DFB-Pokal

Der DFB erzürnt Haching-Boss Schwabl

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Manfred Schwabl ist stocksauer: Seine Hachinger tragen ihr Pokalspiel gleichzeitig zum Topspiel VfL Wolfsburg – FC Bayern aus, das live in der ARD übertragen wird.

SpVgg Unterhaching - Für Entsetzen sorgt die Terminierung des Zweitrundenspiels der SpVgg Unterhaching im DFB-Pokal gegen RB Leipzig. Der Deutsche Fußball-Bund setzte das Spiel für Dienstag, 27. Oktober, 20.30 Uhr an.

Zeitgleich mit dem Schlager VfL Wolfsburg – FC Bayern, der live in der ARD übertragen wird. „Das ist für uns eine mittlere Katastrophe“, schimpft SpVgg-Präsident Manfred Schwabl.

Schon die Auslosung der zweiten Runde lief für die SpVgg Unterhaching alles andere als glücklich. Die Fans hatten sich den FC Bayern, Borussia Dortmund oder den TSV 1860 als Gegner gewünscht. Losfee Felix Neureuther bewies dann allerdings alles andere als ein glückliches Händchen und bescherte den in die Regionalliga abgestiegenen Hachingern RB Leipzig als Gegner. Ein bei den meisten Fußball-Fans in Deutschland ungeliebter Verein, der wenig Fans anzieht, als Zweitligist aber für die SpVgg schwer zu schlagen sein dürfte. Auch wenn Haching in der ersten Runde mit dem 2:1-Sieg gegen den Erstligisten FC Ingolstadt eine echte Sensation gelang.

„Wir sind weit davon entfernt, Ansprüche zu stellen. Aber natürlich wünscht man sich ein bayerisches Derby gegen 1860 oder Bayern“, sagte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl nach der Auslosung. „Oder eben einen Knaller gegen Schalke oder Dortmund. Aber man muss es so nehmen, wie es kommt.“ Klar, bei der Auslosung von Pokalwettbewerben entscheidet allein das Glück über attraktive oder machbare Gegner. Bei der Terminansetzung ist die Sachlage eine andere. Ausgespielt wird die zweite Pokalrunde an zwei Tagen: Dienstag, 27. Oktober, und Mittwoch, 28. Oktober. Außerdem gibt es zwei verschiedene Anstoßzeiten: 19 Uhr und 20.30 Uhr. „Wir hatten aufgrund der lokalen Thematik de Wunsch geäußert, nicht am selben Tag wie der FC Bayern zu spielen. Dass die Ansetzung nun sogar exakt zeitgleich ist, ist für uns auf Grund der damit zu erwartenden Zuschauerkulisse eine mittlere Katastrophe.

Zumal der FC Bayern beim VfL Wolfsburg antritt und das Spiel der beiden derzeit wohl besten deutschen Mannschaften live in der ARD und bei Sky übertragen wird. So ein Spiel lassen sich nur wenige Fußball-Fans entgehen. Und damit nicht genug: Auch der TSV 1860 muss am Dienstag, 27. Oktober, ran. Aber wenigstens nicht um 20.30, sondern bereits um 19 Uhr. Aber auch diese Spiel wird live im Fernsehen übertragen – wenn auch nur vom Bezahlsender Sky. Es steht also fest, dass die Terminansetzung der SpVgg etliche Zuschauer kosten wird, die so dringend gebrauchtes Geld in die Kasse des Regionalligisten gespült hätten. „Die Terminierung ist überhaupt nicht nachzuvollziehen, aber man muss in Fußball-Deutschland ja auch nicht immer alles verstehen“, kritisiert Schwabl auf der Homepage der SpVgg Unterhaching den DFB.

Und setzt gleichzeitig auf die Fans der SpVgg: „Wir sind natürlich sehr froh, in dieser zweiten Runde überhaupt dabei sein zu dürfen und hoffen trotz des Termins auf zahlreiche Unterstützung und eine gute Atmosphäre, damit unsere Mannschaft wie gegen Ingolstadt in der ersten Runde vielleicht nochmal über sich hinauswachsen kann.“ Die Chance dazu hätte sie einen Tag später auch gehabt – und wohl vor einer wesentlich größeren Kulisse.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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