Engagement allein reicht nicht

- VON ROLAND HALMEL Weilheim - Drei Wochen Spielpause, fünf fehlende Stammkräfte und als Gegner die Mannschaft der Stunde: So richtig überraschend kam da die 0:3 (0:2)-Heimniederlage des "vorletzten Aufgebots", so Weilheims neuer Fußball-Chef Werner Hägl, gegen den SV Aubing nicht. Auch Co-Trainer Gediminas Sugzda, der den verhinderten Martin Kindermann vertrat, zürnte der Mannschaft nicht. "Das Engagement war da, wir hatten auch die größeren Spielanteile, letztlich hat Aubing unsere Schwächen aber konsequent ausgenutzt", resümierte Sugzda.<BR>

Gleich die erste Chance nutzte der Vierte der Bezirksliga zur Führung. Nach einem Freistoß kam Manuel Helmbrecht (8.) völlig unbedrängt an den Ball und ließ sich diese Einladung der TSV-Abwehr nicht entgehen. Diese Nachlässigkeit wäre schnell vergessen gewesen, hätte auf der Gegenseite Stanislav Krotak seine beiden guten Möglichkeiten zum Ausgleich genutzt. Doch mit dem Torabschluss standen die Weilheimer im letzten Spiel vor der Winterpause auf Kriegsfuß. <P>Darüber hinaus machten sich die Gastgeber weiterhin selbst das Leben schwer. Nach einem Fast-Eigentor (24.) unterschätzte TSV-Torhüter Ludwig Spitzer einen Rückpass (37.). Der Ball holperte über seinen Schlappen FUSSBALL und ging zum Glück für die Hausherren nur ans Außennetz. Fortuna stand dem TSV auch zur Seite, als Florian Niklas (25.) auf das Weilheimer Tor losstürmte. Doch anstatt die Kugel selbst zu versenken, legte er quer. Sein mitgelaufener Stürmerkollege kam aber nicht an den Ball. Besser machte es dann Sekunden vor der Pause Stefan Paul (45.), der ein Durcheinander in der Weilheimer Abwehr zum 2:0 nutzte. <P>In die zweite Hälfte starteten die Gastgeber mit viel Schwung. Schüsse von Michael Berndt und Steffen Thiel fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Die dritte und gleichzeitig größte Chance vergab dann Torsten Wechsler (55.), der aus fünf Metern am Torwart scheiterte. <P>In der Folge verflachte die Partie. Auf dem rutschigen Boden taten sich die Weilheimer gegen die stabile Aubinger Deckung immer schwerer. Die Gäste verlegten sich auf Konter, einer davon brachte schließlich die Entscheidung. Den Alleingang von Paul konnte Spitzer zwar noch parieren. Die TSV-Hintermannschaft brachte den Ball aber nicht aus der Gefahrenzone, so dass Helmbrecht (70.) aus spitzem Winkel das 3:0 markierte. Die Hausherren bemühten sich immerhin um Resultatsverbesserung. Drei gute Distanzschüsse von Weilheims auffälligsten Akteur, Michael Berndt, blieben jedoch erfolglos. <P></P>

Quelle: Merkur.de

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