Nach 10 Gegentoren in zwei Spielen

Faber: "Wer für sich spielt, disqualifiziert sich selbst"

Würde gerne mal wieder nicht hinter sich greifen müssen: FCU-Keeper Enrico Caruso. F: Müller

FC Unterföhring - Nach dem Absturz auf den letzten Platz waren zehn Gegentore in zwei Spielen der neueste Tiefpunkt in der Regionalliga-Premierensaison des FC Unterföhring. Am Samstag (14 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth II geht es für den Letzten erst einmal wieder um die Rückerlangung der Konkurrenzfähigkeit.

„Es ist natürlich Frust dabei“, sagt der neue Trainer Peter Faber über seine Mannschaft, die vergangenen Samstag vom letzten Aufgebot des VfR Garching mit 1:5 erschreckend abgeschossen wurde. Sportlich war Fabers Ziel diese Woche, mit einem konzentrierteren Verhalten defensiv besser zu arbeiten. Die zehn Gegentore in den letzten beiden Spielen müssen vergessen gemacht werden: „Ohne eine Leistungssteigerung geht es wirklich nur um ein achtbares Ergebnis.“

Fürth kann aber ein Gegner auf Augenhöhe sein angesichts des mageren Laufes der Franken. In den letzten sechs Spielen holte Fürth nur vier Punkte, darunter ein 1:0 beim VfR Garching.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit in dieser Woche bezog sich beim FCU aber auf den psychologischen Bereich. Faber ärgerte sich gegen Garching massiv über den ein oder anderen Spieler, der mehr auf sich selbst als auf das Kollektiv schaute. In Einzelgesprächen vermittelte der neue Trainer eine unmissverständliche Warnung: „Wer nur für sich spielt, der disqualifiziert sich selbst.“ Faber erwartet in den kommenden Wochen von seinen Krisenkickern, „dass wir unsere fußballerischen Defizite mit Kampf ausgleichen. Und das geht nur als Mannschaft.“

Nach dem Garching-Debakel sprach Mittelfeldspieler Martin Büchel deutliche Worte und kritisierte, dass der eine oder andere sich auf dem Platz aufgab. „Martin hat Recht“, sagt Trainer Faber. Er wird nun genau hinschauen: „Wenn du die Spieler in jedem Training siehst, dann merkst du schnell, wer bei einem 1:3-Rückstand nicht mehr 100 Prozent gibt.“ Dabei liegt das Immer-Weiter-Beispiel auf der Hand. Peter Faber erinnert daran, „dass wir gegen den FC Bayern II mit 0:2 hinten waren und 2:2 gespielt haben. Da hat niemand damit gerechnet, dass wir noch zurückkommen.“

Die Planung für das Gastspiel bei Fürth erschwert die weiterhin personell angespannte Lage. Diese wird verschärft durch die Sperre von Andreas Kostorz nach seiner fünften gelben Karte. Bei Leo Mayer deutet derzeit einiges darauf hin, dass er nach seiner Auswechslung gegen Garching länger pausieren muss. Bastian Hofmaier befindet sich wieder auf dem Weg der Besserung, aber Fürth kommt für ihn wohl noch zu früh. 

Voraussichtliche Aufstellung: Caruso – Bittner, Brandstetter, Eder, Putta – Büchel, Kain, Sabbagh – Olwa-Luta, Faber – Schmidt.

Quelle: fussball-vorort.de

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