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Ex-Profi Küntzel unterschreibt in Aichach: "Ich will beim Aufstieg mithelfen"

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Marco Küntzel (hier im Trikot des FC Pipinsried) wird in der Rückrunde wieder für den BC Aichach auflaufen. © hab

BC Aichach - Jetzt ist es raus: Ex-Profi Marco Küntzel wird künftig wieder für den BC Aichach auflaufen. Gestern ging der Deal über die Bühne. Im Interview verräte Küntzel, warum er noch einmal die Fußballschuhe auspackt.

Herr Küntzel, Sie haben im Sommer die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Wie kam es jetzt zum Wechsel zum BC Aichach?

Ich habe in der Hinrunde zusammen mit einem guten Freund (a.d.R.: Ilija Aracic) die U19 des FC Augsburg trainiert. Er hat ein gutes Angebot vom VfB Stuttgart bekommen und hat den Verein verlassen. Deshalb habe ich beim FCA für mich keine Perspektive mehr gesehen und habe dort als Co-Trainer im Winter aufgehört. Da die Trainerposten im Winter recht rar sind, kam das Angebot aus Aichach gerade recht. Ich wollte nicht nur zu Hause rumsitzen. Bevor ich gar nichts mache, spiele ich lieber noch einmal Fußball.

Wieso haben Sie den Job in Augsburg aufgeben?

Ich bin nicht als Co-Trainer zum FC Augsburg gegangen, weil es der FC Augsburg ist. Ich wollte mich als Trainer weiterentwickeln und mir von Ilija Aracic einiges abschauen. Er ist ein ausgebildeter Fußballlehrer, da kann man nur dazulernen. Ich hatte im Sommer eigentlich fast schon wo anders unterschrieben, habe mich aber dann doch für den FCA entschieden. Nachdem er jetzt gegangen ist, gab es für mich dort keine Perspektive mehr.

In Aichach haben Sie bereits in der vergangenen Rückrunde nach ihrem Abschied als Trainer beim FC Pipinsried ausgeholfen. Wieso haben Sie sich wieder für den BCA entschieden?

Der Volker (a.d.R.: BCA Präsident Volker Weingartner) hat hier ein Projekt. Er will in die Regionalliga aufsteigen. Ich habe bereits im vergangenen Jahr meinen Teil zum Aufstieg in die Landesliga beitragen dürfen. Ich glaube, dass ich der Mannschaft in den restlichen Spielen nochmal helfen kann. Auch während meiner Zeit in Augsburg hat es mich immer mal wieder im Fuß gejuckt. Ich habe mein ganzes Leben lang Fußball gespielt. Als der Anruf vom Volker kam, war für mich klar, dass ich zusage. Ich hatte zwar noch ein anderes Angebot, aber dort hat die Perspektive nicht gestimmt.

Wie geht es bei Ihnen weiter, wenn der Aufstieg klappt?

(lacht) In der Regionalliga werde ich sicher nicht mehr spielen. Das tu ich mir nicht an. Ich würde gerne ab Sommer wieder als Trainer arbeiten. Aber mal schauen, was kommt. Die Situation jetzt zeigt, wie schnelllebig der Fußball ist.

Wie beurteilen Sie Ihre Trainerstation beim FC Augsburg? Der Bundesligist steht mit dem Aufbau seiner Jugendarbeit erst am Anfang.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in Augsburg noch einiges getan werden muss im Nachwuchsbereich. Dort liegt noch einiges im Argen. Aber sie sind schon auf dem richtigen Weg. Der Nachwuchsbereich wird jetzt in den kommenden Jahren immer mehr ausgebaut. Für mich war es eine lehrreiche Zeit.

In der Rückrunde kommt ihr Ex-Verein, der FC Pipinsried, nach Aichach. Werden Sie Conny Höß die Hand schütteln?

Das kommt darauf an, ob er auf mich zukommt. Ich bin kein nachtragender Mensch. Wenn ich ihn sehe, werde ich ihm natürlich die Hand geben. Aber ich werde jetzt nicht den Platz nach ihm absuchen.

Was nehmen Sie sich für das Spiel vor?

Solche Gedanken habe ich nicht mehr. Wir haben für die Rückrunde ein Ziel: den Aufstieg. Der ganze Verein muss versuchen, dieses Ziel zu erreichen. Ich will in jedem Spiel Gas geben, nicht nur in einem Spiel gegen den FC Pipinsried. Der Verein soll nach oben, deshalb habe ich unterschrieben. 

Interview: cse

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