Mission Klassenerhalt

Eisstockschützen des TSV Hartpenning starten in Bundesliga

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Sind bereit für die 1. Bundesliga: (v.l.) Markus Mainka, Andreas Lampert, Peter Erlacher und Gustl Bauer.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte starten die Eisstockschützen des TSV Hartpenning der 1. Bundesliga. Die Vorrunde steigt am Samstag in Peiting.

Hartpenning – In der Sommer-Saison gehören die Stockschützen des TSV Hartpenning zum festen Inventar der 1. Bundesliga. Im Winter hingegen ist die höchste deutsche Spielklasse für das Team aus dem Landkreis-Norden absolutes Neuland. Am Samstag tritt die TSV-Moarschaft nun erstmals in der Vereinsgeschichte im Oberhaus an. Ausgetragen wird die Vorrunde im Stadion des EC Peiting.

1. Bundesliga besteht aus 28 Mannschaften

Die 1. Bundesliga besteht aus 28 Mannschaften – vorwiegend aus dem südlichen Bundesgebiet. Geschossen wird an drei Spieltagen. Am Samstag stehen für die Hartpenninger die ersten zwölf Partien an, die restlichen werden Mitte Januar in Waldkirchen ausgeschossen. Insgesamt sind getreu dem Modus Jeder-gegen-Jeden 27 Begegnungen zu absolvieren. Die besten sechs Moarschaften qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft, die letzten sechs Klubs steigen in die 2. Bundesliga ab.

Als Aufsteiger ist das Saisonziel für die TSV-Schützen klar: „Wir wollen den Klassenerhalt schaffen“, sagt Hartpennings Gustl Maurer. „Die 1. Bundesliga ist deutlich stärker als die 2. Bundesliga. Das ist für die Aufsteiger eine große Herausforderung. In den vergangenen Jahren sind immer zwischen drei und fünf Aufsteiger direkt wieder abgestiegen.“ Für den TSV werden neben Maurer Andreas Lambert, Markus Mainka und Peter Erlacher antreten. Als fünfter Mann fährt Hans Schmid mit nach Peiting. Ursprünglich war Stefan Zellermayer für das Team eingeplant gewesen, doch beim letzten Spiel der Fußballer vor der Winterpause zog er sich eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zu und wird noch einige Wochen ausfallen.

TSV Hartpenning mit Vorbereitung zufrieden

Mit der Vorbereitung sind die Hartpenninger zufrieden, unter anderem holten sie einen starken vierten Rang beim gut besetzten Turnier in Regen und gewannen vor einer Woche die Bezirksmeisterschaft. „Wir haben viel trainiert, aber die Bundesliga ist schon eine Hausnummer“, sagt Maurer. „Ich hoffe, dass wir uns in der Vorrunde schon ein kleines Polster für die Rückrunde schaffen können. Wenn wir die Hälfte der Punkte holen, wäre das ein super Ergebnis.“

Dafür gilt es aber erst einmal mit den Bedingungen in Peiting zurecht zu kommen. Da das Stadion früher ein Freiluft-Stadion war, hängen die Bahnen etwas. Was damals dafür gedacht war, dass unter freiem Himmel bei Regen das Wasser auf dem Eis ablaufen kann. „Das macht es für uns nicht leichter“, sagt Maurer. „Wenn es läuft, dann merkt man das gar nicht. Aber wenn es nicht so hinhaut, dann können einen die Bahnen richtig ärgern.“ Bleibt zu hoffen, dass die Hartpenninger einen guten Tag erwischen und so ihre Nerven schonen können.  

Frauen-Bundesliga abgesagt

Der Defekt an der Eisanlage im Waldkraiburger Eisstadion wirkt sich nicht nur auf die Eishockeyspieler des TEV Miesbach und der SG Schliersee/Miesbach 1b aus, deren Spiele am Wochenende aufgrund der Schließung der Halle abgesagt werden mussten. Auch die Hinrunde der 1. Bundesliga der Eisstockschützinnen musste gestrichen werden. Aus dem Landkreis wären der TSV Hartpenning und der EC Fischbachau dabei gewesen. Was für Auswirkungen das auf den Modus hat, ist noch unklar. „Ich vermute, dass es so sein wird, wie bei den Herren im letzten Jahr“, sagt Sandra Schneider, Sprecherin des Eisschützen-Kreises 302. „Dann werden vermutlich die Vor- und Rückrunde komplett am 12. und 13. Januar 2020 geschossen.“ Dieser Termin war eigentlich nur für die Rückrunde und die Bahnenspiele eingeplant. Nun droht ein wesentlich engerer Terminplan mit 29 Spielen an zwei Tagen. Geschossen wird dann übrigens im Eisstadion des EC Peiting.

ts

Quelle: Merkur.de

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