„Ein geiles Fußballspiel“

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Kaum zu halten war Franz Fischer (li.) von Rosenheims Kickern. Der BCF-Stürmer steuerte gegen den SB/DJK zwei Treffer zum verdienten 3:1-Erfolg bei.

Wolfratshausen - Vor eigenem Publikum lässt sich der BCF nichts nachsagen. Beim 3:1-Erfolg über den SB/DJK Rosenheim lieferte Farchet einen einwandfreien Vortrag ab.

Statistik:

BCF Wolfratshausen – SB/DJK Rosenheim 3:1 (3:0)

BCF: Demmel – S. Kluge, Jell, L. Kasperek, Rauch, Scheck (85. J. Taffertshofer), Miedl, T. Pföderl, Huber, Amanquah (75. Schuhmann), Fischer (79. Guèye).

Tore: 1:0 (10.) Fischer, 2:0 (23.) T.Pföderl, 3:0 (42.) Fischer, 3:1 (52.) Kaya. –

Schiedsrichter: Martin Prinzler (VfL Kaufering). –

Zuschauer: 150.

Es war einer dieser Momente, die ein Angreifer herbeisehnt: Die gegnerische Abwehr schiebt nach einem abgewehrten Eckball zu langsam heraus, der Ball segelt im zweiten Versuch in die Mitte, und man steht völlig frei vor dem Tor, ohne dass die Abseitsregel Anwendung findet. So geschehen beim 1:0 des BCF durch Franz Fischer. Lech Kasperek hatte präzise die Vorarbeit geleistet, und der treffsichere Penzberger musste das Spielgerät nur noch in den Kasten befördern.

Mit diesem sehenswerten Treffer nach zehn Minuten bog das Farcheter Floß auf Siegeskurs ein. Das Konkurrenzgefährt aus Rosenheim konnte alsbald nicht mehr folgen, geriet in so manchen tückischen Strudel der Loisach. Gerade bei hohen Bällen stellten die Platzherren ihre eingeteilten Bewacher oftmals vor Rätsel. Bei einer Ecke von Michael Rauch schraubte sich der Gaißacher Tom Pföderl am langen Pfosten in Höhen, die normaler weise nur dem langen Karl Murböck vorbehalten sind – schon stand’s 2:0.

Mit versteinerter Miene

Die Miene von Sportbund- Trainer Walter Werner wurde von Minute zu Minute versteinerter. Werner reagierte Zufrienoch vor dem Seitenwechsel, brachte mit Michael Tot den zweiten nominellen Stürmer, opferte dafür den erfahrenen Franz Eyrainer. Gebracht hat der Tausch allerdings nichts, denn auf der anderen Seite gab es ja auch einen weit wertvolleren Franz. Der stand noch auf dem Platz, heißt mit Nachnamen Fischer und rückte in der 42. Minute auf Platz zwei der Landesliga- Torjägerliste vor. Da nämlich machte der 21-Jährige seinem Namen alle Ehre, fischte sich eine Hereingabe des immens starken Rauch und fälschte den Ball gekonnt in die kurze Torecke ab. Andi Brunners Mimik verriet längst Zufriedenheit – und seine Worte taten es auch: „In der ersten Hälfte war es ein geiles Fußballspiel“, jubelte der Cheftrainer beseelt. Seine Kicker hätten „sehr konzentriert und leidenschaftlich“ gespielt. Die in Kottern noch so durchlässige Verteidigung erreichte an diesem Nachmittag Ernstfall- Niveau. „Hinten sind wir sehr gut gestanden“ ergänzte Brunner.

Je 25 Minuten ließ der Übungsleiter Pressing spielen, später zogen sich seine Schützlinge etwas in Richtung eigene Hälfte zurück. Rosenheim kam damit gar nicht zurecht und nur durch eine missglückte Rettungstat von Lech Kasperek zum Ehrentreffer. Wobei der Abschluss von Tot eigentlich kaum zu verhindern war. Marley Amanquah testete kurz darauf die Belastbarkeit des Torgestänges, die eingewechselten Werner Schuhmann und Lamine Guèye ließen einen aussichtsreichen Konter liegen, und auch die Gäste hatten noch zwei Aufmerker. Am Ende einer sehr fairen Partie stand aber ein verdienter Sieger.

von Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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