Das Ergebnis mein Freund

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Zur Stelle: Ferdinand Kozel bewahrte seine Elf gleich mehrmals vor einem Negativerlebnis und rettete den Sieg.

Eching - Ja, es gibt Spiele, die kann ein Mann alleine entscheiden. Manchmal ist es der genialen Spielmacher, ein ander mal der kaltschnäuzige Mittelstürmer und dann wieder ist es der Schlussmann. In diesem Fall heißt der Goalie Ferdinand Kozel.

Kozel 1 – Schindler 3, Bacic 3, Potenza 3, Edlböck 3 – J. Hoffmann, 3, Eichler 4 (83. Deutschmeyer), Rödl 4 – Christophersen 4 (56. Enckell), Bircan 4 (66. N. Hoffmann), Hrgota 3. Tore: 0:1 Alexandros Tanidis (24.), 1:1 Robert Eichler (41.), 2:1 Fabijan Hrgota (72.). Zuschauer: 130. Schiedsrichter: Michael Kögel (SV Schwabsoien).

Gleich zu Beginn des Spiels präsentierte der TSV eine große Überraschung: Nach den Ausfällen seiner Defensivkräfte Ehbauer und Züfle beorderte sich Echings Trainer Ivo Bacic gleich selbst in die Abwehrreihe seiner Mannschaft. Regelmäßige Engagements soll es in Zukunft aber keine in der gerade auswärts anfälligen Echinger Abwehr geben: „Nur aus der personellen Not heraus“ habe er sich für diese Maßnahme entschieden, so Bacic.
Zum Spielgeschehen: Im Vorfeld dieser Partie warnte Bacic seine Mannen vor dem gefährlichen Spiel der Dachauer Gäste, die aus einer massiven Abwehr heraus ihre pfeilschnellen Konter ansetzen, die schon oft zum Torerfolg führten. Entsprechend motiviert begann Eching die Partie und setzte den ASV massiv unter Druck, erarbeitete sich aber zu wenig Möglichkeiten. Den Gästen blieb über lange Zeit lediglich die Rolle der Statisten, dann aber nahm Dachau plötzlich das Heft in die Hand: Alexandros Tanidis spazierte unbedrängt durch die TSV-Abwehr, die ihn brav gewähren ließ und bewundernd zuschaute – 0:1 (24.). Die Echinger Fans nahmen es mit sichtlichem Humor: „Jetzt wird unsere Mannschaft doch wohl endlich aufwachen!“ Das Gegenteil war der Fall: Dachaus Offensivkräfte spielten zeitweise Katz und Maus mit der Echinger Abwehr, und so musste der sehr aufmerksame TSVKeeper Kozel seine Mannschaft einige Male vor einem noch höheren Rückstand bewahren. Kurz vor der Halbzeit schlug es dann aber doch im Gehäuse des ASV ein: Fabi Hrgota, umringt von drei Gegenspielern, setzte Robert Eichler glänzend in Szene, der den Ball nur noch ein schieben musste – 1:1 (41.). Trainer Ivo Bacic konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: „Wir wollten den Gegner mit schnellem Spiel überraschen. Das haben wir nicht konsequent genug umgesetzt“, wird er später zu Protokoll geben. Auch in der zweiten Hälfte ein unverändertes Bild: Dachau präsentierte sich überraschend spritzig und demonstrierte in zahlreichen Situationen seine Torgefährlichkeit. Eching dagegen brachte aus dem Mittelfeld zu wenig Impulse in die Spitze, es fehlte eindeutig an Bewegung. Selbst lautstarke Kommandos waren auf dem Spielfeld nur wenige zu hören. Oder wie es Bacic bezeichnete: „Das war heute absoluter Schlafwagenfußball.“ Hellwach war zumindest der wacker kämpfende Hrgota in der 72. Minute, als er nach einer Flanke von Schindler mustergültig in Szene gesetzt wurde und den Ball mit dem Kopf in die Dachauer Maschen drückte: 2:1.

Kotzel: Eine Bank

Die Gäste aber witterten auch in der Schlussviertelstunde ihre Chance und antworteten mit wütenden Gegenangriffen. Ein ums andere Mal hielt der glänzend aufgelegte Kozel die Führung des TSV fest. Seine Vorderleute hingegen stocherten so wirkungslos in der Dachauer Hälfte herum, dass Echings Fußball-Abteilungsleiter Marcus Heiss an der Seitenlinie förmlich explodierte: „Da spielst du mit fünf Stürmern und bringst den Ball vorne nicht rein!“ Gelassener sah es ein sichtlich ausgepumpter Ivo Bacic nach der Partie: „Insgesamt kann ich mit der Leistung wirklich nicht zufrieden sein. Beim Auswärtsspiel am Freitag müssen wir uns gewaltig steigern.“

von Jörg Scharnweber

Quelle: fussball-vorort.de

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