Erst stottert der Motor, dann läuft er rund

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Vorbereiter und Torschütze: Christopher Schindler hat persönlich eine sehr erfolgreiche Woche hinter sich.

Eching - Nach einem 4:0-Heimerfolg über den TSV Großhadern kann sich die erste Bilanz des TSV Eching durchaus sehen lassen: sieben Punkte und nach drei Spielen immer noch kein Gegentor.

TSV Eching - TSV Großhadern  4:0

Aufstellung: Kozel 2 - Ehbauer 3, Edlböck 3, Züfle 2, Niklas Hoffmann 2 (69. Staudigl 3) - Enckell 3, Rödl 3, Christophersen 3 (46. Bircan 3), Schindler 2 - Eichler 3, Janis Hoffmann 3 (66. Deutschmeyer 3).

Tore: 1:0 Niklas Hoffmann (22.), 2:0 Niklas Hoffmann (58.), 3:0 Schindler (86.), 4:0 Eichler (90.).

Gelbe Karten: Bircan. Schiedsrichter: Ioannis Gitopoulas (FC Pontos München)

Zuschauer: 150.

In der Halbzeitpause lief Heiss freilich alles anderes als mit zufriedenem Gesichtsausdruck herum. „Das habe wir uns gegen Großhadern etwas anders vorgestellt. Unsere Mannschaft spielt überhaupt nicht überzeugend“, hielt er mit der Kritik nicht zurück. Das 1:0 gegen die sehr schwachen Gäste aus München war sicherlich verdient, aber beruhigend wirkte sich die Spielweise der Echinger auf ihre Fans nicht aus. Der TSV-Elf konnte man – falls man überhaupt etwas positiv bewerten wollte – lediglich das Prädikat „bemüht“ attestieren. Sie übernahm zwar vom Anpfiff weg das Kommando gegen den Mitabsteiger Großhadern, aber die mitreißenden und gefährlichen Torraumszenen waren eher Mangelware.

Niklas Hoffmann mit Abstaubertor

Die Echinger benötigten eine Standardsituation, um ihre Feldüberlegenheit in ein Tor umzusetzen. In der 22. Minute zirkelte Christopher Schindler aus halblinker Position den Ball mit sehr viel Effet und sehr raffiniert um die Großhaderner Mauer Gästekeeper Maximilian Moos sah den Ball erst im allerletzten Moment und konnte ihn nur Abklatschen lassen. Niklas Hoffmann stand goldrichtig am langen Toreck und brauchte den Ball nur noch über die Linie drücken.

Obwohl Großhaderns Abwehr nach diesem Rückstand völlig konfus agierte, versäumten es die Echinger gleich nachzusetzen und schon vor der Pause für die Entscheidung zu sorgen. „Wir haben uns gegen einen sehr schwachen Gegner lange Zeit das Leben sehr schwer gemacht“, urteilte Echings Cheftrainer Ivo Bacic. „Statt den Ball einfach laufen zu lassen, wie wir das vor dem Spiel ausgemacht hatten, wollte jeder Spieler etwas Besonderes machen. Mit einer geradlinigen Spielweise hätten wir Großhadern mit drei bis vier Toren in die Halbzeitpause schicken müssen.“

Zwei Tore in vier Minuten

Weil die Echinger auch nach dem Seitenwechsel lässig und manchmal auch arrogant spielten, mussten die Fans zwischenzeitlich sogar um den Erfolg bangen. In der 58. Minute wurde es Bacic offensichtlich zu bunt. „Jetzt konzentriert auch endlich“, so sein aufrüttelnder Schrei, den sich fast umgehend Christopher Schindler zu Herzen nahm. Statt pomadig den Ball mit Kurzpassspiel allmählich Richtung gegnerischen Tor zu befördern, stürmte er an der linken Außenlinie nach vorne, kurz Kopf hoch, Querpass und Niklas Hoffmann drückte den Ball am kurzen Pfosten zum 2:0 ins Tor (58.). Danach versuchte Großhadern die drohende Niederlage noch irgendwie abzuwenden, es fehlten den schwachen Gästen aber die spielerischen und konditionellen Mittel. Die Echinger ließen nichts mehr anbrennen und sprühten in der Schlussphase vor Spielwitz und Elan. Das 3:0 (86.) durch Christopher Schindlers Abstauber nach klasse Vorarbeit durch Staudigl und das 4:0 (90.) durch Robert Eichler waren letztlich nur konsequent. Weil die Gäste sich sehr schwach präsentierten, wollte Ivo Bacic das 4:0 auch nicht überbewerten. Positiv für ihn, dass sein Team immer noch kein Gegentor kassiert hat und dass Niklas Hoffmann besser in Fahrt kommt.

Quelle: fussball-vorort.de

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