Matejka mit Punkt zufrieden

Erstes torloses Remis im Sportpark: Heimstetten punktet gegen Rain

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Enge Kiste im Sportpark: Daniel Steimel (l.) und der SV Heimstetten erzielen gegen den TSV Rain zwar kein Tor, stehen defensiv aber sicher. Am Ende trennen sich die Teams remis, und der SVH schielt weiter auf die Relegation.

SV Heimstetten - Torlose Magerkost statt mitreißendem Spektakel: Fans und Spieler des SV Heimstetten haben sich im Heimspiel gegen den TSV Rain mit einem 0:0 begnügen müssen. Ein Novum im Sportpark und ein kleiner Rückschlag im Rennen um den Relegationsplatz für die Regionalliga.

Gemessen am Unterhaltungswert ist es eigentlich eine Schande, dass die Heimspiele des SV Heim-stetten im Schnitt kaum mehr als 200 Zuschauer verfolgen. Schließlich bietet der Bayernligist seinen Fans im Sportpark diese Saison stets etwas Neues – mal Galavorstellungen wie beim 5:0 über Pipinsried und mal überraschende Pleiten wie gegen Bogen und Vilzing; mal geht’s hin und her wie im Derby gegen Ismaning (2:2), und mal zieht der SVH in der 95. Minute noch den Kopf aus der Schlinge wie beim 4:3 gegen Kottern.

Als wäre all das nicht genug, bekamen die Zuschauer zuletzt sogar nach dem Abpfiff noch packende Szenen geboten – obgleich die Rudel-Schubsereien und Handgreiflichkeiten nach den Duellen mit Unterföhring und Dachau eigentlich nicht auf den Fußballplatz gehören. Im Spiel gegen den TSV Rain blieb diesmal hinterher alles friedlich, dafür machten die 200 Zuschauer wieder eine neue Erfahrung: Sie sahen ein 0:0 – das hatte es bisher im Sportpark noch nicht gegeben.

Wobei beide Klubs durchaus gute Torchancen hatten – „und wir etwas mehr“, wie Heimstettens Manager Michael Matejka hinterher bekundete – einerseits. Andererseits räumte der Manager ein: „Für ein Spitzenspiel war’s vielleicht ein bisschen wenig.“ Schließlich bringt dieses Remis beide Seiten nur bedingt weiter: Weil der TSV Dachau 1865 zeitgleich in Landberg gewonnen hat, beträgt der Rückstand der Heimstettner auf den mutmaßlichen Aufstiegsrelegationsplatz nun schon acht Punkte – wobei der SVH zwei Spiele weniger bestritten hat.

Im Duell der ehemaligen Regionalligisten glänzten vor allem die Abwehrreihen beider Klubs – und dennoch hätte es zur Pause auch 2:2 stehen können. Doch auf der einen Seite zielte Orhan Akkurt zu ungenau, und Hugo Lopes traf nur den Pfosten; auf der anderen Seite parierte Torwart Maximilian Riedmüller einen Schuss von Sebastian Habermeyer, und kurz vor der Pause kratzte Heimstettens Maximilian Hintermaier die Kugel in höchster Not von der Linie.

Der zweite Durchgang begann dann verheißungsvoll für die Platzherren: Daniel Wellman, der diesmal mit Sebastian Paul die Innenverteidigung bildete, feuerte in der 47. Minute einen gewaltigen Freistoß aufs Tor von Stefan Besel, der selbigen jedoch gekonnt parierte. Der Keeper der Gäste zeichnete sich in der Folge noch zwei weitere Male aus: Erst war er einen Tick schneller als Orhan Akkurt (70.) und vier Minuten vor Ende entschärfte er dann einen Schuss des eingewechselten Sebastiano Nappo.

Und so blieb es letztlich beim 0:0 – auch weil Rains Sebastian Habermeyer nach 65 Minuten aus aussichtsreicher Position erneut scheiterte. „Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten wir zwei, drei Situationen, in denen wir ein Tor machen können oder sollten“, bilanziert Matejka. „Insgesamt können wir mit dem Punkt aber leben.“

SV Heimstetten – TSV Rain 0:0

Heimstetten: Riedmüller, Paul, Wellmann, Hintermaier, Thomik, D. Schmitt, Kubina, Steimel (70. Nappo), Lopes, Riglewski (78. Duhnke), Akkurt.

Tore: keine.

Schiedsrichter: Jürgen Steckermeier (TSV Altfraunhofen).

Zuschauer: 200.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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