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Kreisklasse Erding: Entscheidet der Absteiger den Titelkampf?

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Von: Tobias Fischbeck

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Heißes Derby: Ordentlich zur Sache ging es zwischen der Moosinninger Reserve (gelb-schwarz) und dem SV Eichenried. Hier „unterhält“ sich Michael Kopp mit dem am Boden liegenden Thomas Auerweck. 2:0-Wertung bei Nichtantritt Huber beharrt auf der Spielordnung „Wir lassen uns nicht hängen“
Heißes Derby: Ordentlich zur Sache ging es zwischen der Moosinninger Reserve (gelb-schwarz) und dem SV Eichenried. Hier „unterhält“ sich Michael Kopp mit dem am Boden liegenden Thomas Auerweck. 2:0-Wertung bei Nichtantritt Huber beharrt auf der Spielordnung „Wir lassen uns nicht hängen“ © Christian Riedel

Torverhältnis kann Ausschlag geben: Eichenried am letzten Spieltag in Buch

Eichenried/Moosinning/Buch – Die Kreisklasse steuert auf das spannendste Finale seit Jahren zu. Gewinnt der FC Moosinning 2 am Sonntag in Moosen, ist er punktgleich mit dem SV Eichenried. Und weil der direkte Vergleich ebenso ausgeglichen ist, beide gewannen ihr Auswärtsspiel 1:0, zählt dann das Torverhältnis. Und in diesem Fall könnte ausgerechnet die schwächste Mannschaft der Liga das Zünglein an der Waage sein: der SV Buch.

Während der FCM noch seine Hausaufgaben bei den Spielen am Sonntag in Moosen (siehe Bericht unten) und eine Woche später gegen Finsings Reserve erledigen muss, braucht das an diesem Wochenende spielfreie Eichenried nur noch einmal anzutreten: am letzten Spieltag beim feststehenden Absteiger Buch. Und genau diese Konstellation verursacht bei manchem Moosinninger Kopfschmerzen. Schon die komplette Saison über hatten die Bucher mit erheblichen Personalsorgen zu kämpfen – die Reserve wurde bereits vom Spielbetrieb abgemeldet. Dennoch spitzte sich die prekäre Situation immer weiter zu. Vergangenes Wochenende konnten die Bucher gegen Klettham gerade einmal zehn Spieler aufbieten – und wurden mit 0:7 überrollt.

Im Moment steht Moosinning beim Torverhältnis (62:16) im Vergleich zu Eichenried (65:20) um einen Treffer besser da – bei einem Spiel weniger. Allerdings könnte der SVE gegen eventuell erneut dezimierte Bucher unter Umständen ein Schützenfest und damit die Meisterschaft sowie den direkten Aufstieg feiern. Soweit die Moosinninger Sorge.

Eine andere Sorge haben dagegen die Eichenrieder. Sollte nämlich Buch nicht antreten – wie vor drei Wochen in Forstern – würde die Partie nur mit 2:0 für den SVE gewertet. Das wiederum würde dem FCM entgegenkommen.

„Die Spiele gegen Buch können nicht einfach aus der Wertung genommen werden“, sagt Spielleiter Florian Neubert auf Nachfrage. „Das ist durch die Spielordnung des BFV ganz klar geregelt. Im Amateurbereich hat man öfters die Situation, dass ein Verein mal nicht alle Spieler zur Verfügung hat“, erklärt Neubert. „Da könnte man die ganze Saison durchschauen und würde immer Spiele finden.“ Zum Beispiel hätten beide Spitzenteams innerhalb einer Woche gegen Klettham gespielt: Eichenried habe 4:3 gewonnen, Moosinning 8:0. Der Spielleiter fasst zusammen: „Ganz einfach ausgedrückt habe ich keine Möglichkeit, Spiele aus der Wertung zu nehmen.“

Der SV Eichenried beharrt ebenfalls auf der Spielordnung. Vorsitzender Stefan Huber verteidigt den SV Buch. „Erst einmal möchten wir festhalten, dass es klare regulatorische Vorgaben seitens des Verbandes gibt, an die wir uns natürlich halten. Wir sind darüber hinaus nicht verantwortlich für die Abschaffung eines Bereinigungsspiels, ferner für die Festlegung des Spielplans und die damit verbundenen Terminierungen“, betont er. „Der BFV hat festgelegt, dass bei Punktgleichheit der direkte Vergleich und dann das Torverhältnis zählt, daran werden wir uns halten. Wir befinden uns in einem sportlichen Wettkampf.“ Der SVE-Vorsitzende stellt fest: „Es kann doch nicht erwartet werden, dass wir mit angezogener Handbremse spielen, nur, weil wir am letzten Spieltag gegen den Tabellenletzten spielen und es eventuell möglich ist, dass das Torverhältnis die Meisterschaft entscheiden wird.“ Die dünne Personallage in Buch sei seit Wochen bekannt, und auch andere Mannschaften hätten im Laufe der Saison davon profitiert.

Die Annahme, in Buch könnte ein Eichenrieder „Scheibenschießen“ stattfinden, das die Meisterschaft entscheidet, und die damit verbundene Anfrage der Heimatzeitung erachtet Huber „Buch gegenüber respektlos“ und die Formulierung als „befremdlich“. Er wünsche sich, „dass Buch sein Bestes geben und die Meisterschaft auf dem Rasen entschieden wird“.

„Wir werden definitiv antreten, die bestmögliche Mannschaft aufbieten, und die, die auf dem Platz stehen, werden alles raushauen, was geht“, verspricht Buchs Spielertrainer Dominic Fumelli. „Wir lassen uns nicht hängen. Das können auch die Kletthamer sicher bestätigen.“

Die Moosinninger Reserve möchte sich erst einmal auf diesen Sonntag konzentrieren. Daher wolle er zu dem Thema auch keine Stellungnahme abgeben, ließ Spielertrainer Bene Thumbs verlauten.

2:0-Wertung bei Nichtantritt

Huber beharrt auf der Spielordnung

„Wir lassen uns nicht hängen“

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