Unterföhring lässt viele Spieler gehen

Erst zu groß, jetzt zu dünn: Kaderumbruch beim FCU

Abschied nach dreieinhalb Jahren beim FC Unterföhring: Attila Arkadas wechselt zum Regionalliga-Konkurrenten FC Pipinsried. FOTO: DIETER MICHALEK

Das Abenteuer Regionalliga startete der FC Unterföhring mit einem großen Kader, aber nun, zur Winterpause, sieht alles anders aus. Mit drei Abgängen und vier Langzeitverletzten wird es die kommenden Wochen eng für das Schlusslicht von Bayerns höchster Amateurklasse.

Der FCU wird die Saison aber seriös zu Ende spielen und deshalb wohl auch noch den einen oder anderen Spieler nachverpflichten.

Der erste Abgang war Robert Söltl, der einst ein Wunschspieler von Trainer Thomas Seethaler kam. Der 31-Jährige hatte acht Teilzeiteinsätze mit 158 Spielminuten in der Regionalliga. „Für ihn kam die Regionalliga zehn Jahre zu spät“, sagt der Unterföhringer Vize-Präsident Bernd Mayer über den Angreifer, der menschlich als starker Typ galt. Er veränderte sich zurück zu der SpVgg Feldmoching (Bezirksliga). Einen Heimkehrer feiert auch der Landesligist VfB mit Andreas Kostorz, dessen Wechselwunsch in den vergangenen Wochen für den FCU etwas überraschend kam. Begeistert war der Verein nicht, ließ den 26-Jährigen nach einem halben Jahr Unterföhring dann aber doch ziehen. Kostorz hatte 14 Einsätze (ein Tor) und wurde von den Verantwortlichen unterschiedlich beurteilt. Eine feste Größe in Unterföhring war Attila Arkadas, der im Sommer 2014 aus Wolfratshausen kam und nun weiterzieht zum Regionalliga-Konkurrenten FC Pipinsried. Der Außenbahnspieler war drei Spielzeiten in der Bayernliga unumstrittene Stammkraft (88 Spiele, elf Tore). In der Regionalliga machte Arkadas zwar 20 Spiele, wurde dabei aber neunmal ein- und viermal ausgewechselt. „Sein Abgang hat sich abgezeichnet“, sagt Mayer mit Blick auf den 23-Jährigen, dessen Bruder Tayfun im Sommer bereits von Unterföhring zu Türkgücü-Ataspor gewechselt war.

„Unser Kader war im Sommer etwas groß und jetzt ist er etwas dünn“, sagt der Vizepräsident. Denn die Unterföhringer haben auch die drei langzeitverletzten Artur Kubica, Nimat Torah und Alexander Hollering, die langsam wieder zurückkommen. Leo Mayer kann wohl erst im April wieder ins Training einsteigen. Angesichts dieser Situation deutet Bernd Mayer an, dass der FCU in der Winterpause noch ein oder zwei Transfers tätigen wird. Für Mayer ist es wichtig, dass Neuzugänge die Situation realistisch sehen: „Man sollte sich bewusst sein, dass man wahrscheinlich ab Sommer wieder in der Bayernliga spielt.“ Bei zwölf Punkten Rückstand auf den hinteren Relegationsplatz rechnet 14 Spiele vor dem Saisonende niemand mehr mit der erfolgreichen Aufholjagd. In den kommenden Wochen werden einige Spieler zum Probetraining nach Unterföhring kommen. Konkrete Entscheidungen über Verpflichtungen fallen nicht vor Ende Januar, weil Präsident Franz Faber derzeit noch im Urlaub weilt. 

Quelle: fussball-vorort.de

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