Eiskalt erwischt: SpVgg schlittert in die Krise

Schneewalzer: Hachings Tobias Schweinsteiger (r.), sein Gegenspieler und der rote Ball beim Tanz auf dem rutschigen Rasen.

Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching steckt 2013 in der Krise. Das 0:2 im Nachholspiel gestern gegen den SV Wehen-Wiesbaden war bereits die dritte Niederlage in Folge. Zum Glück erlebten nur knapp 500 Zuschauer die dürftige Vorstellung der Hachinger im Schnee mit.

von Christian Amberg

In Schladming kämpften gerade die deutschen Ski-Asse um die Bronzemedaille im Team-Wettbewerb bei der Weltmeisterschaft, als in Unterhaching die Kicker anfingen, sich durch den Schnee zu wühlen. Es wäre die bessere Entscheidung gewesen, den spannenden Alpin-Wettkampf zu Hause am Fernseher zu verfolgen. Denn das alpine Ballspiel im Sportpark war ungefähr zur gleichen Zeit schon entschieden, wie sich in Österreich das deutsche Team den dritten Platz gesichert hatte.

Gerade zehn Minuten waren gespielt, als die Gäste aus Hessen 2:0 führten - und die ersten der kaum mehr als 500 (entgegen der offiziellen Durchsagen wirklich anwesenden) Zuschauer schon wieder das Stadion verließen. Es war eine Partie, die wegen der Terminknappheit wohl angepfiffen werden musste. Doch auch wenn das Geläuf bespielbar war, hatten die Darbietungen mit Fußball wenig zu tun. Vor allem spielerische Klasse auf den Rasen zu bringen, wie es die SpVgg pflegt, war unmöglich. Dummerweise mussten Hachings Trainer wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von Maximilian Welzmüller kurzfristig ein weiteres Mal umstellen. Mit Jonas Hummels, Quirin Moll und Kevin Hingerl standen drei Neue in der Startelf.

Der bedauernswerte Korbinian Müller im Tor konnte einem leid tun

Gewinner sehen anders aus: Gegen den SV Wehen-Wiesbaden ging die SpVgg, hier Quirin Moll, zu Boden.

Auf die Bedingungen besser eingestellt hatten sich die Gäste. Nach dem ersten Angriff und einer Flanke von der linken Seite hielt Robert Müller seinen Fuß hin und traf in der 8. Minute zum 0:1. Zwei Minuten später spazierte Janjic durchs Hachinger Mittelfeld und zog aus 16 Metern flach ab - 0:2. Der bedauernswerte Korbinian Müller im Tor konnte einem wie beim 1:3 gegen Halle schon wieder leid tun.
Eiskalt erwischt sozusagen. Und erwärmender wurde der Auftritt der Gastgeber nicht. Sie mühten sich zwar um Spielkontrolle, was oberflächlich gesehen auch gelang, Wehen musste schließlich nicht mehr viel tun. Ballkontrolle war aber das andere Problem. Die gelang auf dem schmierigen Schneeboden selten.

Im zweiten Durchgang erwachte unübersehbar Unterhachings Kampfgeist, auch der eingewechselte Andreas Voglsammer brachte eine Portion mehr Schwung ins Offensivspiel - und siehe da: Es gab sogar eine Torchance für die Hausherren. Kapitän Stephan Thee scheiterte mit einem Flachschuss an SVW-Schlussmann Gurski (71.). Den dritten Treffer der Gäste hatte Korbinian Müller zuvor mit einer tollen Parade gegen den heranstürmenden Janjic (60.) verhindert.

Fazit: Die SpVgg hofft auf sonnigere Zeiten...

Quelle: fussball-vorort.de

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