Schromm tritt auf die Euphoriebremse

Eisbrecher Müller: Haching stößt Tor zur 3. Liga weit auf

Der Eisbrecher: Jim-Patrick Müller bejubelt sein 1:0. F: bro

Die SpVgg Unterhaching hat das Torzur 3. Liga ganz weit aufgestoßen. Nach einer eindrucksvollen Energieleistung in der zweiten Halbzeit schlugen die Hachinger gestern die SV Elversberg 3:0 (0:0) und gehen damit mit glänzenden Aussichten ins Rückspiel am Mittwoch (20.30 Uhr) in Elversberg.

Es war ein Festtag im Unterhachinger Sportpark. Das herrliche Wetter und 8000 Fans sorgten für beste Stimmung im Unterhachinger Sportpark. Entsprechend groß war die Erwartungshaltung im und rund um den Verein. Und das war der Mannschaft zunächst auch anzumerken. Nach ihren Seriensiegen in der Regionalliga Bayern stand den Hachingern plötzlich ein Gegner auf Augenhöhe gegenüber. In der Offensive fehlten die Geistesblitze, auf der anderen Seite sorgte der pfeilschnelle und wendige Merveille Biankadi immer wieder für Unruhe un der Hachinger Defensive. Man merkte den Hachingern an, was am Ende der bislang so glänzenden Sauson auf dem Spiel stand. Hinzu kam die Hitze: „Wer einmal selbst Fußball gespielt hat, der weiß, was es heißt, bei diesen Temperaturen immer wieder anlaufen zu müssen“, sagte Hachings Cheftrainer Claus Schromm.

In der Halbzeit lautete die Hachinger Devise – berichtete Schromm nach dem Schlusspfiff – „Ruhe zu bewahren“. Kapitän Ulrich Taffertshofer gab in der 51. Minute gleich mal einen gefährlichen Warnschuss ab. Sechs Minuten später strich ein Schuss von Alexander Piller knapp über die Latte.

Zudem lief Sascha Bigalke nun zur Höchstform auf und riss seine Mannschaft regelrecht mit. In der 60. Minute war es dann soweit: Jim-Patrick Müller, der sich nach durchwachsener erster Halbzeit mehr und mehr in die Partie biss, war nach einer scharfen Flanke mit dem Kopf zur Stelle.

„Das 1:0 war der Eisbrecher“, stellte Hachings langjähriger Kapitän Jonas Hummels fest. Der Bruder von Weltmeister Mats Hummels hatte seine Karriere verletzungsbedingt viel zu früh beenden müssen, freute sich gestern dafür aber umso mehr mit seinen früheren Mitspielern.

Die Gastgeber blieb nach der Führung am Drücker. Sascha Bigalke stand nach einem Missverständnis in der Elversberger Defensive goldrichtung und krönte seine starke Leistung mit dem 2:0 (64.).

Doch damit nicht genug. Der nach langer Verletzungspause eingewechselte Thomas Steinherr köpfte in der 74. Minute das 3:0. Elversberg konnte in der zweiten Halbzeit dem Hachinger Druck einfach nicht mehr standhalten.

Hachings Trainer Schromm war die Erleichterung über den klaren Sieg anzumerken. Er wäre aber ein schlechter Trainer, würde er jetzt nicht auf die Euphoriebremse treten: „Wir führen 3:0, nicht mehr und nicht weniger. Noch liegen 90 Minuten vor uns.“

Quelle: fussball-vorort.de

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