Pipinsried überrascht beim Spitzenreiter

Eisgruber trifft kurz vor Schluss zum Sieg

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Nur selten war so viel los vor dem Pipinsrieder Tor wie in dieser Szene im zweiten Durchgang.

FC Pipiunsried - Donnerwetter! Der FC Pipinsried ist mit einem Paukenschlag in die Frühjahrsrunde der Fußball-Bayernliga gestartet. Der abstiegsgefährdete Klub aus dem Dachauer Hinterland gewann am Sonntag das Auswärtsspiel beim Spitzenreiter VfR Garching mit 1:0.

In der ersten halben Stunde konnte sich im Stadion am See keines der beiden Teams einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Außer einem etwas zu hoch angesetzten Schuss des Garchingers Florian de Prato (10.) und einem etwas zu schwach ausgefallen Drehschuss des Pipinsrieders Manuel Eisgruber (19.) war nicht viel los vor den beiden Toren.

Die Garchinger fanden kein Mittel, das gut stehende Pipinsrieder Defensivbollwerk zu knacken. Das Ballgeschiebe des VfR war zudem nicht geeignet, die eigenen Fans im Stadion zu erwärmen, sie bedachten das uninspirierte Geschehen auf dem holprigen Geläuf mit einigen süffisanten Sprüchen.

Der FC Pipinsried musste schon nach einer halben Stunde erstmals auswechseln. Für den nach einem Tritt eines Garchingers angeschlagenen Arthur Kubica kam Vinceno Potenza ins Spiel. Der einzige Pipinsrieder, der im ersten Durchgang wenigstens sporadisch für etwas Betrieb im Garchinger Strafraum sorgte, war Emre Arik, doch auch er kam trotz allen Eifers zu keiner echten Torchance in den ersten 45 Minuten.

Den zweiten Durchgang begannen beide Teams wesentlich schwungvoller als die erste Hälfte, schon nach acht Minuten hatten die Garchinger Fans den Torschrei auf den Lippen. Dennis Vatany zog aus sechs Metern direkt ab, doch FCP-Keeper war hellwach und fischte die Kugel aus dem linken unteren Eck. Eine „Weltklasseparade“, wie ein VfR-Anhänger anerkennend meinte.

Und keine 60 Sekunden später hatte der in der Pause für Ruben Popa eingewechselte Serge Yohoua das 1:0 für Pipinsried auf dem Fuß, doch der von Vincenzo Potenza steil geschickte Ivorer lupfte den Ball über das von Torwart Daniel Maus gehütete VfR-Tor. Die taktisch hervorragend eingestellten Pipinsrieder ließen sich auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit nie aus der Reserve locken, sie gingen gegen ideenlose Garchinger diszipliniert und engagiert zur Sache. 13 Minuten vor Schluss kam Yohoua einen Schritt zu spät, so dass der ihm entgegenstürmende VfR-Keeper Maus die Gästechance doch noch im Keime ersticken konnte. 180 Sekunden später zog der kurz zuvor eingewechselte Sebastian Loibl aus zehn Metern trocken ab, doch Blantis reagierte erneut glänzend und bewahrte den FCP so vor dem 0:1.

Und was sich die mit zunehmender Spieldauer immer optimistischer werdenden Pipinsrieder Anhänger erträumt hatten, wurde kurz vor Schluss Realität. Manuel Eisgruber erzielte mit einem trockenen Schuss ins kurze Ecke den Siegtreffer für eine mannschaftlich überzeugende Truppe aus dem Dachauer Hinterland.

Garchings Coach Daniel Weber meinte nach dem Schlusspfiff: „Das war ein unverdienter Sieg für die Pipinsrieder, die nichts fürs Spiel gemacht haben. Der einzige Unterschied war der FCP-Torwart, der zweimal sehr gut gehalten hat. Wir haben vergessen, ein Tor zu schießen.“

Pipinsrieds Coach Bernd Weiß war anderer Meinung: „Das war ein überraschender Sieg nach einer durchwachsenen Vorbereitung. Wir haben mit Kubica und Popa zwei Spieler verloren, die den Ball gut halten können, aber aufgrund der tollen Leistung von Blantis war der Sieg verdient.“

von Robert Ohl und Rolf Gercke

Quelle: fussball-vorort.de

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