A-Klasse 6: Kompakt

Farchant fix abgestiegen - VTA sieht kaum Chancen - Grainau bleibt im Rennen

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Doppeltorschütze: Peter Kinast vom SV Uffing II. 

Die Würfel sind gefallen – so scheint es jedenfalls. Die Kellerkinder Farchant und der VTA Garmisch-Partenkirchen kamen an diesem Spieltag über ein Unentschieden nicht hinaus.

Landkreis – Der TSV ist damit definitiv abgestiegen, der VTA sieht selbst kaum noch realistische Chancen. Somit geht es in der A-Klasse 6 im Grunde nur noch um Position zwei. Und da liegt der SC Grainau nach wie vor in Lauerstellung.

SC Eibsee-Grainau –
FC Oberau 1:0 (1:0)

Schiedsrichter: Alexander Strupf (SpVgg Maxkron). – Zuschauer: 30.
Tor: 1:0 (27.) A. Hauck (Foulelfmeter).

Grainau macht ernst. Nach dem knappen 1:0-Erfolg über den FC Oberau bleibt die Zuversicht auf die Aufstiegsrelegation. Den Unterschied in einer engen Partie machte ein Strafstoßtor der Platzherren – weniger die Überlegenheit des Heimteams, die man erwartet hatte. „Es hat definitiv nicht die bessere Mannschaft gewonnen“, räumt Andreas Zinn ein. Der SC-Coach beobachtete aus seinem Tor eine erste Hälfte mit ausgeglichenen Anteilen, entschärfte einen Freistoß von Dominik Korthals und freute sich über einen Spielzug über Sebastian Scheck und Tobias Wagner, an dessen Ende Anton Brenner von Dominik Korthals zu Fall gebracht wurde. Andreas Hauck traf vom Punkt zum 1:0. Die Führung verteidigten die Grainauer, doch rätselt Zinn über den Auftritt nach der Pause. „Wir sind nur hinterhergelaufen.“ Er kann sich nicht erklären, „warum wir uns das Leben so schwer machen“. Zum Ende verpassten Benjamin Zach und Brenner die endgültige Entscheidung.

Sebastian Schmölzl erlebte hingegen ein Spiel, aus dem man „viele Lehren“ ziehen könne. Oberau war in seinen Augen im zweiten Abschnitt „drückend überlegen“, sei bisweilen aber auch „hirnlos“ angerannt. Der Coach nannte es die „übliche Hektik“, wenn die Zeit voranschreite. Christoph Fischer und Sebastian Korthals verpassten gute Gelegenheiten. Letztlich habe man die „guten Chancen“ nicht nutzen können.  or

VTA Garmisch-P. –
SV Uffing II 2:2 (0:0)

Schiedsrichter: Harald Forster (SSV Marnbach-D.). – Zuschauer: 30.

Tor: 0:1 (56.) Kinast, 0:2 (81.) Kinast, 1:2 (83.) Karg, 2:2 (90.+2) D. Rotaru (Handelfmeter).

Gelb-Rot: A. Rotaru (86./VTA).

So richtig glücklich waren beide Seiten am Ende nicht. „Ich denke mal, das war’s“, sagt Zeki Serdaroglu aus VTA-Sicht offen. „Klar, könnten wir noch drei Spiele gewinnen, aber wir müssen halt auch schauen, was die anderen machen.“ Er glaubt nicht mehr an den Klassenerhalt. Florian Neuner auf Uffinger Seite hingegen hätte gerne einen Dreier mitgenommen, „dann wären wir endgültig sicher gewesen.“ Auch rechnerisch durch zu sein, das hätte dem SVU-Coach besser gefallen. Doch: Am Kainzenbad zu bestehen, das ist nun mal nicht so einfach. Zum einen wegen des engen Platzes, zum anderen, weil die Kicker des VTA ja mit dem Ball umgehen können. Das zeigten sie auch. Viel nahmen sich die Gegner nicht. Beide Verantwortlichen haderten hinterher im Grunde nur mit der Effektivität. „Mannschaftlich war das schon geschlossen, wir haben alles versucht“, sagt Neuner. Doch in der ersten Hälfte gelang beiden Teams keiner Treffer. Nach der Pause schlug dann die Stunde von Peter Kinast, der per Doppelpack die Uffinger 2:0 in Führung schoss. In der Schlussphase aber bröckelte die SVU-Abwehr ein wenig. Justin Karg sorgte für den Anschluss, und quasi in der letzten Minute gab es Elfmeter für den VTA. „Mein Spieler gibt zu, dass er den Ball berührt hat, aber er sagt, er war außerhalb des Strafraums“, betont Neuner. Der Schiedsrichter sah es anders, Dorel Rotaru versenkte, und es blieb beim Unentschieden. cf

FC Mittenwald –
SV Söchering 3:0 (2:0)

Schiedsrichter: Felix Thiel (TSV Farchant). – Zuschauer: 35.
Tor: 1:0 (8.) Bielmeier, 2:0 (15.) Ruzic,
3:0 (58.) Winkler

Nun ist auch der FC Mittenwald endgültig gerettet. Gegen Söchering bestachen die Isartaler durch eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung. Bereits nach einer Viertelstunde waren die Weichen gestellt. Christof Bielmeier wuchtete eine Flanke von Daniel Winkler mit dem Kopf in die Maschen. „Klasse gemacht“, sagt Trainer Helmut Schug. Sasa Ruzic legte alsbald nach. Söcherings hinlänglich bekannter Angriffsmodus mit weiten Bällen auf Torjäger Anton Guggemos wurde komplett unterbunden. Ein harmloser Roller war die einzige Pflichtaufgabe für Tormann Frederik Kirchner. Schug lobte vor allem sein Mittelfeld, das unter Anleitung von „Feuerwehrmann“ Tim Hocker sich keiner Laufarbeit zu schade war. Mit Winklers Treffer nach knapp einer Stunde war die Sache dann endgültig durch. Coach Schug kam dennoch nicht umhin, eine kritische Note an der Spielweise der Gäste loszuwerden. Fußend auf dem für seine Elf schmerzhaften Hinspiel. „Söchering ist die unfairste Mannschaft der Liga, weil die Spieler immer zuerst auf den Körper gehen.“ Der Trainer wünscht sich ein härteres Vorgehen der Schiedsrichter. Letztlich aber zählt als Quintessenz: Der FCM bleibt sicher in der A-Klasse.  or

TSV Farchant –
SV Eschenlohe 0:0

Schiedsrichter: Max Gall (SV Söchering).
Zuschauer: 50. – Tore: keine.

Der Galgenhumor begleitet den TSV Farchant in die B- Klasse – oder was auch immer aus dem Senioren-Fußball an der Föhrenheide wird. Eine Fusion mit Oberau ist im Gespräch. „Wir haben schon gesagt, wir haben eine kleine Serie: Zweimal nicht verloren“, scherzt Trainer Sascha Handke. Das 0:0 gestern Nachmittag gegen Eschenlohe war in seinen Augen „ein echter Sommerkick“. Einer, der zweimal unterbrochen wurde. Gewitterwolken und Blitze über der Föhrenheide – da musste Referee Max Gall die Partie unterbrechen. „Aber wir haben die Partie durchgezogen“, sagt Handke. Und das sogar ohne Gegentor.

Das wiederum gefiel Gäste-Trainer Thomas Hesse nicht. „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein“, stellt er klar. Gerade in der zweiten Hälfte sah er seine Mannschaft klar überlegen. „Aber wir machen fünf Hundertprozenter nicht rein“, bedauert Hesse. „Und Farchant hat eigentlich nichts Gefährliches aufs Tor gebracht.“ Doch mit der Effizienz stehen die SVE-Kicker ja immer wieder auf Kriegsfuß. „Und so sollte es halt dann nicht sein mit einem Sieg.“ Hesse muss also nochmals warten, um einen Haken unter den Klassenerhalt zu setzen. Denn das will er erst tun, wenn wirklich rechnerisch alles geklärt ist. cf

1. FC Penzberg II –
SV Ohlstadt II 1:3 (0:1)

Schiedsrichter: Ernst Krug (FC Bad Kohlgrub-A.). – Zuschauer: 30.

Tore: 0:1 (31.) Ziener, 0:3 (57.) Lanz, 0:3 (83.) T. Reißl, 1:3 (87.) Grünzinger.

Die Spielersuche kannte kein Ende und fast keine Gnade. Am Ende bekam Tobias Fischbach Zusagen von Markus Reißl, Clemens Kächele und Lukas Schwinghammer – Veteranentag in Penzberg. Selbst ein Einsatz des Trainers selbst stand zur Debatte. Fischbach kam drum herum – es reichte auch ohne ihn für den nächsten Dreier. Wenngleich er einräumte, dass sich „unsere Koryphäen“ eine halbe Stunde lang schwer getan haben gegen den 1. FC Penzberg II. Für die Treffer zeichneten beim 3:1-Sieg ausnahmslos Ohlstädter Youngster verantwortlich: Sebastian Ziener – 1:0. Patrick Lanz nach der Pause – 2:0, Tobias Reißl – 3:0. „Damit war die Messe gelesen“, sagt Fischbach. Den Gegentreffer kurz vor dem Ende quittierte er mit einem Lächeln.  or

Quelle: Merkur.de

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