Miesbacher Brüder sind Deutscher Vize-Meister

Eder-Koproduktion im Finale

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Anschlusstreffer: Andreas Eder (l.) machte am Freitagabend das Tor zum 2:4 für den EHC München und überwand damit Mannheims starken Torhüter Dennis Endras. Die Torvorlage kam von Eders Bruder Tobias.

Assist Tobias Eder, Tor Andreas Eder: So hieß es im letzten Spiel um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft in Mannheim. Wie die Saison beim EHC München für die beiden Miesbacher ansonsten verlaufen ist, lesen Sie hier:

München/Miesbach – Der doppelte Eder, so sieht er aus: Tobias passt auf Bruder Andreas, der trifft ins Tor, nur noch 2:4. Das fünfte Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen den Adlern Mannheim und dem EHC München ist plötzlich wieder spannend. Die Münchner, die schon wie der sichere Verlierer aussahen, sind durch die Eder-Koproduktion wieder im Spiel. Durch das Tor schöpft der EHC noch einmal Hoffnung und gleicht anschließend tatsächlich aus. Aber in der Verlängerung schießen die Adler das 5:4, das Finale ist entschieden. Die Mannheimer schlagen Serienmeister München mit 4:1-Spielen und holen sich den Titel.

„Man muss das nüchtern betrachten und sagen, dass Mannheim in den fünf Spielen die bessere Mannschaft war“, sagt Andreas Eder, mit 23 Jahren der ältere der beiden Brüder. Für ihn waren es die dritten DEL-Playoffs, für Tobias (21) die ersten überhaupt. „Es ist schon Wahnsinn, die Erfahrung zu machen, im Finale auf dem Eis zu stehen. Ich war sehr beeindruckt“, sagt Tobias Eder. „Es ist schön zu sehen, dass ich mithalten und offensive Akzente setzen kann.“

Starke Auftritte zeigte auch Tobias Eder (l.) in den Playoffs gegen die Adler Mannheim. 

Tobias Eder ist mit seiner ersten Saison in München zufrieden. In der Hauptrunde kam er auf 27 Spiele, schoss drei Tore und bereitete sieben vor. Die Zahlen wären wohl noch besser gewesen, hätte sich Tobias Eder nicht Ende Januar an der Schulter verletzt. „Das war anfangs nicht so schön, weil ich nicht gewusst habe, was fehlt“, sagt er. „Ich habe gemeint, dass die Saison für mich vorbei ist. Es war aber Gott-sei-Dank nicht so schlimm wie erwartet. Die Bänder an der Schulter waren nur angerissen.“ Nach drei Wochen konnte Tobias Eder wieder Eishockey spielen. Als sich in den Playoffs mehrere Münchner Stürmer verletzten, war er gefragt und bestritt noch einmal vier Partien.

Andreas Eder ist schon einen Schritt weiter. Er bestritt alle 52 Hauptrunden-Spiele, in den Playoffs waren es 16 von 18. Auch in der Champions League stand der 23-Jährige in allen Partien auf dem Eis und gewann dort ebenfalls den Vize-Titel (wir berichteten). Seine Statistiken waren deutlich besser als in den vergangenen Jahren: Elf Tore in der Hauptrunde waren mit Abstand persönlicher DEL-Bestwert, dazu kam der eine Treffer in den Playoffs, als er das Zuspiel von Bruder Tobias verwertete. „Ich habe mich am Anfang etwas schwergetan, ab Weihnachten war ich aber gut drin“, sagt Andreas Eder.

Trainer Don Jackson (62) honorierte das mit mehr Eiszeit. Im Schnitt stand Andreas Eder in der Hauptrunde pro Spiel gut zehn Minuten auf dem Eis, in den Playoffs waren es etwas mehr als acht Minuten. „Man weiß nach dem Spiel, ob man geschwitzt hat oder nicht – und bei drei, vier Minuten auf dem Eis schwitzt man nicht“, sagt Andreas Eder. Diese Zeiten sind für ihn aber vorbei, er war über weite Strecken der Saison Center der vierten Reihe und rutschte in den Playoffs nach der Verletzung von Teamkollege Mark Voakes (35) in eine der drei Top-Reihen.

Das Wochenende nach der Final-Niederlage gegen die Adler Mannheim haben die Eder-Brüder zusammen mit ihren Münchner Mannschaftskollegen verbracht. Am Dienstag steht noch die Abschlussfeier mit den Fans auf dem Programm. Dann ist Zeit für eine kleine Pause, Regeneration und Urlaub. In der Sommervorbereitung werden Andreas und Tobias Eder aber wieder hart arbeiten. Denn Eiszeit bekommt man in der DEL als junger Spieler nicht geschenkt.

cf

Quelle: Merkur.de

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