In der 97.Minute köpft Keeper Strobl die Buchbacher zum Klassenerhalt

Ein Tor für die Ewigkeit: Strobl köpft, Buchbach jubelt!

Ganz unten liegt der Held: Buchbachs Spieler und Fans jubeln mit Keeper Alexander Strobl über sein Tor zum 3:2, das den Klassenerhalt bedeutet. FOTO: BUCHHOLZ

Ein Treffer des Torwarts in der 97. Minute – und der Buchbacher Jubel explodiert. Der 3:2-Sieg in Rosenheim bedeutet den Klassenerhalt.

Buchbach – Torwart Alexander Strobl hat den TSV Buchbach am Samstag in der 97. Minute zum Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga Bayern geköpft. In einer dramatischen Partie setzten sich die Rot-Weißen 3:2 beim TSV 1860 Rosenheim durch und haben sich somit aus eigener Kraft gerettet, während der SV Schalding-Heining in die Relegation muss.

Nach Strobls Treffer spielten sich unglaubliche Szenen im Rosenheimer Jahnstadion ab, mit lauten Jubelschreien begruben die Buchbacher ihren Keeper unter sich. „Ich habe gedacht, ich überlebe es nicht, ich habe überhaupt keine Luft mehr bekommen“, sagte der Salzburger, dem erstmals ein Tor in einem Pflichtspiel gelungen ist.

Mit einem Kopfball über Keeper Dominik Süßmaier hatte Patrick Drofa die stark beginnenden Gäste in Front (26.) gebracht, doch bereits in der 37. Minute gelang Korbinian Linner mit einem Uwe-Seeler-Gedächtnis-Kopfball der Ausgleich, als Strobl nicht an den Ball kam. Unmittelbar nach dem Anstoß scheiterte dann Florian Pflügler am Gebälk.

Den nächsten Treffer erzielte aber Rosenheim, weil Kapitän Matthias Heiß unbedrängt nach einem Freistoß von Max Mayerl einköpfen durfte (52.).

Nun war Alarm bei den Buchbachern angesagt, die von Minute zu Minute nervöser agierten. Dennoch gelang Stephan Thee in der 64. Minute nach einem Alleingang der Ausgleich. Es folgte ein offener Schlagabtausch mit dicken Chancen auf beiden Seiten. Hätten die Rosenheimer ihre Konter besser ausgespielt, wäre wohl für Rot-Weiß Schicht im Schacht gewesen.

So aber kam es zu einem irren Finale: Nach dem ersten Kopfballversuch in der 95. Minute blieb Strobl benommen im Kasten von Süßmaier liegen, Aleks Petrovic zerrte den Salzburger regelrecht zurück ins Spiel. Als Patrick Walleth einen weiten Freistoß in den Strafraum schlug, machte der Keeper das Ding, über das man in Buchbach wohl noch in zehn Jahren sprechen wird.

„In einer Sekunde vom Depp zum Helden“, formulierte es Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier ein wenig überspitzt. Hatte doch Strobl bei den Gegentreffern nicht den besten Eindruck gemacht. Happy End also für den TSV Buchbach, der ja erst vor wenigen Wochen gegen Fürth in der 97. Minute den Ausgleich kassiert hat und jetzt den Spieß umdrehen konnte. „Es gleicht sich dann doch immer wieder aus. So spannend hätte es aber nicht unbedingt sein müssen“, sagte Grübl,

Die Rot-Weißen, die in den vergangenen 20 Jahren von Erfolg zu Erfolg geeilt sind, mussten sich erstmalig bis zum Schluss den schweren Prüfungen des Abstiegskampfes stellen. Und so erklärte Hanslmaier vollmundig: „Wir haben den Mythos vom Kultverein fortgeschrieben.“

TSV 1860 Rosenheim – TSV Buchbach 2:3 TSV 1860 Rosenheim: Süßmaier, Wallner, Heiß, Mayerl, Köhler (66. Zetterer), Maier, Denz, Tomic (65. Marinkovic), Hauswirth, Linner (82. Wallner), Majdancevic - Trainer: StroblTSV Buchbach: Strobl, Pflügler, Büch (62. Brucia), Grübl, Löffler, Petrovic, Thee, Walleth, Bauer, Kwatu (78. Breu), Drofa - Trainer: BobenstetterSchiedsrichter: Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 600Tore: 0:1 Drofa (27.), 1:1 Linner (37.), 2:1 Heiß (52.), 2:2 Thee (64.), 2:3 Strobl (90.+7)

Quelle: fussball-vorort.de

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