SVP-Coach will noch drei Siege

Endspurt vor der Winterpause: Schmöller dosiert Training

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Frank Schmöller ist froh, dass die englischen Wochen vorbei sind. F: Leifer

Es zieht sich: Seit Mitte Juli ist der SV Pullach im Punktspieleinsatz. Drei Partien stehen dem Titelverteidiger und aktuellen Zweiten der Bayernliga Süd in diesem Jahr noch bevor, die nächste am Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den Tabellenzehnten ASV Neumarkt. 

Natürlich hat die Konkurrenz das gleiche Mammutprogramm zu absolvieren, doch da ist eben der kleine Unterschied, dass die Raben fast immer gegen jenes Team spielen müssen, das in der Runde zuvor turnusgemäß pausieren durfte.

Große Ausnahme: Das Gastspiel am vergangenen Samstag beim TSV 1865 Dachau. Der 4:2-Sieg seiner Mannschaft bestätigte Frank Schmöller nur in seinem Urteil über die Auswirkungen des Terminplans: „Man hat gesehen, dass wir diesmal genauso frisch waren wie der Gegner, der ausnahmsweise nicht vorher spielfrei war.“ Wobei der Trainer bei einem normalen Spielrhythmus die Situation durchaus ohne zu Klagen annimmt: „Wenn wir im Wochenabstand spielen, macht das nichts aus. Aber wenn du am Samstag gegen Rain und am Dienstag gegen Heimstetten spielen musst, ist das schon von Bedeutung“, sagt er mit Verweis auf die zwei schweren Partien gegen die ausgeruhten direkten Konkurrenten Ende Oktober. Am Ende stand bekanntlich ein 1:1 gegen Rain und ein 0:3 gegen Heimstetten, nebst Abgabe der Tabellenführung an den Gegner.

Doch im Jahres-Endspurt gibt es ja keine englischen Wochen mehr. Nach dem Sieg in Dachau ist Schmöller deshalb zuversichtlich, „dass wir unser Ding jetzt in den letzten drei Spielen, in denen wir noch gefordert sind, durchziehen. Das Training wird entsprechend dosiert.“ Schon vor dem Dachau-Spiel hatte der Übungsleiter seinen Raben als Belohnung für den 2:1-Sieg in Landsberg vier Tage freigegeben. „Das hat man gemerkt“, fand er.

Tatsächlich sprühten zuletzt wieder einige Raben vor Energie, etwa Andreas Roth, dem Schmöller bescheinigte: „Er ist in Dachau als Kapitän vorangegangen.“ Oder Lukas Dotzler, Bayernliga-Kanonier Nummer eins, der, statt stur seinem 18. Treffer nachzujagen, bei den ersten beiden Toren lieber Daniel Leugner wunderbar in Szene setzte. Ein anderer Pullacher dürfte vom Dachau-Spiel einen Schub mitgenommen haben, obwohl er wohl noch gar nicht auf dem Zahnfleisch daherkam: Alexander Jobst wechselte erst im September an die Gistlstraße, davor hatte der Regionalliga erprobte Abwehrmann beim SV Donaustauf nur vier Landesliga-Einsätze verzeichnet. In Dachau durfte er sein erstes Tor bejubeln: „Das freut mich sehr für ihn“, sagt Schmöller, der diesen Kopfballtreffer als Belohnung für den 27-Jährigen betrachtet, der die zwischenzeitlich dezimierte Defensive stabilisierte und zuletzt sogar auf seinen bevorzugten Platz in der Innenverteidigung verzichtete, weil außen Not am Mann war. „Er ist ja auf Anhieb Stammspieler geworden und macht das jetzt auch auf der ungewohnten rechten Verteidigerposition sehr gut.“

Und das ist ganz nach dem Geschmack des Trainers, der betont: „Diese Spiele am Ende werden vor allem durch Einstellung und Charakter entschieden. Und in Dachau haben wir bewiesen, dass wir da nicht so schlecht sind.“

SV Pullach: Krasnic – Jobst, Mooshofer, Benede, Marseiler, Bauer, Dinkelbach, Hutterer, Leugner, Roth, Dotzler

Quelle: fussball-vorort.de

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