Eine gepfefferte Kabinenpredigt

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Voller Einsatz der Rot-Blauen war gegen die Franken gefordert

Unterhaching  - Die Amateure der SpVgg haben die tolle Heimserie des Würzburger FV gebrochen und bewiesen gerade nach dem Rückstand eine großartige Moral.

Statistik

WÜRZBURGER FV – UNTERHACHING II 1:1
SpVgg Unterhaching II: Birner – Grunert (64. Alschinger), Hain, Drum, Schneider, Schwabl, Pasiciel, Thee, Yilmaz, Grahammer (46. Schuster), Mützel
Tore: 1:0 Riedner (23.) 1:1 Hain (60.)

Ein höchst achtbares 1:1 (0:1) erreichte die SpVgg Unterhaching II beim Würzburger FV. Schließlich hatten die Franken ihre ersten vier Heimspiele alle gewonnen. Hachings Coach Harry Deutinger war mit dem Unentschieden zufrieden, obwohl er sich mit seiner Truppe sogar noch mehr vorgenommen hatte: „Wir wollten den Würzburger Heimnimbus durch einen Sieg ganz brechen, aber das war schon eine sehr starke Mannschaft.“ Die Hachinger erwischten zwar einen ordentlichen Start in die Bayernliga-Begegnung, doch nach zehn Minuten kamen die Hausherren in Schwung. Ärgerlich aus Deutingers Sicht war die Entstehungsgeschichte der Würzburger Führung: „Wir haben einen Eckball und kriegen einen Konter. Der war allerdings sehr schnell gespielt.“ Über David Schmieg und Peter Deißenberger kam der Ball zu Tobias Riedner, der SpVgg-Schlussmann Maximilian Birner mit seinem Flachschuss keine Chance ließ (23.).

Brenzlige Situationen

Bis zur Pause hatten die Hachinger dann noch einige bange Momente zu überstehen, so parierte Birner großartig gegen den freien Andreas Ganzinger. „In dieser Phase, vom 1:0 bis zum Ende der ersten Halbzeit, haben wir uns von den unheimlich aggressiven Würzburgern mit ihren 500 frenetischen Fans im Rücken etwas ins Bockshorn jagen lassen, viele Zweikämpfe verloren und sind so in die Bredouille geraten“, stellte Deutinger fest. „Da wäre das 2:0 möglich gewesen und dann hätten wir wohl heimgehen können.“ So aber blieb alles offen, und Deutinger sprach in der Kabine Klartext: „Wenn wir verlieren, sind wir selber schuld, weil wir zu ängstlich spielen.“

Hain macht's per Kopf

Sein junges Team, in dem der eingewechselte Maximilian Schuster für frischen Wind sorgte, reagierte prompt, hielt nun dagegen. Christian Hains herrlicher Kopfballtreffer zum 1:1 nach Alex Schneiders Flanke (60.) war der verdiente Lohn für diese Steigerung. Danach war es ein heiß umkämpftes Spiel ohne die ganz großen Chancen, jedoch mit einer aussichtsreichen Kontergelegenheit für die SpVgg II (88.). „Leider haben wir da bei einer 4:3-Überzahl zu ungenau gespielt“, ärgerte sich Deutinger zwar über diese Szene. Der Hachinger Trainer gab aber auch zu: „Ein 2:1 für uns wäre des Guten zu viel gewesen. Mit dem Unentschieden waren wir gut bedient.“

von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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