Schwinghammer-Familie beim BCF vereint

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Statt Auszeit eine Doppelfunktion: Stefan Schwinghammer arbeitet künftig für den ESV Penzberg und den BCF.

BCF Wolfratshausen - Warum nur einen nehmen, wenn man drei haben kann. Dies dachten sich wohl die Verantwortlichen des BCF, denn nach Torwart Stefan, verpflichteten sie nun auch Sebastian als Spieler und Vater Stefan als Co-Trainer.

von Oliver Rabuser

Es ist noch nicht lange her, da hatte Stefan Schwinghammer verkündet, nicht auf ewig an der Seitenlinie zu stehen und Fußballern Anweisungen zu geben. So ganz ernst haben ihn schon damals nach seinem Abschied beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen nicht alle genommen. Es dauerte ja nicht lange, ehe er beim ESV Penzberg einsprang. Und auch aktuell ist nicht davon auszugehen, dass sich der 48-Jährige bald verabschiedet. Denn nun zieht es nach Torhüter-Sohn Stefan noch zwei weitere Schwinghammers zum BCF Wolfratshausen. Gemeinsam mit seinem Junior Sebastian heuert der Senior als Co-Trainer bei dem Landesligisten an.

Sebastian Schwinghammer

„Jetzt sind alle drei beim BCF gelandet“, sagt Frau und Mutter Christine und lächelt ein wenig gequält. Bislang hatte Schwinghammer senior ja lediglich als Chauffeur für seinen jüngeren Sohn Stefan gedient. Der steht zwar noch im Nachwuchs beim Heimatverein SV Ohlstadt im Tor, trainiert seit Sommer aber schon zweimal in der Woche beim BCF – mit der Ersten Mannschaft wohlgemerkt.
Auch der Papa ist in Wolfratshausen kein neues Gesicht. Zur Jahrtausendwende assistierte „Speedy“ Schwinghammer dem damaligen Chefcoach Andi Brunner. Nun also die Rückkehr als zweiter Mann neben Steffen Galm. Aus losen Gesprächen entstand schnell konkretes Interesse. Galm konsultierte den Kollegen aus Ohlstadt und fragte, ob „ich mir das vorstellen kann“, sagt Schwinghammer. Freilich musste er auch beim ESV Penzberg anfragen, den er derzeit betreut. Die Eisenbahner willigten ein – auch, weil Schwinghammer die komplette Rückrunde noch ohne Einschränkungen dem Kreisklassisten zur Verfügung steht. Unter der Woche fürs Training und natürlich bei den Spielen. Die restlichen Tage wird er allerdings schon in Wolfratshausen verbringen.

"Speedy kennt alle jungen Spieler im Oberland"

Danach sei er für „weitreichendere Aufgaben“ vorgesehen, betont BCF-Funktionär Franz Sedunko. Dazu gehöre in erster Linie die Sichtung der Talente aus der Region. „Speedy kennt alle jungen Spieler im Oberland“, sagt Sedunko.

Eine Auszeit vom Fußball? Wer Schwinghammer kennt, der weiß, dass er die gar nicht haben kann. Vorausgesetzt die Lust ist vorhanden. Beim BCF mitzumischen, sieht Schwinghammer offenbar als große Herausforderung, die ihm auch Spaß bringen wird. Beim Landesligisten müsse der einzelne Spieler die Initiative ergreifen, möchte er sich etablieren, weiß der Trainerfuchs. „Der Verein muss nicht ständig Abstriche machen.“ Schwinghammer schätzt die Disziplin und das Miteinander beim BCF.

Fahrgemeinschaft erleichtert Trainingsalltag

Bei seinem Sohn Sebastian hat er diesbezüglich keine Bedenken. Der 20-Jährige wird sich von der FT Starnberg verabschieden. Seit der C-Jugend war er dort aktiv. Doch interne Querelen plagten den Bezirksoberligisten. „Das hat sicher mit reingespielt“, sagt Schwinghammer junior. Zudem war der Aufwand ein griffiges Argument. Der Ohlstädter studiert Maschinenbau im ersten Semester, wohnt zeitweise im Münchner Norden. Jetzt ist auch noch der bisherige Mitfahrer weggefallen. „Mir geht einfach die Zeit ab“, gibt der Innenverteidiger zu bedenken. Die familieninternen Fahrgemeinschaften erleichtern den Trainingsalltag ebenso wie der vermeintliche Karrieresprung. Die Landesliga traut sich der Defensivspezialist allemal zu. „Der Unterschied ist nicht so groß. Und lernen kann ich auch noch etwas.“ Dafür wird dann der Papa höchstpersönlich sorgen.

Quelle: fussball-vorort.de

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