unerreichbar weit entfernt. Gelingt im ersten Spiel nach der Winterpause gegen Schlusslicht Vilsbiburg gleich ein Sieg, dann lebt die Hoffnung auf den direkten Ligaverbleib ohne Relegation wieder. „Überwiegend hatten wir Spiele, in denen für uns mehr drin war“, sagt Doms zu der bisherigen Saison. Allerdings war da auch dieses historische 1:11-Desaster bei der SpVgg Landshut: „das war einer dieser Tage, die du nie wieder erleben möchtest.“

Marco Doms hat in der F2-Jugend des TSV Eching mit dem Fußball begonnen und den Verein nur als B-Jugendlicher verlassen, um beim VfR Garching höherklassig zu kicken. Einen Wechsel im Herrenbereich möchte der junge Spieler nicht ausschließen. „Jeder träumt doch davon, irgendwann höherklassig zu spielen“, sagt er. In der Gegenwart gilt seine Konzentration voll dem TSV Eching, mit dem er heuer über die erwarteten Relegationsspiele den Klassenerhalt schaffen möchte. Der echte Echinger würde aber auch bei einem Abstieg bleiben, dem Verein dann etwas zurückgeben und möglichst schnell zurück zu kommen in die Landesliga. „Bezirksliga ist keine A-Klasse“, sagt Marco Doms. Und das Trikot des TSV Eching ist eines, das er voller Stolz trägt.

Quelle: fussball-vorort.de

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