ASV scheitert in der Relegation an Schwaig

„Es sind auch ein paar Tränen geflossen“ - Große Enttäuschung bei Habach 

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Freud’und Leid dicht beisammen: Während Spieler und Fans des FC Schwaig den Aufstieg bejubelten, machte sich bei Habachs Akteuren erst einmal grenzenlose Enttäuschung breit.

Es hat nicht sollen sein: Nach dem Scheitern gegen Schwaig in der Relegation bleibt der ASV Habach weiter Kreisligist. Der scheidende Trainer Martin Wagner stellt seinem Team trotzdem ein hervorragendes Zeugnis aus und prophezeit ihm eine rosige Zukunft.

Habach – Unmittelbar nach Spielschluss war die Enttäuschung beim ASV Habach riesengroß. „Es sind auch ein paar Tränen geflossen“, gestand Coach Martin Wagner nach der 0:1-Niederlage im entscheidenden Relegationsspiel gegen den FC SF Schwaig. Bereits das Hinspiel ging mit 1:2 verloren – der Traum von der Bezirksliga, er war ausgeträumt.

Mit gewissem zeitlichen Abstand kehrte aber doch die Einsicht ein, dass der ASV eine starke Saison abgeliefert hatte, die es entsprechend zu feiern galt. „Einige waren auch noch am Sonntag im Feiermodus. Ich habe mich aber ausgeklinkt und Anrufe erst gar nicht angenommen“, berichtete Wagner. Der scheidende ASV-Trainer war mit dem Team, den Fans und den Vereinsverantwortlichen nach dem Spiel noch lange im Vereinsheim zusammengesessen und hatte die abgelaufene Saison samt Relegation Revue passieren lassen. „Im Heimspiel gegen Schwaig hatten wir auch unsere Chancen. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn wir in Führung gehen. Letztlich hat uns auch das Quäntchen Glück gefehlt“, so Wagner, der es schon bedauerte, dass ihm der krönende Abschluss seiner fünfjährigen Tätigkeit beim ASV versagt blieb.

„Unabhängig davon war es der richtige Zeitpunkt, aufzuhören“, sagte der 34-jährige, der aus einem Kellerkind der Kreisliga eine Top-Mannschaft formte, die nach zwei dritten Plätzen jetzt als Zweiter ins Ziel kam und in der Relegation gegen einen unwahrscheinlich starken Gegner nur knapp scheiterte. „Mir hat es immer Spaß gemacht. Die Jungs waren auch einfach zu trainieren, weil sie sich immer voll reingehängt haben“, zog Wagner ein überaus positives Fazit über seine erste Trainerstation. „Jetzt ist es aber bestimmt nicht schlecht und auch die richtige Zeit, aufzuhören, damit frischer Wind reinkommt“, sagte der junge Familienvater, der sich erst einmal eine Pause vom Fußball nimmt. „Später kann ich mir schon wieder die Arbeit als Trainer vorstellen“, so Wagner, der sich mit seinem Nachfolger Jürgen Staiger noch gar nicht groß ausgetauscht hat. „Jürgen hat gemeint, ich soll mein Ding erst mal durchziehen, und in die stressigen letzten Wochen war dazu auch gar nicht richtig Zeit dafür“, berichtete der scheidende Coach.

Auch wenn es unter seiner Leitung mit dem Aufstieg nichts wurde, ist Wagner überzeugt, dass die Mannschaft das Zeug zu Höherem hat. „Die Burschen haben einen tollen Charakter, die Entwicklung ist immer nach oben gegangen. Die Truppe hat eine gute Zukunft“, lobte Wagner das Team, das mit wenigen Ausnahmen nur aus Spielern aus Habach und Sindelsdorf besteht. „Mir werden diese tollen Relegationsspiele mit den vielen Zuschauern, unseren überragenden Fans und dem Zuspruch im ganzen Ort jedenfalls als Highlight immer in Erinnerung bleiben“, so Wagner abschließend.

Quelle: Merkur.de

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