Beim SCF brodelt es nach 0:2-Niederlage

Ettner: "Wenn wir so weiterspielen, steigen wir ab"

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Vergeblich streckte sich SCF-Torhüter Andreas Pauker, der für den rotgesperrten Maximilian Knobling den Brucker Kasten hütete, nach dem Schuss von Gundelfingens Stefan Schimmer (Nr. 13) – und auch Brucks Yannick Demmer kann nur dem Ball nachschauen, der zum 0:1 im Brucker Tor einschlug.

SC Fürstenfeldbruck – Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß: Mit 0:2 (0:2) zog der SC Fürstenfeldbruck vor etwas mehr als 100 Zuschauern gegen Gundelfingen den Kürzeren. Obwohl die Heimpleite zu erwarten war, brodelt es im Hintergrund.

„Wenn wir so weiterspielen, dann steigen wir ab“, sagte Präsident Jakob Ettner nach dem Spiel. Der Vereinschef kritisierte, Trainer Tarik Sarisakal hätte zu offensiv spielen lassen. „Es kann nicht sein, dass man gegen den Tabellenführer im eigenen Stadion dreimal ausgekontert wird.“ Angesichts der personellen Ausfälle beim SCF habe er eine defensive Spielweise erwartet. „Gundelfingen war keinen Deut besser als wir – nur cleverer“, sagte der Präsident.

Diese Meinung hatte er aber weitgehend exklusiv, wenn man sich unter den Zuschauern im Stadion an der Klosterstraße nach der Partie umhörte. Dort war zu vernehmen, dass die Gäste schlicht die bessere Mannschaft waren. Und auch Sarisakal teilte die Ansicht seines Präsidenten nicht: „Gundelfingen ist keine Gurkentruppe.“ Der Übungsleiter stellte seiner Elf ein gutes Zeugnis aus: „Die Mannschaft hat sich teuer verkauft.“ Um gegen einen Gegner wie Gundelfingen etwas Zählbares zu holen, dürfe man sich „null Komma null Fehler erlauben“. Das sei in Bestbesetzung schon schwierig genug. „Und bei uns sind fünf Hochkaräter ausgefallen.“

Seine offensivere Spielweise hatte der Coach schon vor der Partie angekündigt und mit der Hinspielpleite begründet: In Gundelfingen waren die Brucker mit einer Defensivtaktik noch mit 3:7 baden gegangen. Auch diesmal hatten die Schwaben zwar ein deutliches Chancenplus. Aber Andreas Pauker erwies sich im Brucker Tor als würdiger Vertreter für den rotgesperrten Stammkeeper Maximilian Knobling. Und auch sonst hielt die SCF-Rumpftruppe kämpferisch gut dagegen. Zwei Unachtsamkeiten leisteten sich die Defensivkräfte dennoch. Die abgebrühten Gäste nutzten diese bereits in der ersten Halbzeit zum verdienten Sieg.

Quelle: fussball-vorort.de

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