A-Klasse 6: Kompakt

Emotionales Derby in Huglfing, Söchering ärgert Tabellenführer Bichl

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Perfekter Auftakt für Huglfing: Nach nur vier Minuten traf Jonas Listle (im gelben Trikot) gegen Eberfing zum 1:0. Dieser Treffer reichte den Gastgebern jedoch nicht zum Sieg, am Ende hieß es 1:1. Das Tor für Eberfing erzielte Martin Plonner (weißes Trikot).

Es waren jede Menge Emotionen im Spiel, und am Ende gab es im Nachbarderby zwischen dem SC Huglfing und dem SV Eberfing keinen Sieger. Ein Unentschieden erkämpfte sich auch der SV Söchering im Heimspiel gegen Tabellenführer Bichl.

SC Eibsee Grainau 1
FC Penzberg II 0

Tor: 1:0 (37.) B. Yerli (Eigentor). Schiedsrichter: Robert Jyrek (SV Bad Heilbrunn). Zuschauer: 30.

Andreas Zinn genügte ein Wort, um den Heimsieg seiner Mannschaft zu beschreiben. „Dreckig“, sagte der Spielertrainer der Grainauer. „So war er.“ Was er damit meinte: Spielerisch war seine Elf der Bezirksliga-Reserve aus Penzberg klar unterlegen. Mit hoher technischer Klasse hatten die Gäste das Geschehen stets im Griff. „Die können alle richtig kicken“, betonte Zinn. Doch die Grainauer können kämpfen – und taten das mit Bravour. Ende der ersten Halbzeit gab es nach einer Grainauer Ecke ein Gestocher, der Ball flipperte zwischen den Spielern hin und her, ehe er im Netz lag. Von Seiten des FCP war keine Stellungnahme zu bekommen.  nutz

SC Huglfing 1
SV Eberfing 1

Tore: 1:0 (4.) Listle, 1:1 (64.) Plonner. Gelb-rote Karte: Huglfing: Lory (66., wiederholtes Foulspiel). Schiedsrichter: Rupert Schneider (SF Bichl). Zuschauer: 250.

Als Schiedsrichter Rupert Schneider dieses Spitzenspiel abpfiff, brachen beide Seiten nicht gerade in Jubelarien aus. „Das war chaotisch“, beschrieb Huglfings Trainer Anton Heichele die vorangegangenen 90 Minuten. Sein Eberfinger Kollege Anton Geiger war zwar mit der Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft zufrieden, doch hatte er auch viel Verbesserungswürdiges bei seiner Mannschaft beobachtet – vor allem im Spiel nach vorn: „Wir haben die Angriffe schlecht zu Ende gespielt.“ Unterm Strich kam ein Unentschieden heraus, mit dem beide Kontrahenten leben mussten.

Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Nach einem Pfostenschuss aus dem Gewühl heraus sprang der Ball Jonas Listle vor die Füße, der mühelos aus kurzer Entfernung zum 1:0 für den SC vollendete. Zwei Minuten später rettete Eberfings Johannes Ammer für seinen Torhüter nach einer scharfen Hereingabe von Thomas Schelle.In der Folge bekamen die Zuschauer in diesem umkämpften und teilweise emotionsgeladenen Derby für lange Zeit keine Strafraumszenen mehr zu sehen. Meist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Zahlreiche Fehlpässe hüben wie drüben ließen keinen Spielfluss aufkommen. Fast mit dem Pausenpfiff gaben die Eberfinger ihren ersten Torschuss ab. Auch in der zweiten Hälfte waren nennenswerte Aktionen zunächst Fehlanzeige. dann aber wurde es richtig munter. Erst traf Martin Plonner mit einem platzierten Freistoß zum 1:1 für Eberfing, zwei Minuten später waren die Huglfinger nur noch zu zehnt. Nach einer Notbremse, für die es auch glatt Rot hätte geben können, sah Dominik Lory die Ampelkarte. Den folgenden Plonner-Freistoß konnte SC-Torhüter Maximilian Fischer zwar abklatschen, den abprallenden Ball köpfte Sebastian Ammer gegen die Latte (67.). „Es ärgert mich, wie wir durch zwei blöde Aktionen das Spiel fast hergeschenkt hätten“, so Heichele verärgert. In der Folge fingen sich die Huglfinger wieder. Sie waren trotz Unterzahl ein ebenbürtiger Gegner, auch wenn die Eberfinger optisch überlegen waren. In der 90. Minute hätten sie die Partie sogar noch gewinnen können, doch Fabian Helgert scheiterte an Eberfings Schlussmann Tobias Sageder. „Für mich waren das zwei verlorene Punkte“, konstatierte Eberfings Geiger. „Wir müssen uns wieder steigern“, stellte SC-Coach Heichele fest.  ssc

SV Söchering 2
SpFrd Bichl 2

Tore: 0:1 (30.) Kinghorst, 1:1 (70.) Guggemoos, 1:2 (73.) Schilcher, 2:2 (80.) Guggemoos. Schiedsrichter: Hanspeter Rötzer (ASV Habach). Zuschauer: 100.

„Wir sind mit dem Unentschieden zufrieden“, sagte Söcherings Trainer Stefan Kreitmair. Trotz des respektablen Unentschiedens gegen den Tabellenführer gefiel ihm aber nicht alles, was seine Mannschaft zeigte. Beide Mannschaften hatten merklich Probleme, ins Spiel zu kommen und sich Chancen zu erspielen. So prägten viele Fehlpässe und Ballverluste das Spiel in den ersten 45 Minuten. Kreitmairs Kommentar: „Es kam einfach von beiden Seiten kein Spielfluss auf.“ Die Bichler konnten sich damit trösten, dass ihnnen nach einer halben Stunde zumindest ein Treffer gelungen war. Besser wurde es auch in der zweiten Hälfte nicht: Chancen waren so gut wie Fehlanzeige, dafür gab es Ballverluste hüben wie drüben. „Am Ende haben wir dann den Ausgleich mit der Brechstange erzwungen“, sagte Kreitmair – und das gleich zweimal. Vor allem mit seinem Stürmer Anton Guggenmoos war der SVS-Coach zufrieden: „Er hat heute wieder aus wenigen Chancen zwei wichtige Treffer gemacht“, lobte Kreitmair.  mo

FC Oberau 2
ASV Antdorf II 0

Tore: 1:0 (10.) Korthals, 2:0 (56.) Fischer. Schiedsrichter: Matthias Dolderer (FC Seeshaupt). Zuschauer: 80.

Das Tief bei der Antdorfer Reserve hält an: Beim 0:2 in Oberau handelte sie sich die dritte Niederlage in Folge ein. Auch nachdem die Gastgeber bereits nach zehn Minuten durch einen Konter in Führung gegangen waren, behielten die Gäste ihre Defensivtaktik bei. Zwar ließen sie dadurch nur wenige Chancen zu, in der Offensive herrschte dagegen Flaute. „Wir haben heute einfach keinen Druck nach vorne zusammen gebracht und sind nicht ins Spiel gekommen“, sagte Antdorfs Trainer Anton Panholzer. Auch nach Wiederanpfiff dominierte die Heimmannschaft, Antdorf war schlussendlich ohne jegliche Chance. „Wir hatten heute einen schlechten Tag und Oberau hat auch verdient gewonnen“, so Panholzers Fazit. mo

Quelle: Merkur.de

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