„Ein verdienter, dreckiger Sieg“

+
Gleichgewicht der Kräfte: Zweikampf von Steven Toy (Heimstetten; l.) und Bernd Häfele.

Ismaning - Der 1:0-Sieg des FC Ismaning gegen den Nachbarn vom SV Heimstetten hat im Prinzip am Standing der beiden Teams in der Tabelle nichts verändert. Ein spätes Freistoß-Traumtor von Uli Fries besiegelte am Freitag im Ligaspiel die Niederlage des SV Heimstetten.

Statistik

FC Ismaning - SV Heimstetten 1:0 (0:0)

FCI: Horn - Maurer, Steinacher, Weiser, Siedlitzki - Storhas, Lopez, Häfele, Fries - Niederlechner (81. Helmer), Stijepic.

SVH: Lehner - Langer, Paul, Mayer, Toy - C. Schmitt, D. Schmitt, Ünver (81. Ibrahim), Moll (61. Kubica), Malenoff (76. Putzke) - Aydemir.

Tor: 1:0 Fries (84.)

Rot: Siedlitzki (79., grobes Foulspiel) Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Altenberg)

Zuschauer: 520.

Der FCI hat mit einem Sieg im Nachholspiel die Chance, die Tabellenspitze zu erobern, der Rückstand des SVH zum rettenden Ufer beträgt nach wie vor fünf Punkte.´Auf die Stimmung in beiden Lagern hatte das Resultat allerdings sofort Einfluss und das wird es auch noch in der kommenden Woche haben. Während Frank Schmöller glücklich über den „dreckigen Sieg“ und dem im Vergleich zur Pokalniederlage gegen Heimstetten deutlich verbesserten Zweikampfverhalten seiner Mannschaft war und sofort den kollektiven Wiesn-Ausflug seiner Elf absegnete, war Heimstettens Coach Claus Schromm bei der Konferenz recht einsilbig: „Bittere Niederlage, ich gratuliere dem FC Ismaning zur geglückten Revanche.“
Schromm musste den Kopf einfach hängen lassen. Nach dem sensationellen 3:2-Sieg im Pokal hatte er mit mehr Gegenwind und sicher nicht unbedingt mit einem weiteren Sieg gerechnet. Angesichts des Spielverlaufs hätte er allerdings einen Punkt als verdient angesehen, im Gegensatz zu Schmöller, der von einem „verdienten dreckigen Sieg“ sprach. Es war nämlich ein unglaublicher Sonntags-Freistoß, mit dem ausgerechnet der frühere Heimstettener Uli Fries seinem früheren Brötchengeber den Freitagabend vermieste. Und das auch noch zu einem Zeitpunkt, als alles für den Underdog sprach.

Der Ismaninger Anton Siedlitzki hatte gut zehn Minuten vor Schluss die Rote Karte gesehen, die Körpersprache der Gäste signalisierte schlagartig größte Zuversicht. Zwingendes vor dem Ismaninger Kasten gab es in den fünf Minuten bis zum Traumtor von Fries freilich nicht, danach erst recht nicht.

Schmöller und sein FCI brauchen jetzt nur die spielerische Komponente des Derbys abhaken: „Zwei verkrampfte Teams standen da heute auf dem Platz, es gab keinen Schönheitspreis zu gewinnen“, kommentierte Schmöller das mäßige Niveau der Partie. Schromm bleibt hingegen als Motivation für sich und seine Kicker nur die Gewissheit, sich auf Augenhöhe mit einem Favoriten auf die Meisterschaft in der Bayernliga befunden zu haben.

von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
Waldkraiburg sagt Spiel gegen Aschheim ab 
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“
Schäffler: „Wir werden alles dafür tun, die Klasse zu halten“

Kommentare