Echter Prüfstein für den SV Pullach

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Carsten Teschke: "In Ismaning werden wir spielerisch sicher anders gefordert."

SV Pullach – Was der gelungene Start wirklich wert ist, wird Bayernliga-Neuling SV Pullach spätestens nach dem heutigen Derby (Anpfiff 18.30 Uhr) beim Regionalliga-Absteiger FC Ismaning wissen.

Die souveräne Vorstellung der Raben beim 2:0 zum Saisoneinstieg gegen den 1. FC Sonthofen war zwar beeindruckend, doch war der Gegner wirklich ein Gradmesser? Das wird sich heute herausstellen, denn Ismaning darf als ehemaliger Regionalligist nun wirklich als Prüfstein gelten. Zwar hat das Team aus dem nördlichen Münchner Landkreis im offiziellen Eröffnungsspiel der Bayernliga Süd bei der SpVgg Landshut 0:1 verloren, doch SVP-Coach Carsten Teschke ist überzeugt, dass die Aufgabe für seine Elf wesentlich schwerer wird als gegen die Allgäuer: „In Ismaning werden wir spielerisch sicher anders gefordert. Die haben viele junge gute Spieler, da wird das Tempo noch höher sein.“

Schon gegen Sonthofen bekamen die Raben zu spüren, dass eine Klasse höher wesentlich schneller gespielt wird. Und was den unmittelbaren körperlichen Einsatz, auch ohne Ball, angeht, boten die ruppigen Allgäuer den Isartalern sogar eine richtige Lehrstunde, wie auch Teschke bemerkte: „Es geht in der einen oder anderen Situation härter zur Sache, die Zweikämpfe sind intensiver.“ Das habe der eine oder andere seiner Schützlinge erst mal verdauen müssen, verriet der Trainer, der sich freuen durfte, dass sich seine Mannschaft letztlich aber von der teilweise übertriebenen Gangart des Gegners nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Wir versuchen trotzdem unseren Spielstil durchzukriegen und richtig Fußball zu spielen.“

Es gelte aber auch zu lernen, seinen Ärger über den einen oder anderen Tritt runterzuschlucken. Maxi Schuster gelang das in der Schlussphase des Sonthofen-Spiels nur bedingt. Erst regte er sich über eine Attacke eines Gegenspielers auf, wurde ermahnt. Wenige Augenblicke drosch er den Ball nach einem Pfiff unwillig Richtung Tor, sah Gelb. Teschke wollte den offensiven Wirbelwind daraufhin vom Feld nehmen, doch weil sich Florian Baier unmittelbar danach verletzte, kam der bereitstehende Stefan Benzinger für den Innenverteidiger. Das Wechselkontingent war damit erschöpft, die erzieherische Maßnahme für Schuster dahin. Der nicht zustande gekommene Tausch zeigt aber, wie wichtig Teschke diese Art von Selbstdisziplin ist, selbst wenn man viel einstecken muss: „Die Jungs wollen Bayernliga spielen, also müssen sie sich auch darauf einstellen. Aber im Großen und Ganzen haben sie es beherzigt. Sie haben ja immer wieder im Zweikampf noch einen Schlag draufgekriegt und sind meistens ruhig geblieben.“

Heute wird der Gegner ohnehin vermutlich eher geschmeidig gegen den Ball als grimmig gegen die Beine der Pullacher treten, glaubt zumindest SVP-Manager Theo Liedl: „Ismaning ist so eine gute, junge Truppe, ein bisschen, wie es bei uns früher war. Wenn es läuft, sind sie schwer zu stoppen. Wenn nicht, ist aber kein Chef da, der es rumreißen kann.“

Quelle: fussball-vorort.de

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