Mit einem Ohr im Grünwalder Stadion

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Gute Aussichten: Als Marco Bläser (Mitte) das 3:2 erzielt, hat der SVH den Klassenerhalt so gut wie sicher.

SV Heimstetten - „Zu 99 Prozent“ hat der SV Heimstetten laut Manager Michael Matejka den Klassenerhalt sicher. Damit das eine Prozent Restrisiko gar nicht erst eintreten kann, braucht es aber noch einen Punkt beim 1. FC Schweinfurt.

Es ist ungeschriebenes Gesetz, dass Fußballtrainer jegliche Euphorie am besten schon im Keim ersticken. Würde man all die spaßbefreiten Floskeln à la „Es gibt keine leichten Gegner“ oder „Das nächste Spiel ist das schwerste“ aus dem Wortschatz der Übungsleiter streichen, wären die üblichen Pressekonferenzen nur mehr eine Sache von Minuten.

Auch Rainer Elfinger vom SV Heimstetten gehört eher in die Kategorie Mahner. Selbst, wenn man ihn um halb drei Uhr nachts aus dem Bett zerren würde, könnte er wahrscheinlich eine zehnminütige Lobrede auf jeden anderen Regionalligaclub halten – gefährlicher Gegner, unangenehme Mannschaft, keinesfalls unterschätzen und so fort.

„Ich muss als Trainer ja auf die Euphoriebremse treten“, räumt er vor dem letzten Saisonspiel beim FC Schweinfurt ein (Samstag, 14 Uhr). Jedoch kommt nicht mal der sonst so vorsichtige Coach umhin einzugestehen: „Momentan sieht es sehr gut aus, dass wir den direkten Klassenerhalt schaffen.“ So müssten nicht nur seine Heimstettner beim Aufsteiger leer ausgehen, sondern auch der designierte Meister FC Bayern München II zu Hause gegen Rosenheim verlieren. Ein Ausrutscher, den die Reserve des Rekordmeisters um jeden Preis verhindern will – schließlich gilt es für sie, Selbstvertrauen zu tanken vor der Aufstiegsrelegation gegen Fortuna Köln.

„Die Bayern werden ihre Hausaufgaben machen“, ist Elfinger überzeugt. Dennoch werde er in Schweinfurt „mit einem Ohr im Grünwalder Stadion sein“. Doch selbst, wenn von dort unvorteilhafte Nachrichten kommen, habe es der SVH ja selbst in der Hand, sagt Elfinger. „Ich glaube schon, dass wir in Schweinfurt mindestens einen Punkt holen.“ Zwar geht es auch für die Platzherren noch ums Ganze – im Falle einer Niederlage droht dem FCS der Direktabstieg. Doch Heimstetten hat sich zuletzt als Experte in Sachen Kellerduelle erwiesen: In den vergangenen sechs Spielen holte der SVH vier Siege, darunter auch gegen die direkten Konkurrenten aus Aschaffenburg und Hof.

Matchwinner in beiden Partien war Marco Bläser, der als Einwechselspieler drei Treffer markierte – zuletzt das 3:2 gegen Hof in der 90. Minute. „Marco ist momentan in der Joker-Rolle“, sagt Elfinger. „Aber mit seinem Torriecher ist er immer eine Option.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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