Schütze des goldenen Treffers gegen Amberg

Einsiedler: "Das war eine Frage der Zeit"

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Siegtorschütze Markus Einsiedler (unten) wird von Ulrich Taffertshofer geherzt.

SpVgg Unterhaching - Der Erfolgstrend der SpVgg Unterhaching setzt sich auch beim 1:0 (0:0) gegen den FC Amberg fort.

Es war ein hart verdienter Last-Minute-Sieg der SpVgg Unterhaching, die vor 1000 Zuschauern im heimischen Sportpark durch einen Kopfballtreffer von Markus Einsiedler in der Nachspielzeit gewann. Der Siegtorschütze Einsiedler, vor wenigen Tagen erst von seinem Thailand-Urlaub zurückgekehrt, schaute nach einer starken Hachinger Vorstellung im zweiten Durchgang abgekämpft aus. Der Torschütze setzte im Vergleich zum Pokalspiel-Sieg vor wenigen Wochen gegen den Bundesligisten FC Ingolstadt, als Einsiedler beim 2:1 als Doppeltorschütze erfolgreich war, diesmal kein allzu breites Grinsen auf. Das hatte seinen Grund: Im Urlaub hatte der 26-Jährige beim Einnehmen einer Mahlzeit auf etwas Hartes gebissen und ein Stück Zahn verloren. Über sein Siegtor freute er sich aber schon: „Das ist natürlich schön, wenn man am Schluss das Tor macht. Das war eine Frage der Zeit.“

Gegen die Amberger bissen sich die Hachinger im ersten Durchgang im wahrsten Sinne des Wortes zunächst die Zähne am kompakten Aufsteiger aus. Torchancen blieben zunächst Mangelware. Erst nach einer knappen halben Stunde fanden die Rot-Blauen die ersten Lücken. Nach einer Flanke von Alexander Piller köpfte Ambergs Alexander Jobst beim Klärungsversuch nur knapp am eigenen Tor vorbei (26.). Einen Freistoß von Dominic Reisner parierte FC-Torwart Matthias Götz (32.). Ein abgefälschter Schuss von Haching-Rückkehrer Maximilian Nicu flog links am Tor der Oberpfälzer vorbei (34.).

Die Gäste strahlten im ersten Durchgang keine Torgefahr aus und blieben auch in der zweiten Hälfte harmlos. Anders die Hachinger, die durch den immer besser ins Spiel findenden Nicu (49.) und Taffertshofer (52.) jedoch nicht erfolgreich waren. Nach einer kurzen Drangphase der Gäste mit zu ungenau platzierten Schüssen von Oliver Gorgiev (72.), Marco Wiedmann (74.) sowie einem knapp am Tor vorbeifliegenden Kopfball von Michael Plänitz (77.) war von den nun körperlich einbrechenden Ambergern nichts mehr zu sehen. Fortan spielte nur die SpVgg, die allerdings das Toreschießen vergaßen. Der Ex-Hachinger Jugendspieler Silas Göpfert klärte per Kopf vor dem hinter ihm lauernden Dominic Reisner zur Ecke (79.), bevor Einsiedler und Ulrich Taffertshofer nach einer Ecke eine Doppelchance vergaben (80.). Nachdem Nicu alleine vor dem gut parierenden Götz die beste Hachinger Chance versiebte (82.),vergaben auch wenig später Einsiedler (87.) und der eingewechselte Orestis Kiomourtzoglou (88.).

Erst nach einer Ecke schlug Einsiedler mit dem überfälligen 1:0 zu (90.+2). „Wir haben es unnötig spannend gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir einen guten Druck aufgebaut“, sagte Haching-Rückkehrer Nicu.

Seit vier Spielen ist die SpVgg in der Regionalliga Bayern mittlerweile ungeschlagen. Und blieb zudem im selben Zeitraum auch ohne ein Gegentor. „Das kann eine Eigenschaft sein, die einem weiterhelfen kann“, sagte Nicu. Der von 1997 bis 2004 schon einmal in Unterhaching aktive 32-Jährige fühlte sich bei seiner Rückkehr gut. „Das Eingewöhnen fiel mir nicht schwer. Hier ist meine Heimat“, sagte Nicu, der in der Nähe des Chiemsees aufwuchs.

Dass der einstige Bundesligaspieler von Hertha Berlin und dem SC Freiburg gleich die Trikotnummer zehn trug und anstatt wie bei seinen letzten Stationen in der Bundesliga nicht auf der Außenbahn sondern im Zentrum auflief, störte den ehemaligen Spieler des TSV 1860 München nicht. „Die Nummer zehn war frei. Im Zentrum zu spielen, ist kein Problem für mich. Im modernen Fußball ist es unabkömmlich, dass man sich auf neue Dinge einstellt“, sagte Nicu.

SpVgg-Trainer Claus Schromm, der Nicu noch aus seiner Zeit als Hachinger Jugendtrainer kennt, war von der Leistung des 32-Jährigen angetan: „Ich bin zufrieden mit ihm. Man sieht seine Souveränität im Spiel. Seine Erfahrung ist ein riesen Mehrwert für alle Beteiligten. Ich kenne ihn aus der Jugend noch als zentralen Mittelfeldspieler. Klar kann er beide Positionen spielen. Aber im Zentrum ist er wichtiger für uns“, lautete das Fazit von Schromm.

Quelle: fussball-vorort.de

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