„Der harte Kern, der da war, hat gekämpft“

Die erwartete Niederlage für HSG Föching Schliersee

Der harte Kern kämpft: Die wenigen Spieler der HSG Föching Schliersee (in Weiß) gaben gegen den HT München III alles. 
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Der harte Kern kämpft: Die wenigen Spieler der HSG Föching Schliersee (in Weiß) gaben gegen den HT München III alles. 

„Es hätte schlimmer kommen können“, meint Carmen Theer nach der Niederlage der HSG Föching Schliersee gegen Tabellenführer HT München III.

Miesbach – „Ich habe mich ziemlich einsam gefühlt auf der Bank“, sagt Carmen Theer und lacht. Die Trainerin der HSG Föching Schliersee saß dort beim Heimspiel in der Miesbacher Realschul-Turnhalle mit nur einem Auswechselspieler, dem Ersatztorwart. „So hat man wenigstens keine Auswechselprobleme.“ Theer versucht, die Lage mit Humor zu nehmen. Mit 25:34 (12:18) unterlagen ihre Handballer Bezirksliga-Tabellenführer HT München III.

HT München III eine andere Liga

„Es war zu erwarten“, sagt die Trainerin über die Niederlage. „Aber nur neun Tore Unterschied hat nicht mal der Tabellenzweite geschafft.“ Der SV Bruckmühl unterlag den Münchnern nämlich mit 23:35. „HT gehört nicht in die Liga, die könnten höher spielen“, sagt Theer. Da dort aber die anderen beiden Teams der Spielgemeinschaft Unterhaching/Taufkirchen antreten, darf die Dritte nicht aufsteigen.

HSG Föching Schliersee steigert sich in zweiter Hälfte

So war der Klassenunterschied vor allem in der ersten Halbzeit deutlich. Die Föchinger und Schlierseer leisteten sich zudem zu viele leichte Abspielfehler und nutzten die wenigen eigenen Chancen nicht. „In der zweiten Halbzeit lief es besser“, sagt Theer. „Wir sind mehr in die Tiefe gegangen und haben Eins-gegen-Eins-Situationen für uns entschieden.“ Aber mit nur einem Rückraumspieler sei es eben schwer – gegen jede Mannschaft, aber besonders gegen die HT. „Sie spielen sehr körperbetont, da spürt man nach 60 Minuten die Knochen.“ Vor allem, wenn es keine Auswechselmöglichkeiten gibt. „Es hätte schlimmer kommen können“, meint Theer daher. „Der harte Kern, der da war, hat gekämpft.“

Nun hat die HSG zwei Wochen Pause, ehe es zum ESV Freilassing geht – einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. So wie es derzeit aussieht, bekommt Theer dort etwas mehr Gesellschaft auf der Bank. 

jpa

Quelle: Merkur.de

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